Reserviere man einen Tisch auf der Veranda, der Blick über Innsbruck wird es lohnen. Aber auch die Stuben verbreiten ein gemütlich-rustikales Flair, sehr stimmig. Auch der Service ist wieder von besonderer Aufmerksamkeit und Herzlichkeit, der Patron begrüßt die Gäste persönlich, und der aufmerksame Sommelier tröstet über die etwas zu übersichtliche und teilweise auch schon ausgetrunkene Weinkarte charmant hinweg. Leider war diesmal die Küchenleistung nur „brav". Die Lachs-Hummer-Terrine war genauso wie die Galantine vom Stubenhendl etwas beliebig und nicht so geschmacksintensiv wie erhofft. Dafür erwiesen sich sowohl das geschäumte Karfiolsupperl mit auf den Punkt gekochten Karfiolstücken als auch die Jakobsmuschel mit tomatisierten Fettuccine als geschmacklich sehr fein. Das Ochsenfilet Rossini wurde ungefragt leider quasi well-done serviert, das begleitende Erdäpfelgratin mit sanften Speckaromen war hervorragend, und auch der Limousin-Lammrücken zeigte sich zart gegart, begleitet von mediterranem Gemüse und Kräuterpolenta-Auflauf. Die Supplements aus der Küche – gebackenes Bries zum Lamm und gebratene Gänseleber zum Filet – waren eine nette Überraschung, aber leider zu durch.
Schöneck Alfred Miller
In der liebevoll renovierten ehemaligen Jagdresidenz mit heimeligen Stuben und hölzernen Veranden hat man einen schönen Blick auf die Dächer von Innsbruck. Die Tiroler Kochlegende Alfred Miller feierte kürzlich das Zehnjahres-Jubiläum seines Wirtshauses Schöneck. Mit seiner unkomplizierten Küche bietet er klassische und regionale Spezialitäten von höchster Qualität mit einmaligen Geschmackserlebnissen. Die Gäste können zwischen einem kleinen (klein ist hier aber stark untertrieben) Viergang- und einem großen Fünfgang-Menü wählen. Nach der Begrüßung mit einem ansprechenden Kalbszungensulzerl begannen wir mit feinem gebeizten Wildlachs mit Schwertfisch und Crevetten. Das geschäumte Hummersupperl mit Jungzwiebeln und Sesamstangerl schmeckte tadellos. Der Rücken vom Limousinlamm war perfekt zubereitet, Melanzani-Lasagne und Kräuter-Oliven-Polenta harmonierten damit sehr gut. Beim Dessert wurde uns ein köstlich schmeckendes Soufflé vom Tiroler Topfen mit Eisenkrautcreme und Erdbeereis empfohlen. Die Vinothek mit umfassender Weinauswahl und der kompetente Service sind durch die langjährigen Mitarbeiter bestens repräsentiert.
Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität
Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität
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