Detailansicht 2012

2011
18 Höchste Kreativität und Qualität, bestmögliche Zubereitung

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Simon Taxacher, der Juniorchef des Rosengartens, ist einer der jungen und ganz besonders ehrgeizigen Köche des Landes. Seit Jahren kocht er beständig und kreativ in seinem elterlichen Betrieb in Kirchberg nahe Kitzbühel. Im Laufe des Jahres 2010 erweiterte Taxacher diesen um 20 neue Suiten und Studios auf höchstem Niveau. Eine eigene Pianobar, ein Private Dining im vierten Stock des Hauses zählen ebenso dazu wie ein 1000 m² großer Spabereich. Alles luxuriös und aufwendig – und ganz schön mutig in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit. Zu Redaktionsschluss war der Umbau allerdings noch nicht abgeschlossen – wir sind gespannt, wie alles realisiert wurde. Wir speisten bei unserem Besuch im bis in den letzten Winkel durchdachten Restaurant. Hier wird nichts dem Zufall überlassen. Die Speisekarte ist eindeutig dem Luxus verpflichtet. Nur beste Zutaten finden Einlass in Taxachers Töpfe und Pfannen: Lamm aus dem Pauillac, Geflügel aus Mieral, Fisch aus der Bretagne. Der Aperitif mit hochwertigsten Champagnern (teuer!) wird glasweise vom Wagen serviert – dazu zur Verführung und nur für Gäste mit dickem Geldbörserl geeignet: Austern und Kaviar. Eine wohl gefüllte Geldbörse ist bei einem Besuch hier überhaupt nicht von Nachteil: Die Menüs sind mit € 115,– bzw. € 130,– keine Okkasion und auch die À-la-carte-Preise für Einzelgerichte – ab € 32,– für die günstigste Vorspeise – liegen weit über dem Verträglichen. Wir überließen Simon Taxacher die Wahl des Menüs und waren in der Tat überrascht, dass es ziemlich ähnlich wie im Vorjahr ausfiel. Als Vorspeise eine sehr gute Gänseleber mit zartbitterer Schokolade, allerdings in einen allzu süßen Geleemantel von Banyuls gehüllt, der kaum eine andere Komponente des Gerichtes zur Geltung kommen ließ. Als Zwischengericht Coquilles St. Jacques in zwei Arten: herrlich roh mariniert auf Avocado und geräuchert (leider viel zu viel Rauchmehl) mit orientalischer Corailwürze. Weiter ging es mit einem saftigen Bar de ligne in Haselnuss-Essiglack, Maronen und gehobelten Oliven. Wunderbar war der Rücken vom Weidelamm mit Anchovis und Bohnen, in Riesling Auslese geschwenkt. Die Käseauswahl vom Tölzer Kasladen ist wohlgepflegt und gut sortiert. Den süßen Abschluss machte ein Latte macchiato mit roter Banane und Passionsfrucht-Trüffel-Jus. Eine schöne Auswahl an kleinen Naschereien und verschiedensten Pralinen beendete den Reigen hochwertigster Köstlichkeiten.

Wir sind gespannt auf den neuen, gewaltigen Zubau zu Familie Taxachers traditionellem Drei-Sterne-Betrieb. Dort kann man nach wie vor in schlichten Zimmern zu verträglichen Preisen nächtigen. Sauna und wunderbarer Bergblick inklusive. Alles, was neu wird, ist den Ambitionen des ehrgeizigen Konzepts des jungen Küchenchefs angepasst. Luxuriöse Zimmer mit entsprechendem Spabereich, eigene Bar und die Möglichkeit für ein ganz privates Abendessen im vierten Stock des Hauses.

