Detailansicht 2012

2011
14 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Im denkmalgeschützten Haus im Oberdorf harmonieren Alt und Neu, neue Akzente setzt Hausherr Michael Ritter architektonisch, aber auch kulinarisch. Seit 2010 ist Gerald Leininger Küchenchef. Seine Stärke: ehrliche, kreative österreichische Gerichte, zubereitet mit regionalen Produkten, deren Lieferanten auf der Karte angeführt werden. Die fünfgängige „Verwalter-Reise“ ist auch kleiner portioniert als „Lady-Menü“ zu haben. Der Vogerl- und Rucolasalat mit geröstetem Baguette, Speckstreifen, Spargel und Wachtelei war köstlich mariniert, hervorragend die Frischkäseterrine mit Gartenpesto, Tomatencarpaccio, Gemüseratatouille und Kaltwassergarnelen. Die klare Rindsuppe mit gebackenem Brätknöderl und flaumigem Grießnockerl gut mit Sherry verfeinert, fein schaumig die Kartoffelsuppe, stimmig ergänzt mit knusprigem Kaninchenfilet. Beste Fleischqualität beim Filetsteak vom Lava-Grill auf gebratenem Spargel mit raffiniertem Apfel-Erdäpfel-Gratin und dem Lammrücken mit knackigem Gemüse und ausgezeichneter Zitronen-Oliven-Polenta. Der kalt-warme Dialog von der Schokolade schmeckte ebenso wie das erfrischende, hausgemachte Eis und die Sorbets. In der Vinothek lagern tolle europäische Weine zu fairen Preisen. Die neun hauseigenen Zimmer wurden jüngst neu ausgestattet.

2010
14 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Der „Verwalter hat sich einen Spitzenplatz in der Dornbirner Gourmetszene gesichert. Neben dem Tagesmenü (drei bis sechs Gänge) und der übersichtlichen, feinen Karte mit Spezialitäten der heimischen und mediterranen Küche, empfehlen die freundlichen, kompetenten Damen im Service noch Tagesgerichte wie gebratenes Salzwiesenlamm aus den Pyrenäen. Zu Beginn wurde hausgemachtes, knusprig gebackenes Brot mit Olivenöl und Gewürzmischung serviert – eine willkommene Abwechslung zu Butter und Aufstrich. Wir wählten zur Vorspeise eine Terrine vom Maibock mit köstlichem Spargel-Kräuter-Salat und Kürbis-Relish sowie eine geschmacklich ausgezeichnete Kräuterschaumsuppe samt ligurischem Olivenöl und Ricottaravioli mit dem Wermutstropfen, dass die Suppe nur lauwarm auf den Tisch kam. Heiß und tadellos die hausgemachten Tagliolini mit mediterranem Thunfischsugo und Kräutern. Nicht zu übertreffen war das kross gebratene Filet vom Zander auf Amalfi-Zitronen-Risotto und Spargel – perfekt gegart der frische Fisch, fein abgestimmt das Risotto, knackig der Spargel. Dem Käseliebhaber wird eine exklusive Selektion von Maitre Eric Levébre aus Paris vom dekorativen Käsewagen geboten, die Lasagne von Limonen-Mascarpone-Creme und Vanille-Crépes schloss unser Essen wunderbar leicht ab. Bei etwas mehr Konsequenz ist eine zweite Haube in greifbarer Nähe.

2009
14 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Glückliches Dornbirn, dass eines seiner wenigen verbliebenen Original-Rheintalhäuser gefühlvoll renoviert und seiner ursprünglichen Bestimmung zugeführt wurde! Die Stuben sind nieder und gemütlich, die Terrasse mediterran anmutend. Chef und Kochbuchautor Michael Ritter kreiert die passende Küche dazu. Er kocht klassisch mit südlichem Touch, der Gast kann seine Gerichte aus den Segmenten "Typisch regional" und "Empfehlungen heute" auswählen. Die Lieferanten sind auf der Karte angeführt, der neu eingerichtete Käsetisch wird vom Affineur Waltmann bestückt. Gut gefiel uns die geeiste Gazpacho vom geräucherten Paprika. Bewusst mild geriet die geräucherte Bachforelle mit Sauerrahm-Gurkensalat und Kaviar. Etwas neutral schmeckten die al dente-Maccaroni mit frischen Eierschwammerln und Kräuterrahm, ein bisschen zu trocken die Grenaille-Kartoffeln im Gröstl mit Pilzen und Meauxsenf-Sauce. Das butterzart geschmorte Brasato vom Bio-Rind mit von Kräutern duftender Bramata-Polenta war stimmig gewürzt, das Ananassorbet ließ Eigengeschmack leider vermissen. Freundlich, flink und kompetent der Service, reichhaltig die Weinauswahl und kuschelig die Gästezimmer.

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Der Verwalter Michael Ritter

Einfach wohlfühlen, das geht gut im „Verwalter“, auf der angenehmen Terrasse im Sommer oder in traditionsgeschwängerter, holzgetäfelter Stube an kälteren Tagen. Immer wieder beeindrucken Vorspeisen, Suppen und Desserts auf sehr hohem Niveau, wobei leider die Hauptspeisen nur selten mithalten können. Der wunderschön angerichtete Frühlingsblattsalat mit Feigensenfdressing und Ziegenkäse im Speckmantel war ebenso wie der Gourmetsalat mit gebratenem Felchen die reine Freude, und die elegante Spargelschaumsuppe mit Curry vertiefte den zufriedenen Gesichtsausdruck. Der ein bisschen verschwand, als das die Kaumuskeln fordernde Entrecôte vom Hochlandrind mit trockener Oberfläche, leichtem Kohle-Aroma vom Lavakohlengrill und zu hartem und schon sehr belanglos schmeckendem Spargel präsentiert wurde. Innen war das Stück zwar saftig, doch schien das betreffende Rind ein Hochländer von eher sportlichem Naturell gewesen zu sein. Mit etwas klebrigem, geschmacklich aber feinem Schokoladesoufflé, das von hervorragendem Eis begleitet wurde, kehrte das kurzfristig verloren gegangene Lächeln aber wieder zurück.

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