Detailansicht 2012

2011
14 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Die Wirtshausschmankerln von Erich Lukas zeigen die gesamte Breite kulinarischer Möglichkeiten. Einerseits ausgezeichnete Grundprodukte mit Perfektion veredelt, andererseits auch wieder lukullisches Mittelmaß und geschmackliche Eigenheiten. Die kraftlose Tafelspitzconsommé und das aufgrund der großen Zwiebelstücke sehr rustikale Beef Tatar waren nicht der beste Einstieg für unser Menü. Die Variation aus Fluss und Meer (Räucherfisch und Thunfisch) sowie der Seesaibling schmeckten dafür wieder sehr gut. Getoppt wurden diese aber von ausgezeichneten Krautwicklern – Großmutter kann es nicht besser! Der Apfelstrudel 2010, als Neuinterpretation des Klassikers angekündigt, hat uns nicht begeistert. Der Gesamteindruck lässt leider nur eine Bestätigung der bisherigen Bewertung zu.

2010
14 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Mit Blick auf die Kulturhauptstadt Europas 2009 genossen wir das rustikal-angenehme Ambiente. Die Küche bot gute, regionale Gerichte, wobei die Fähigkeiten von Patron Erich Lukas lediglich beim Hauptgang wirklich aufgezeigt wurden. Die Einkehr-Impressionen – bestehend aus Hascheeknödel mit Erdäpfelsalat, Tafelspitzsulz mit Kernöl und einer Mousse vom Räuchersaibling – waren gelungene Vertreter der feinen Regionalküche, an geschmacklicher Raffinesse mit einem Kick Besonderheit mangelte es aber. Das Maisgickerl mit Trüffelrisotto war sehr gut und öffnete die Tür zum Kochhimmel einen Spalt. Enttäuscht wurden wir von den doch sehr festen Powidltascherln.

2009
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Bei unserem Besuch konnten wir uns des Gefühls nicht erwehren, im Raucherzimmer gelandet zu sein. Mittlerweile sehr unüblich und schade, dass haltlos geraucht werden darf, während wir am Nebentisch versuchten, den Duft unserer Vorspeise wahrzunehmen. Die Küche bewegte sich auf erwartetem Niveau, besonders die Kombination der Grammelravioli mit gebratener Jakobsmuschel und Schnittlauchsauce zeigte uns, wie man bodenständige Küche gekonnt verfeinert. Herzhaft und im Geschmack Gott sei Dank nicht vornehm zurückhaltend, erreichte uns der Capuccino vom Kren mit einem Steckerlfisch aus Garnelen. Auch die Beiriedschnitte in Kräuterkruste gefiel uns hinsichtlich ihrer Zubereitung, doch warum musste es ein Zweierlei vom Erdapfel als Beilage sein? Entweder Gratin oder Püree wäre besser gewesen, vor allem hätte man dann bei der Portionsgröße nicht so zurückhaltend sein müssen. Den geeisten Latte Macchiato könnte man sicher geschmacksintensiver zubereiten, dennoch war er dank seiner erfrischenden Wirkung gerade der richtige Abschluss für unser Essen.

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Verdi-Einkehr Helga und Erich Lukas

Von der weitläufigen Terrasse aus hat man einen ungewöhnlichen Blick: die rauchenden Schlote der Voest wirken mit den Lichterketten der Stadt, als wären sie speziell am Horizont montiert worden. Da das Verdi ausschließlich abends geöffnet hat, gehört die beleuchtete Skyline sozusagen zum Dekor. Auch die Küche, die Erich Lukas seinen Gästen bietet, ist auf einer imaginären Linz-Skala ganz oben angesiedelt. Erstklassige Produkte, schöne, klare Aromen, hohe Professionalität zeichnen sie aus, wobei in dieser Hinsicht kaum ein Unterschied zwischen dem eleganten Restaurant „Verdi” und der bodenständigen „Einkehr” besteht. Die Jakobsmuscheln mit Grammeltascherln, fast schon ein Klassiker, schmecken deshalb so gut, weil sich der feine Fischfond idealtypisch mit dem Schweineschmalz der Grammeln verbindet. Auch bei den mit Kalbfleisch gefüllten Krautwickeln ist es das delikate Safterl in Kombination mit dem Erdäpfelpüree, das den Reiz des Gerichtes ausmacht. Unter den Desserts finden sich immer wieder interessante Eigenkreationen wie die in den Aromen gut ausbalancierte Passionsfrucht-Valrhona-Schokoladeschnitte.

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