2010
18 Höchste Kreativität und Qualität, bestmögliche Zubereitung

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Der Weg vom Hoteleingang bis zum Restaurant mutet immer ein wenig wie ein Schritt durchs Stargate in die nächste Dimension an: von der Zirbenholz-und-Skischuh-Galaxie in die elegante Flüsterwelt des ernsthaften Dinierens. Schwarz gekleidete Kellner zupfen ihre weißen Handschuhe zurecht, die Austern ruhen auf einem eigenen Wagen, und wer Wasser will, muss erst aus einem knappen Dutzend unterschiedlicher Provenienzen wählen. Simon Taxacher kocht hier kompromisslos französisch, auf einem Niveau, mit dem er auch in Paris locker bestehen könnte. Kompromisslos heißt: Die Produkte stammen überwiegend nicht aus der Umgebung, sondern werden importiert – aus der Bretagne, aus der Bresse, dem Limousin, dem Périgord. Die Speisekarte bemüht sich erst gar nicht um Übersetzung von Begriffen wie „Bar de Ligne“ (mit der Leine geangelter Barsch, Anm.) oder „Sot-l’y-laisse“ (zwei besonders zarte und aromatische Stückchen vom Huhn, die sich in Mulden des Rückenknochens kurz vor dem Bürzel befinden). Auch die Kompositionen fordern dem Gast einiges an Konzentration ab, etwa wenn Scheiben von marinierter Gänsestopfleber mit Bitterschokolade geschichtet und mit traubig-süßsaurem Gelee des südfranzösischen Süßweins Banyuls überzogen werden. Ein Stück Kalbswange wurde 24 Stunden in Baroloessig braisiert und gewann dabei cremigen, intensiv fleischigen Schmelz. Das hohe handwerkliche Können zeigte sich auch bei Miniaturen wie der Millefeuille von Trüffel und Erdapfel oder der geflämmten Milchhaut mit Mieral-Taube. Der Hang zur Kleinteiligkeit kann auch ins Unverständliche kippen, in unserem Fall etwa bei den Cappelletti mit Maroni, gebackenem Sot-l’y-laisse und Périgord-Trüffel, wo die verbindende Idee zwischen den Elementen nicht erkennbar war. Ein reines Vergnügen war dafür das Tiroler Milchkitz in zwei Gängen – bodenständig und klar, aber sehr überzeugend im Miteinander von unterschiedlichen Texturen und der Kombination von Gartechniken. Insgesamt: große Küche.

Die Kitzbüheler Alpen sind bekannt als Ski-, Rad- und Wanderparadies. Mitten darin befindet sich das traditionelle Hotel Taxacherhof, mit schlichten, hellen Zimmern, die zeitgemäß eingerichtet sind und einen spektakulären Blick auf die umliegende Bergwelt bieten. Der neu renovierte Saunabereich strahlt in modernem, behaglichem Design und bietet Entspannung nach einem sportlichen Tag. Das Hotel empfiehlt sich auch für Tagungen und Feiern aller Art.

2009
17 Höchste Kreativität und Qualität, bestmögliche Zubereitung

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Simon Taxacher sorgt dafür, dass im Genießerrestaurant Rosengarten in Kirchberg die kulinarische Qualität nach wie vor konstant auf einem sehr hohen Niveau gehalten wird. Die Küchenlinie ist französisch mediterran, leicht, ideenreich und ausgesprochen kreativ, anspruchsvolle Gourmets sind hier gut aufgehoben. Schon das Gedeck war erwähnenswert, verschiedene Aufstriche mit Mangokorianderbutter, Steinpilzcreme und spanischer Schinken. Genauso spannend die Amuse bouches zum Thema Lachs, Lachstartare mit Lauchcreme, Lachssülzchen und gebackenes Lachssushi. Alles feinste Handarbeit, optisch und geschmacklich hervorragend. Nicht minder köstlich die Gänseleberpraline mit rotem Rübengelee und Beef Tatare, es folgten Mascarpone-Birnen-Ravioli mit Trüffel und geschmortem Chicoree mit Curry, die das Spiel mit Aromen und Konsistenzen hervorragend vereinten. Beim Taschenkrebs-Mango-Tatar auf Bärlauch-Gazpacho und Arganöl schmeckte der Bärlauch leider etwas zu bitter. Der Weidelammrücken mit Paprika-Ingwer-Kruste und Schmorgemüse war dann wieder sehr gut, das Gemüse wurde dekorativ in einer Form mit Gewürzteigdeckel serviert und erst am Tisch geöffnet, sodass sich die Aromen richtig entfalten konnten. Ausgezeichnete Fleischqualität auch bei der Ochsenschulter im Barolo-Schmorfond mit Kubebenpfeffer und Trüffelganache, ein Genuss. Erfrischend leicht und optisch ein Traum der Joghurt-Savarin mit Rhabarber und Himbeer-Hibiskus-Aufguss und die Knusperschnitte vom Mokka mit Mango-Tüffel-Jus und karamellisierten Haselnüssen ließ uns überhaupt restlos dahinschmelzen. Die Preise bewegen sich an der Schmerzgrenze, doch uns ist bewusst, dass diese hohe Handwerkskunst auch ihr Geld kostet. Eine exzellente Auswahl an österreichischen und internationalen Weinen, die kompetente Beratung und der freundliche Service rundeten unseren Besuch ab.

