Keine große Sache, eher ein sympathisches Winzigrestaurant, das perfekt in die Nachbarschaft der jungen Bezirke 7 und 8 passt. Und größer darf es auch nicht sein, sonst könnte Una Abraham ihren ganz persönlichen Kochstil nicht mehr richtig rüberbringen. Der ist gar nicht so leicht zu schubladisieren, was das Ganze ja sympathisch macht. Ein Beisl? Dafür sind die Zutaten und Rezepte zu oft den südlichen Nachbarn entliehen. Und das Interieur eine Spur zu schick. Mediterran? Dafür ist die Grießnockerlsuppe zu gut. Und eine Nobelhütte will das Una schon gar nicht sein, dafür gibt es einfach zu oft die weniger edlen Teile von Rind oder Lamm, also eher die Haxe geschmort statt der rosa gebratenen Krone. Was es bei Una nur höchst selten gibt: einen Tisch ohne rechtzeitige Reservierung. Das liegt – auch – an den fairen Preisen.
Una A. Una Abraham
Dieses kleine Lokal inmitten der Mietshäuser von Wien Neubau ist eine gute Alternative zum Selbst-Kochen zu Hause. Vieles auf der Karte könnte der urbane Mensch genauso in der eigenen Küche zubereiten, würde es nach einem Arbeitstag nicht an Zeit und Muße mangeln. Die Rezepturen der sehr schlichten Gerichte aus wenigen Zutaten entstammen überwiegend dem mediterranen Raum. Beispiele aus der Karte sind Artischocken in Weißwein, Spargel-Panna-cotta mit Graved Lachs, Bärlauchrisotto mit (ziemlich trockenen) Flusskrebsen, geschmortes Kräuterlamm mit Polenta oder warmer Schokoladekuchen mit Karamellsauce. Da sich in der Gegend rund um die Neubaugasse offenbar viele auf Una A.s Küche verlassen, ist rechtzeitige Reservierung angeraten.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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