Das schick eingerichtete Café-Restaurant liegt mitten im Ort Hopfgarten. Johanna Steinwender-Müller bietet sehr gute, frische Küche mit mediterranem und asiatischem Einschlag. Als Gruß aus der Küche wurde frisches Baguette mit Tomaten-, Topfen-, Frischkäseaufstrich und steirisches Verhackertes serviert. Die Vorspeise, gemischter Blattsalat mit weißem und grünem Spargel, eingelegtem Ingwer und gegrillten Scampi, begeisterte uns: Frisch und bildschön angerichtet kamen die Blattsalate, das Dressing sehr fein asiatisch abgestimmt, der Ingwer nicht zu scharf. Die Hühnerbrust mit knackigem Gemüse, Glasnudeln und Jasminreis wurde im Wok gebraten und war sehr gut gewürzt. Ausgezeichnete Qualität und perfekt gebratenes Fleisch auch beim Filetsteak. Es wurde mit Fisolen, Pilzen, Rosmarinerdäpfeln und Pfeffersauce serviert. Crème brûlée, Eiskaffee gerührt und Nougatmousse – leider ist das Dessertangebot nach wie vor nicht sehr einfallsreich. Wir entschieden uns für die Mousse mit marinierten Erdbeeren, die wunderbar schmeckte. Sehr gute österreichische und italienische Weine, die auch glasweise angeboten werden. Wie schon seit vielen Jahren gewohnt, wurden wir sehr freundlich und aufmerksam bedient.
s‘Platzl Johanna Steinwender-Müller
Hopfgarten im Brixental ist mit Sicherheit nicht der touristische Nabel Tirols. Trotzdem erfreut sich die kleine Gemeinde einer Vielzahl von Urlaubern, die die verkehrsgünstige Lage des Ortes zu schätzen wissen. Deswegen verwundert es eigentlich, dass man im Restaurant s’Platzl nur mit Bargeld bezahlen kann. Wer hat heutzutage wirklich noch einige hundert Euro bei sich, um sich ein Abendessen leisten zu können? Die Küche zeigte sich bei unserem Besuch da eindeutig fortschrittlicher und bewies besonders bei den von der italienischen Küche inspirierten Gerichten ihr Können. Die zarten, als Vorspeise gewählten Lammkoteletts auf leicht säuerlichem Linsensalat begeisterten uns, auch die mit würzigem Kalbfleischsugo servierten Gnocchi waren von erstklassiger Qualität. Der Thunfisch kam rosa gebraten auf den Tisch und auch das dazu servierte mediterrane – sprich: mit vielen Kräutern zubereitete – Gemüse überzeugte. Weniger Glück hatten wir bei der eher durchschnittlichen Hühnerbrust aus dem Wok: Das Fleisch war zu wenig angebraten und schmeckte daher etwas schal. Daran konnten auch die dezent scharfe Sauce und der als Beilage gereichte Jasminreis nichts ändern. Ein nicht besonders erwähnenswertes Tiramisu und ein kleiner Zwetschkenschnaps beendeten unser Abendessen, das uns durchaus Freude bereitete, aber aus erwähnten Gründen leider auch keinen Platz für Euphorie hinterließ.
Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
Kommentare werden geladen...