Einige Kilometer außerhalb von Leutschach gelegen, ist der Abel mit Sicherheit eine empfehlenswerte Adresse, und wir hoffen, dass sich auch in den kommenden Jahren an diesem Umstand nichts ändern wird. Doch für die neuerliche Vergabe einer Haube reichte es diese Saison leider nicht. Ein biederer Vogerlsalat mit Kernöl – wie man ihn in der Steiermark tausendfach bekommt – und eine Portion Vulkanoschinken eröffneten unser Essen auf qualitativ ansprechendem Niveau, doch zu deren Herstellung braucht man eigentlich keine große Küchenmannschaft. Der steirische Wurzelkarpfen mit Kren war in Ordnung, die ebenfalls bestellte Rindsroulade litt jedoch unter Trockenheit und ließ jede Zartheit vermissen. Nach diesem missglückten Hauptgericht setzten wir beim Dessert auf einen steirischen Klassiker: Vanilleeis mit Kernöl beendete unseren preisgünstigen Besuch.
Abels Andreas und Gabi Abel
Im liebevoll dekorierten Wirtshaus von Andreas und Gabi Abel ist die Küche nach kurzem Schlenkerer im Vorjahr wieder voll auf Kurs, Motto: Qualität vor Originalität. Das kann man sich gut gefallen lassen: Zum Auftakt gab es Geradliniges wie hausgebeizten Polarsaibling mit zarten Rahmgurken, als Hauptgang Fleischreiches wie Zweierlei vom Lamm – rosa gebratenes Kotelett und ein Bratenstück mit toller Sauce, dazu Wurzelgemüse und molligen Rahmsterz. Ein medium rare bestelltes Filetstück ließ den rosa Kern nur ahnen, zum Trost wurde dazu saftiges Kartoffelgratin und perfektes Röstgemüse serviert. Sehr schön (und üppig!) die gebrannte Kaffeecreme, Eis und Zitronensorbet ließen wir uns gerne schmecken.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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