Detailansicht 2012

2011
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Auch wenn die Konkurrenz im vergangenen Jahr zugenommen hat, darf das Yohm nach wie vor als eines der besten und verlässlichsten Asia-Lokale der Stadt gelten – atmosphärisch zählt der Blick aus dem Obergeschoß auf die Peterskirche sowieso zu den nicht kopierbaren Assets. Küchenchef Andreas Fuchs und seine Mannschaft (aus allen Teilen des Kontinents) arbeiten mit kulinarischen Puzzlesteinen aus China, Vietnam, Thailand, Indonesien und sogar Indien. Das Ergebnis ist aber keine Fusion, sondern eine durchwegs überzeugende Palette an Gerichten, die Frische und Leichtigkeit zeigen sowie jene Intensität der Aromen und Gewürze, die Kenner an den asiatischen Küchen so schätzen. Besondere Meisterschaft beweist das Team im Umgang mit Fischen, in unserem Fall an zwei Branzino-Filets, das eine mit sündig-schwarzer Gung-Bao-Sauce, das andere mit raffiniert-vielschichtigem grünen Curry. Souveränen Umgang mit Klassikern zeigte Fuchs bei der scharf-zitronengrasigen Tom-Yam-Gung-Suppe und beim herzhaft-feinen roten Hühnercurry mit frischen Pilzen. Überzeugend auch die oft unterschätzten Wok-Gerichte: Beim Chili-Beef mit Pak Choi behielt das Fleisch seine rosige Saftigkeit, während das Gemüse ausreichend durchgegart war. Die Weinkarte erbrachte wieder einmal den Beweis, wie gut reife österreichische Weißweine mit der Schärfe von Asia-Gerichten zurechtkommen.

2010
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Warum also ist das Yohm so erfolgreich? Nun, vielleicht ganz einfach deshalb, weil es Küchenchef Fuchs (Österreicher) und seine Jungs (aus allen Teilen des Fernen Ostens) gelingt, eine unaufgeregt-kreative asiatische Küche zu bieten, die genauso beschaffen ist, wie es die Damen (vorwiegend) und Herren im Publikum im Urlaub zu schätzen gelernt haben. Der Fisch war wunderbar frisch und duftete nach Meer und Zitrone, die Lachs-Gurken-Maki-Kombination erfrischend und leicht. Ein Steinbutt mit grünem Curry durfte fast schon als perfekt bezeichnet werden, die Nudeln mit der delikaten Sauce Singapore und dem gebratenen Rindsfilet waren eine bunte Delikatesse, allerdings ein in seiner Größe und Mächtigkeit auch nur bei ordentlichem Appetit zu bewältigendes Gericht. Ach ja: Die Soft-Shell-Crabs sind die Reise nach Hongkong, äh, Wien, immer wieder wert. Köstlich soft und gut. Man liebt das im Winter mit Blick auf Kirche und Wiens schmale Gässchen ebenso wie im Sommer standesgemäß im kleinen Garten auf Teak, als wäre es ein Ressort irgendwo zwischen den Malediven und Bangkok. Die Weinkarte liefert ausreichend Alternativen zu Asahibier oder Grünem Tee. Der Service weiß mit diesen gekonnt umzugehen und schenkt dem Gast weit Besseres ein als in Wien ortsüblich.

2009
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Beim Betreten des Lokals erriecht man sofort: Hier wird frisch asiatisch gekocht. Thunfisch Sashimi und Tatar zergingen auf der Zunge, waren aromatisch, frisch und wunderbar würzig. Die danach gereichte Süß-Sauersuppe mit Tofu und Hühnerfleisch ebenfalls ein Geschmacksfeuerwerk mit genau dem richtigen Grad an Schärfe.Jakobsmuscheln mit chinesischem Kochsalat, auf den Punkt gebraten, der Salat mit Speck und Zitronengrasmarinade sehr fein abgeschmeckt. Der laut Karte knusprige Lachs erwies sich leider als gar nicht knusprig, harmonierte aber umso besser mit Ananas-Chutney und Spinatsalat. Der Höhepunkt des Abends war zweifellos das gegrillte Rib-Eye mit Pfeffersauce und Spargel. Sonderwünsche erwiesen sich als kein Problem, wie man überhaupt erwähnen muss, dass sich der Service überaus aufmerksam und wohlwollend zeigte. Die umfangreiche Weinkarte bietet nicht nur exzellente Getränke sämtlicher Destinationen, sondern vor allem auch jene Weine, die mit dieser aromareichen Pan-Asia-Küche wunderbar harmonieren. Der flüssige Schokoauflauf mit grünem Tee-Eis stellte den gelungenen Abschluss des Abends dar.

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Yohm Klaus Piber

Panasiatisch ist ja beinahe zum Schimpfwort verkommen, unzählige gesichtslose Lokale mit suboriginellen Namen und klebrigen Karten servieren einen wirren und billigen Mischmasch, der alles zu bieten scheint und nichts wirklich kann. Obwohl das Yohm grundsätzlich auch Versatzstücke von Japan über China bis Thailand listet, versteht sich Küchenchef Andreas Fuchs in seiner kleinen Küche wie kaum ein anderer auf dieses geographisch enorm breite Angebot. Ob Sushi, Wok oder Currys – hier beeindrucken Kochfertigkeit, Komplexität und Produktqualität, was sich im Preis niederschlagen muss. Einer gebratenen Entenrolle mit exzellentem Fleisch gibt Minze die Frische und Pflaumensauce die animierende Säure. Soft Shell Crabs stehen mittlerweile auf vielen Karten, hier serviert man sie in origineller Spielart als Makirolle mit Avocado und intensiver Erdnuss-Sauce. Nur ganz zart angebratener Kabeljau bekam mildes gelbes Thaicurry und Wasserspinat als Begleitung. Und ein Erdbeer-Maracuja-Parfait mit Schoko-Chili-Sauce erfreut mit schönem Süßsauer-Kontrast. Exzellente Weinauswahl, guter Service und der Blick auf die Peterskirche sind weitere Atouts des Lokals.

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