Detailansicht 2012

2010
12

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Nun hat sich doch einiges geändert im Hirschenwirt. Bis auf zwei ausgezeichnete Biere hat man sich vom Bio-Anspruch getrennt und sich auf österreichische Produkte beschränkt. Das müsste an sich ja keine unmittelbare Auswirkung auf das Küchenangebot haben. Was allerdings bei unserem Besuch auf den Tisch kam, ließ uns nicht mehr an die Haube denken. Die Frittatensuppe war nicht weiter erwähnenswert, die warmen Räucherlachspofesen mit marinierten Gurkennudeln schmeckten dafür recht gut und machten uns erwartungsfroh. Doch enttäuschend dann die bodenständigen Hauptgerichte: Der Champignonrostbraten entpuppte sich als ein dünnes, trockenes Stück Fleisch, das Fiakergulasch wurde mit der falschen Beilage serviert und erinnerte in nichts an ein Gulasch. Hellrosa Saft ohne Würzigkeit und Geschmack umkränzte mehrere Stück Rindfleisch. Die gebackenen Apfelradln mit Vanillesauce und Eis konnten ebenfalls nicht trösten. Immerhin ordentliches österreichisches Weinangebot, auch glasweise.

2009
13 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Alles bio, das ist nach wie vor die Parole im Hirschenwirt, auch nachdem die Achat Gruppe das traditionsreiche Wirtshaus übernommen hat. Die Befürchtungen der Stammgäste, dass sich mit der neuen Führung und Um- und Ausbau im Stil des Hauses etwas ändern könnte, haben sich nicht bewahrheitet. Im Gegenteil: Der Hirschenwirt ist schöner geworden und einen stimmungsvollen großen Gastgarten, eine Oase inmitten des tosenden Verkehrs der Bahnhofgegend, hat er auch noch dazu bekommen. Einzige Einbuße: Er sperrt jetzt erst um 16 Uhr auf, die Zeiten des günstigen Mittagstisches sind vorbei. Nach wie vor wird auf eine sehr ansprechende Art österreichisch gekocht: Kaspressknödel und Kasnocken im Pfandl, Krautfleckerl, Kalbsrahmbeuschel, Salzburger Bierfleisch und Ochsenschwanzragout, Blunzenknödel und Chicken Nuggets mit Pommes frites für die kleinen Gäste. Wir haben uns nach einem kräftigen Salzburger Suppentopf ein sehr ansehnliches Ochsenschwanzragout schmecken lassen, für die gebackenen Apfelradeln war da schon eher wenig Platz. Entwarnung also für die Skeptiker, die den Umbau lange Zeit argwöhnisch beäugt haben. Der Hirsch ist er selber geblieben.

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Hirschenwirt

Der traditionelle Hirschenwirt in der Bahnhofsgegend hält seinen Ruf als gemütliches und preiswertes Gasthaus mit einer treuen Stammkundschaft seit vielen Jahren. Dass ein Tisch mit jungen Amerikanern besetzt war, lässt vermuten, dass der Hirschenwirt auch schon als echtes Salzburger Gasthaus mit Erlebniswert empfohlen wird. Nicht zu unrecht: Der Schweineschopfbraten mit Kümmel-Schwarzbiersauce, Sauerkraut, Semmelknödel und Radisalat dürfte bei zarten Gemütern anhaltende Erinnerungen auslösen. Wir wählten eine Fischvariation aus Rotbarbe, Zander und Garnelen, die uns allerdings nicht überzeugte: Lieblos auf dem Teller aufgehäuft. Nicht die feine Klinge, aber brauchbare Verköstigung.

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