Detailansicht 2012

2011
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Das schick eingerichtete Café-Restaurant liegt mitten im Ort Hopfgarten. Johanna Steinwender-Müller bietet sehr gute, frische Küche mit mediterranem und asiatischem Einschlag. Als Gruß aus der Küche wurde frisches Baguette mit Tomaten-, Topfen-, Frischkäseaufstrich und steirisches Verhackertes serviert. Die Vorspeise, gemischter Blattsalat mit weißem und grünem Spargel, eingelegtem Ingwer und gegrillten Scampi, begeisterte uns: Frisch und bildschön angerichtet kamen die Blattsalate, das Dressing sehr fein asiatisch abgestimmt, der Ingwer nicht zu scharf. Die Hühnerbrust mit knackigem Gemüse, Glasnudeln und Jasminreis wurde im Wok gebraten und war sehr gut gewürzt. Ausgezeichnete Qualität und perfekt gebratenes Fleisch auch beim Filetsteak. Es wurde mit Fisolen, Pilzen, Rosmarinerdäpfeln und Pfeffersauce serviert. Crème brûlée, Eiskaffee gerührt und Nougatmousse – leider ist das Dessertangebot nach wie vor nicht sehr einfallsreich. Wir entschieden uns für die Mousse mit marinierten Erdbeeren, die wunderbar schmeckte. Sehr gute österreichische und italienische Weine, die auch glasweise angeboten werden. Wie schon seit vielen Jahren gewohnt, wurden wir sehr freundlich und aufmerksam bedient.

2010
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Die Einrichtung des Restaurants erinnert an trendige Bistros in Soho oder Bel Air, im kleinen Tiroler Ort Hopfgarten würde man moderne Kunst an den Wänden und eng aneinanderstehende Tische jedoch nicht erwarten. Ebenso – im positiven Sinne – überraschten uns auch die Leistungen der Küche, die wir nach einem Veneziano genossen: Die asiatische Hühnersuppe mit Kokos und Chili, deren kräftiger Geschmack durch eine angenehme Ingwernote untermalt wurde, und die Tagliatelle mit einer wohltuend scharfen Rindfleischsauce begeisterten uns schon zu Beginn. Eine erfreuliche Fortsetzung erlebten wir beim im Ganzen gebratenen Wolfsbarsch, der exakt gebraten und gekonnt filetiert serviert wurde. Beim dazu gereichten geschmorten Gemüse waren leider nicht alle Sorten gleichermaßen delikat – exzellent der Spargel, mittelmäßig, da zu weich gekocht, die Zucchini. Trotz des aufkommenden Gähneffektes bei den Desserts – Crème brûlée und Panna cotta – blicken wir zufrieden auf unseren gelungenen Abend zurück und verleihen voller Überzeugung dieses Jahr einen Punkt mehr.

2009
14 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Mitten im Ort Hopfgarten bietet Johanna Steinwender-Müller in ihrem modern und chic eingerichteten Café-Restaurant eine sehr gute, frische Küche mit mediterranem und asiatischem Einschlag. Die kleine Speisenauswahl ist wohl überlegt. Der gegrillte Polenta mit Eierschwammerln à la crème mit bestens mariniertem Vogerl-Rucolasalat und Parmesanspänen schmeckte ausgezeichnet, auch der Salat Niçoise mit gegrillten Thunfischscheiben entsprach unseren Erwartungen. Das herrliche Thunfisch-Steak oder die frische Seezunge wurde mit mediterranem Gemüse und Rosmarinkartoffeln serviert. Als Dessert konnten wir neben hausgemachter Panna cotta und Crème brûlée auch eine köstliche Topfentorte auswählen. Der sehr freundliche Service empfiehlt aus der kleinen Weinkarte österreichische und italienische Weine zu vernünftigen Preisen.

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s‘Platzl Johanna Steinwender-Müller

Hopfgarten im Brixental ist mit Sicherheit nicht der touristische Nabel Tirols. Trotzdem erfreut sich die kleine Gemeinde einer Vielzahl von Urlaubern, die die verkehrsgünstige Lage des Ortes zu schätzen wissen. Deswegen verwundert es eigentlich, dass man im Restaurant s’Platzl nur mit Bargeld bezahlen kann. Wer hat heutzutage wirklich noch einige hundert Euro bei sich, um sich ein Abendessen leisten zu können? Die Küche zeigte sich bei unserem Besuch da eindeutig fortschrittlicher und bewies besonders bei den von der italienischen Küche inspirierten Gerichten ihr Können. Die zarten, als Vorspeise gewählten Lammkoteletts auf leicht säuerlichem Linsensalat begeisterten uns, auch die mit würzigem Kalbfleischsugo servierten Gnocchi waren von erstklassiger Qualität. Der Thunfisch kam rosa gebraten auf den Tisch und auch das dazu servierte mediterrane – sprich: mit vielen Kräutern zubereitete – Gemüse überzeugte. Weniger Glück hatten wir bei der eher durchschnittlichen Hühnerbrust aus dem Wok: Das Fleisch war zu wenig angebraten und schmeckte daher etwas schal. Daran konnten auch die dezent scharfe Sauce und der als Beilage gereichte Jasminreis nichts ändern. Ein nicht besonders erwähnenswertes Tiramisu und ein kleiner Zwetschkenschnaps beendeten unser Abendessen, das uns durchaus Freude bereitete, aber aus erwähnten Gründen leider auch keinen Platz für Euphorie hinterließ.

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