Hoch über Linz offeriert die Familie Fehrer österreichische Gerichte mit einem Hauch Internationalität. Wir starteten mit Holzpoldls Frühlingsrolle und sehr feinen gebratenen Jakobsmuscheln. Die Teigrolle, mittlerweile fast schon ein Klassiker, war würzig und reichlich gefüllt, jedoch von den Scampi, wie in der Speisekarte versprochen, war nichts zu entdecken. Die Saltimbocca vom Seeteufel und das Saiblingsfilet schmeckten uns. Der warme Schokoladekuchen war etwas zu lange im Ofen gewesen. Insgesamt eine solide Küchenleistung, wirkliche Highlights konnten wir nicht ausfindig machen. Die Servicecrew ist engagiert, freundlich und ziemlich stressresistent.
Holzpoldl Berta und Gerhard Fehrer
Wer den Gasthof Holzpoldl in Linz-Lichtenberg betritt, hat die Wahl zwischen dem Schankraum im ländlichen Stil und dem von Architektenhand designten Saal mit Blick in den Garten. Auch die Küche hier hat zwei „Gesichter”: das pausbäckig-mühlviertlerische und das vornehm-modische. Wobei es gerade die einfachen Dinge sind, an denen sich das Können der Küchenmannschaft ablesen lässt. Grammelknödel zum Beispiel – kaum ein Gericht, bei dem man so viel falsch machen könnte – gelingen beim Holzpoldl stets in überzeugender Qualität. Der Teig nicht zu dick und nicht zu dünn, die Grammeln knusprig und doch mürbe. Vor allem als Miniatur und in Kombination mit Spanferkelsülzchen und Blunznlasagne ergeben sie ein wirklich erfreuliches „Gangerl” einfach so zwischendurch oder als Vorspeise. Danach schmeckten sowohl das rosa gebratene Steak vom Yellowfin-Thunfisch als auch der Saibling aus dem Aisttal, serviert auf Safran-Curry-Linsen. Die Weinkarte ist umfassend und konzentriert sich auf alle großen Anbaugebiete Österreichs. Auch glasweise stehen jeweils fünf Weiße und fünf Rote zur Auswahl.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
Kommentare werden geladen...