Simon Taxacher, der Juniorchef des Rosengartens, ist einer der jungen und ganz besonders ehrgeizigen Köche des Landes. Seit Jahren kocht er beständig und kreativ in seinem elterlichen Betrieb in Kirchberg nahe Kitzbühel. Im Laufe des Jahres 2010 erweiterte Taxacher diesen um 20 neue Suiten und Studios auf höchstem Niveau. Eine eigene Pianobar, ein Private Dining im vierten Stock des Hauses zählen ebenso dazu wie ein 1000 m² großer Spabereich. Alles luxuriös und aufwendig – und ganz schön mutig in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit. Zu Redaktionsschluss war der Umbau allerdings noch nicht abgeschlossen – wir sind gespannt, wie alles realisiert wurde. Wir speisten bei unserem Besuch im bis in den letzten Winkel durchdachten Restaurant. Hier wird nichts dem Zufall überlassen. Die Speisekarte ist eindeutig dem Luxus verpflichtet. Nur beste Zutaten finden Einlass in Taxachers Töpfe und Pfannen: Lamm aus dem Pauillac, Geflügel aus Mieral, Fisch aus der Bretagne. Der Aperitif mit hochwertigsten Champagnern (teuer!) wird glasweise vom Wagen serviert – dazu zur Verführung und nur für Gäste mit dickem Geldbörserl geeignet: Austern und Kaviar. Eine wohl gefüllte Geldbörse ist bei einem Besuch hier überhaupt nicht von Nachteil: Die Menüs sind mit € 115,– bzw. € 130,– keine Okkasion und auch die À-la-carte-Preise für Einzelgerichte – ab € 32,– für die günstigste Vorspeise – liegen weit über dem Verträglichen. Wir überließen Simon Taxacher die Wahl des Menüs und waren in der Tat überrascht, dass es ziemlich ähnlich wie im Vorjahr ausfiel. Als Vorspeise eine sehr gute Gänseleber mit zartbitterer Schokolade, allerdings in einen allzu süßen Geleemantel von Banyuls gehüllt, der kaum eine andere Komponente des Gerichtes zur Geltung kommen ließ. Als Zwischengericht Coquilles St. Jacques in zwei Arten: herrlich roh mariniert auf Avocado und geräuchert (leider viel zu viel Rauchmehl) mit orientalischer Corailwürze. Weiter ging es mit einem saftigen Bar de ligne in Haselnuss-Essiglack, Maronen und gehobelten Oliven. Wunderbar war der Rücken vom Weidelamm mit Anchovis und Bohnen, in Riesling Auslese geschwenkt. Die Käseauswahl vom Tölzer Kasladen ist wohlgepflegt und gut sortiert. Den süßen Abschluss machte ein Latte macchiato mit roter Banane und Passionsfrucht-Trüffel-Jus. Eine schöne Auswahl an kleinen Naschereien und verschiedensten Pralinen beendete den Reigen hochwertigster Köstlichkeiten.
Wir sind gespannt auf den neuen, gewaltigen Zubau zu Familie Taxachers traditionellem Drei-Sterne-Betrieb. Dort kann man nach wie vor in schlichten Zimmern zu verträglichen Preisen nächtigen. Sauna und wunderbarer Bergblick inklusive. Alles, was neu wird, ist den Ambitionen des ehrgeizigen Konzepts des jungen Küchenchefs angepasst. Luxuriöse Zimmer mit entsprechendem Spabereich, eigene Bar und die Möglichkeit für ein ganz privates Abendessen im vierten Stock des Hauses.
Höchste Kreativität und Qualität, bestmögliche Zubereitung
Höchste Kreativität und Qualität, bestmögliche Zubereitung
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