Detailansicht 2012

2011
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Schon seit 1959 kann man in der Roten Wand die Gastfreundschaft der Familie Walch genießen. Wir saßen in einer der gemütlichen, niedrigen Stuben und sahen dem Schneetreiben draußen zu. Gewärmt wurden wir gleich zum Start mit delikaten Grüßen aus der Küche, wobei uns besonders der geräucherte Saibling auf Lauch mit Orangencreme begeisterte. Ganz zart und weich war die pochierte und gebratene Kalbsleber mit Apfel und Zwiebelmarmelade – ein Gedicht! Generell zeichneten sich alle Fleischgerichte durch höchste Qualität, Zubereitung und harmonischen Geschmack aus. Leider konnten die Fischgerichte nicht ganz mithalten, so war die geräucherte Lachsforelle mit dem Forellensavarin etwas langweilig. Ausgesöhnt hat uns die Schaumsuppe von der Roten Rübe und die Wurzelschaumsuppe mit dem krossen Blutwurststangerl. Der Gamsrücken und -schlögel, serviert in zwei Gängen, war delikat, fein gewürzt und stammte sicher von den umliegenden Bergen. Der Bodensee-Zander wurde ebenfalls in zwei Gängen serviert, besonders fein war die pochierte Variante auf Mandarinen-Fenchel-Gemüse. Den klassischen ofenwarmen Buchteln mit Vanillesauce konnten wir nicht widerstehen, genauso wenig wie den intensiven Himbeer- und Erdbeersorbets.

Das Stammhaus des Hotels Rote Wand ist eigentlich ein altes Bauernhaus, dem im Laufe der Zeit An- und Neubauten das heutige Erscheinungsbild gegeben haben. Die Inneneinrichtung des Hotels ist modern, ohne kühl zu wirken, die kräftigen Farben, allen voran ein sattes Rot, geben den Räumen eine warme Note. Die Zimmer und Suiten wurden jüngst renoviert beziehungsweise ganz neu gebaut, ebenso wurde der Wellness- und Sportbereich neu gestaltet. Ein beheizter Außenpool hat besonders im Winter seinen Reiz, wenn man im Wasser relaxt und um sich die schneebedeckten Berge sieht. Vom Hotel kann man ganz leicht mit den Skiern zum Lift und somit zum Skizirkus Lech-Zürs gelangen.

2010
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Der überwiegende Teil der Gäste lässt sich in den altmodisch-gemütlichen Stuben des Gasthofes Rote Wand eines der klassischen Fondues schmecken, während die Connaisseurs davon profitieren, wenn Küchenchef Sandro Gamsjäger seiner Kreativität freien Lauf lässt: Gurken-Espuma auf Rote-Rüben-Granité, dazu ein fein gebackenes Stück vom Tafelspitz. So sah der erste Küchengruß aus, dem Huhn mit Pastinakenschäumchen als weitere Aufmerksamkeit folgte. Das feine Aroma des knusprig gebratenen Wolfsbarschs und der Crepinette von Taube und Stubenkücken mit Gänseleber und Kirschen wurde durch das am Nebentisch im Fonduekessel brutzelnde Fett, dem ein penetrantes Odeur entströmte, empfindlich gestört. Die Hauptgerichte konnten uns diesmal nicht vollends überzeugen: Ein teils zäher bretonischer Hummer mit scharfer Melone „Charantaise Flamboyant und köstlichem Hummer-Eis sowie zwei winzige Stücke vom Seeteufel, gebraten und in wenig attraktivem Backteig, geschmacklich erschlagen von Rote-Rüben-Sauce, dem Modegemüse der Saison. Weiterhin unbestritten erfreulich der freundliche Service und das hervorragende Weinangebot.

Hinter der traditionell-biederen Fassade des Gasthofes Rote Wand gleich neben dem Kirchle in Zug verbirgt sich ein modernst eingerichtetes Hotel, in dem es den Gästen vom 1.500 m² großen Spa einschließlich geheiztem Outdoor-Dachpool bis zum Red Kids Club – Familienfreundlichkeit wird großgeschrieben – an nichts fehlt.

2009
16 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Gut, dass es in Zug die Rote Wand gibt. Denn so konnten wir in gemütlicher Atmosphäre ein angenehmes Abendessen genießen, während draußen ein unfreundlicher Schneesturm sein Unwesen trieb. Während wir das Spiel der Schneeflocken verfolgten, umsorgte uns die aufmerksame Servierbrigade mit frischem Quellwasser und einem fruchtigen Veltliner aus der Wachau. Der Einstieg gelang der Küchenmannschaft mit einem zarten Hirschkalbsrücken in Gänseleberkruste und einer cremigen Petersilienschaumsuppe inklusive Beef Tatar bestens. Der als Hauptgang gewählte Gamsrücken mit Lebkuchensauce und karamellisierten Topfennockerln war exakt gebraten, zart im Geschmack und perfekt gewürzt. Leider entsprach dessen Dimensionierung aber leider weder unseren Erwartungen, noch entsprach sie dem verlangten Preis. Den süßen, kalorienträchtigen Abschluss unseres Dinners bildete ein flaumiger Haselnussschmarren, der uns für den nächsten Skitag noch genügend Kraft gab.

Das Walser-Traditionshaus im Ortsteil Zug punktet neuerdings mit einigen interessanten Neuigkeiten: Der "red spa" Bereich bietet einen großzügigen Sauna- und Dampfbadbereich und der Außenpool ermöglicht auch bei arktischen Temperaturen ein wohliges Badevergnügen bei 32 °C. Ein eigenes Kinderprogramm sorgt dafür, dass auch den Kleinsten bei Schlechtwetter nicht langweilig wird.

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Rote Wand Josef Walch jun.

Aus einem einfachen Gasthaus wurde ein schickes Resort. Gut so, wenn in den Gaststuben die Zuger Tradition weiterlebt. Bei Minusgraden und klarem Sternenhimmel zieht man sich da gerne in gemeinsamer Runde zurück und lässt sich Fondue servieren, ein Kult-Essen, das heutzutage kaum mehr zu bekommen ist. Die zwei Hauben verdient die Rote Wand aber nicht fürs Rindfleisch in der heißen Suppe, sondern für die kulinarischen Elaborationen von Küchenchef Manuel Grabner. Zum Aufwärmen nahmen wir also eine Gams-Essenz von bezwingend aromatischer Dichte, ergänzt durch einen Apfel-Gamsleber-Knödel. Sehr gut. Es folgten Krebse aus dem Zuger Gebirgswasser mit Bärlauch-Buttersauce, und das gefiel uns so, dass wir zum Abkühlen der Euphorie ein Yuzufrucht-Sorbet einschoben. Keine Frage, dass dieser Koch weiß, mit welchen Produkten die internationale Spitze gerade an den Herd geht. So wunderte es uns auch nicht, dass wir die Taube in den klassisch modernen Ausführungen serviert bekamen: Keule gebacken mit Foie gras und Williamsbirne und die Brust als Crépinette mit Trüffeljus. Ein Dessert aus Rhabarber und Vorarlberger Bauerntopfen noch. Und dann wieder hinaus in die Winterkälte. (Im Sommer hat das À-la-carte-Restaurant übrigens geschlossen.)

Ein Arlberger Resort, wie es sich der vielreisende und verwöhnte Gast vorstellt. Cooles Design trifft auf altes Bauwerk. Alleine die Terrasse ist so, dass man hier gut eine Woche in der Wintersonne verbringen könnte und dabei komplett aufs Skifahren vergisst.

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