Schon seit Jahrzehnten hüllt sich diese kleine, feine Lokalität in apartes Mintgrün und erfrischt immer wieder mit seinem originellen, geradlinigen Küchenstil, der Service ist schon lange bestens eingespielt. Schon das Amuse gueule überzeugte in Geschmack und eigenständiger Zusammensetzung mit einer kleinen Frühlingsrolle und gebackenem Ochsenschlepp. Weiter ging es mit einer Trilogie von Süppchen, serviert in kleinen Kaffeetassen, in den Geschmacksrichtungen Gansleber, Languste und Spargel, von wunderbarer Konsistenz und perfekter Würzung. Der Salat mit Hummer gab sich nicht knausrig, großzügig komponiert, perfekt mariniert und garniert mit blättrig geschnittenen, kleinen Artischocken. Auch Seezunge und Saibling waren von äußerst gekonnter Zubereitung. Der Topfen-Mohn-Schmarren erwies sich als großzügig portioniert und von flaumiger Konsistenz. Unverkennbar auch das Apfel-Calvados-Sorbet und das Honigeis. Solche klaren Geschmäcker machen Vergnügen. Generell ist der Besuch im Purzelbaum immer wieder ein freudiges Ereignis für den anspruchsvollen Gaumen.
Purzelbaum Aglassinger & Partner
Die Dichte an guten Lokalen in Salzburg und Umgebung ist groß. Dass sich das Restaurant Purzelbaum schon seit vielen Jahren in der Gunst der Gäste behaupten kann, zeugt von der Qualität der Küche, die die Esser zu schätzen wissen. Weder trendig noch zu rustikal ist die gediegene Einrichtung und obschon alt, nicht in die Jahre gekommen. Man steigt zwei, drei Stufen hinab ins Lokal und fühlt sich gleich willkommen. Das mag an der gemütlichen (mint-)grünen Einrichtung oder an dem sehr freundlichen Personal liegen, aber es funktioniert. Einzige Einschränkung, große Personen sitzen auf der fix installierten Bank unbequem und hier empfiehlt sich ein Sesselplatz. Die Küchenlinie ist traditionell, ob als Vorspeise Carpaccio vom Milchkalb mit Bärlauch-Pesto, Frühlingssalat mit Wachtelbrüsterl oder als Hauptgang Wolfsbarschfilet mit Estragonsauce, Entrecôte oder Fisch. Mit den Zutaten wird sensibel umgegangen, und die Garpunkte passen sowohl bei Fisch als auch beim Fleisch. Wer es lieber etwas weniger traditionell möchte, wird seine Freude mit dem marinierten Oktopus mit Vogerl-Frisée-Salat oder mit dem Scampispieß mit Zitronengras-Curry-Melange haben. Intensiv, aber doch harmonisch am Gaumen. Die Weinkarte wurde bei unserem Besuch leider gerade umgestellt. Aber neben österreichischen Weinen findet sich auch der eine oder andere Franzose auf der Karte.
Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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