Das Bangkok am Stadtrand, fern der angesagten Lokalmeilen, ist kein Folklore-Tempel, sondern ein hübsches, helles, freundliches und für viele seiner Besucher ganz einfach das beste asiatische Lokal in der Stadt. Als Tagesempfehlung boten sich bei unserem Besuch Lachs mit Pfefferkruste und ein in Honigsauce mariniertes Rindsfilet mit Pinienkernen und Pilzen an. Wir arbeiteten uns trotzdem lieber selbstständig durch die reizvolle Speisekarte und entschieden uns für Sojabohnenpaste, Tofu und Seetang, einen in Bananenblättern gedämpften Fisch und als Dessert mit Honig und Sesam gebackene Bananen. Eine großartige Folge. Dazu passte auch der Blaufränkisch vom Weingut Heinrich in Deutschkreutz prächtig.
Bangkok Yao Yao Hu
Thailands Küche hat den Ruf, eine der schärfsten der Welt zu sein. Diesem Umstand trägt man auch im Bangkok Rechnung, und die Gäste können bei den meisten Gerichten selbst entscheiden, welcher Schärfegrad gewünscht wird. Die leicht säuerliche Zitronengrassuppe mit Thunfisch würden wir als milde einordnen. Die Vorspeisenvariation bestand aus einem Hühnerspieß mit Erdnusssauce, gebackenen Garnelen und einer kleinen Frühlingsrolle. Die Auswahl kann man getrost als brav bezeichnen, besondere Anforderungen an den Gaumen bedeutete sie jedoch nicht. Gerade die richtige Schärfe, nämlich die mittlere, wählten wir bei dem roten Curry mit Entenbrust. Jeder Bissen hinterließ ein angenehmes Brennen, ohne jedoch wirklich Schmerzen zu verursachen. Für die nötige Kühlung sorgte ein frisch-fruchtiger Riesling aus Niederösterreich, der uns durch seine animierende Säure auch noch Lust auf ein Dessert gemacht hätte. Doch nach dem Abräumen der leeren Teller schien uns der sonst so aufmerksame Service gänzlich vergessen zu haben. Deswegen verzichteten wir nach längerer Wartezeit darauf. Schade.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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