Das Hotel Taxacher Hof präsentiert sich als traditionsreich, behaglich und erholsam. Alle Gästezimmer sind zeitgemäß ausgestattet. Im Indoor-Wellness-Bereich können die Gäste nach einem aufregenden Skitag Wärme tanken. Neben einem Restaurant mit gutbürgerlicher Küche zieht das Gourmetrestaurant Rosengarten Freunde der Hochküche von weit her an. Das Hotel mit seinem professionellen Personal und moderner Technik empfiehlt sich auch für Tagungen. Eine Incentive Agentur organisiert Erlebnisprogramme für jede Saison.

zurück

Rosengarten Simon Taxacher

Taxacherhof neu: Nun spielt nicht mehr bloß das Restaurant in der Tiroler Spitzenliga mit, sondern das ganze Hotel, das den Gast mit Ruhe und Eleganz umfängt. Unser Weg führt aber nicht ins neue Spa, sondern in den Rosengarten, Herzstück der Simon Taxacher’schen Gipfelstürme um Ruhm und Ehre. Man kann da jetzt schon lange nicht mehr von einem jungen Talent sprechen, Simon Taxacher ist ein Mann, der weiß, was er will und worauf er hinauswill. Schafft er das auch? Ein paar Erkenntnisse zur Einleitung: Der Service hat sich in den letzten Jahren enorm verbessert, steht nun in einer Linie mit der Küchencrew, berät perfekt, schenkt ein, ist fast immer präsent und besitzt den nötigen Schmäh, damit der Gast nicht zu sehr in Ehrfurcht vor dem, was er am Teller und im Glas findet, erschauern muss. Denn, es muss gesagt werden, dies ist sehr oft wirklich bemerkenswert. Beginnen wir also: mit einem Glas aus einer Auswahl von, wir haben nicht mitgezählt, einem gefühlten Dutzend Spitzenchampagnern. Die werden in einer schwarzen, eleganten, offenen Champagnerlimousine herangekarrt. Darauf Austern und für Taxacher eigens abgefüllter Imperialkaviar. Ein Löffel davon € 40,-. Ja, wenn es denn sein soll. Dazu ein Blini und etwas Erdäpfelpüree: eine zart-luftige Schaumangelegenheit. Köstlich. Noch vier Portionen davon und man könnte nach Hause gehen. Sollte man aber nicht, denn die Küche hat noch einiges im Talon. Eine Gänseleber-Schokolade-Vorspeise etwa von bezwingender Aromatik, aber auch von ebensolcher Üppigkeit. Das kann zum Problem werden, wenn sich die Speisenfolge über mehrere Stunden hinzieht und man wegen der langen Wartezeiten beim Hauptgang schon ziemlich ermüdet und dreimal gesättigt ist. Hieran gilt es zu arbeiten. Um unsere Leser nicht überzustrapazieren, daher nur ein paar Auszüge aus einem durchaus spannenden Menü: Taschenkrebs und Langostino, Letzterer von zarten Fäden umschlungen, frittiert, köstlich mit einem asiatischen Grundaroma, Ersterer mariniert, bestes Produkt, Avocado. Ein Höhepunkt: Lotte de mer aus der Bretagne von einer selten erlebten Qualität, angegrillt, saure Nashibirne, grüner Bohnensaft und ein fantastisches Sidedish: Sardine. Köstlich ebenso: die Kalbswange, 24 Stunden in Barolo braisiert, mit Chicorée und Artischockenaromen, wobei sich hinter diesem Titel wiederum zahlreiche Volten und Ideen der Zubereitung verbergen. Eine Wildente gerät etwas zäh. Der Käse vom Besten. Und als wir dann den Savarin vom Champagner beendet haben, inklusive einem fulminanten Prédessert, freuen wir uns auf einen Digestif, vielleicht auch einfach einen Tee, und nachher – nichts. Doch schon kommen da die Petits fours und Schokoladen-Variationen. Wenn das nicht alles so gut schmecken würde ...

Das neu eröffnete Hotel ist ein charmanter Rückzugsort für Erholungsuchende. Edles Design zieht sich durch das ganze Haus, unaufdringlich und elegant sind auch die exklusiven Zimmer und Suiten – ausgestattet mit besten Materialien und traumhaften Betten. Großes Vergnügen bietet auch der Spabereich mit Sauna, Dampfbad und Teebar. Wohltuende Behandlungen, besonders im Rosen-Private-Spa für zwei sind sehr empfehlenswert. Verwöhnung pur.

Kommentare

Kommentare werden geladen...



Newsletter abonnieren

Zur Anmeldung