Schon seit 1959 kann man in der Roten Wand die Gastfreundschaft der Familie Walch genießen. Wir saßen in einer der gemütlichen, niedrigen Stuben und sahen dem Schneetreiben draußen zu. Gewärmt wurden wir gleich zum Start mit delikaten Grüßen aus der Küche, wobei uns besonders der geräucherte Saibling auf Lauch mit Orangencreme begeisterte. Ganz zart und weich war die pochierte und gebratene Kalbsleber mit Apfel und Zwiebelmarmelade – ein Gedicht! Generell zeichneten sich alle Fleischgerichte durch höchste Qualität, Zubereitung und harmonischen Geschmack aus. Leider konnten die Fischgerichte nicht ganz mithalten, so war die geräucherte Lachsforelle mit dem Forellensavarin etwas langweilig. Ausgesöhnt hat uns die Schaumsuppe von der Roten Rübe und die Wurzelschaumsuppe mit dem krossen Blutwurststangerl. Der Gamsrücken und -schlögel, serviert in zwei Gängen, war delikat, fein gewürzt und stammte sicher von den umliegenden Bergen. Der Bodensee-Zander wurde ebenfalls in zwei Gängen serviert, besonders fein war die pochierte Variante auf Mandarinen-Fenchel-Gemüse. Den klassischen ofenwarmen Buchteln mit Vanillesauce konnten wir nicht widerstehen, genauso wenig wie den intensiven Himbeer- und Erdbeersorbets.
Das Stammhaus des Hotels Rote Wand ist eigentlich ein altes Bauernhaus, dem im Laufe der Zeit An- und Neubauten das heutige Erscheinungsbild gegeben haben. Die Inneneinrichtung des Hotels ist modern, ohne kühl zu wirken, die kräftigen Farben, allen voran ein sattes Rot, geben den Räumen eine warme Note. Die Zimmer und Suiten wurden jüngst renoviert beziehungsweise ganz neu gebaut, ebenso wurde der Wellness- und Sportbereich neu gestaltet. Ein beheizter Außenpool hat besonders im Winter seinen Reiz, wenn man im Wasser relaxt und um sich die schneebedeckten Berge sieht. Vom Hotel kann man ganz leicht mit den Skiern zum Lift und somit zum Skizirkus Lech-Zürs gelangen.
Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität
Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität
Kommentare werden geladen...