Detailansicht 2012

2011
16 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Das Amuse bouche ließ es bereits erahnen, Thomas Guggenberger und sein Team waren in Höchstform: Die Paradeiserkaltschale, gekrönt von einem Espumahäubchen, hatte jene süßlich-aromatische Note, wie man sie bei dieser früher zu Recht Paradiesapfel genannten Frucht liebt, aber dank der „Errungenschaften“ der auf Gewinn-Maximierung orientierten Landwirtschaft nur mehr selten schmeckt. Bei den auf Buchenholz geräucherten Jakobsmuscheln mit Kaffir-Eis und Erdäpfel-Baumkuchen bewies Guggenberger nicht nur eine Neigung zu filigraner Küchenkunst. Das Erkennungsmerkmal des heiligen Jakob war auch in jeder Hinsicht ein geschmackliches Erlebnis, das dekadente Naturen auf Wunsch mit einem Klecks Osietra-Kaviar abrunden können. Etwas bodenständiger und der Küche des nicht sehr fernen Mittelmeers verpflichtet, präsentierte sich der Hauptgang. Die Seeteufelmedaillons im Ratatouillefond mit heurigen Erdäpfeln und Sauce Aioli überzeugten in Qualität wie Ausführung. Das Dessert gestaltete sich wieder verspielter, die Schokoladetarte mit Holunder ließ keine Wünsche offen. Der Service präsentierte sich heuer aufmerksam und kompetent, ohne dabei aufdringlich zu wirken.

Der Karnerhof mit seinem bezaubernden Blick auf den Mittagskogel bietet vom Einzelzimmer bis zur Suite Räumlichkeiten für jeden Bedarf. Ein neu gestalteter Wellnessbereich mit einer Energie-Insel, wo weiches Bio-Licht die Serotonin-Ausschüttung anregen soll, hilft auf der Suche nach Entspannung. Auf Golfbegeisterte warten in unmittelbarer Nähe des Hotels zehn Plätze mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Für Freunde der aufregenden Küche von Thomas Guggenberger gibt es als eigenes Package die „Gourmet Night“ zu buchen, aber auch auf Seminar-Gäste wartet eine angenehme Überraschung: Neben den üblichen Konferenz-Räumlichkeiten hat der Karnerhof auch eine eigene Seminar-Terrasse zu bieten.

2010
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Das Ambiente hat Stil, der Blick von der Terrasse auf Faaker See und Mittagskogel ist einzigartig, die Küche (nach einem kleinen Knick) wieder auf hohem Niveau solide, was sich in den gehobenen Preisen widerspiegelt. Ein buntes Schäumchen da, eine pikante Kugel Eis dort, alles hübsch arrangiert und mit Balsamico-Malerei am Teller: Thomas Guggenberger lässt das Auge auch etwas davon haben, sorgt aber gleichzeitig dafür, dass man seiner Kreationen nicht satt wird. Saftig und zart war die Wachtel mit knackigen Eierschwammerln, den Tuna begleitete ein erfrischender Eukalyptusschaum, eine gelungene Kombination war der (in mehreren Aggregatzuständen auftretende) Karfiol mit Garnelen. Räucherlachs ist zwar kein neuer, aber angenehmer Partner für vieles – seine Qualitäten zeigte er hier etwa als Knöderl in der Petersilschaumsuppe. Kalt-warm, ein Kontrast, den wir bei Steak unter der Erdäpfelpüreehaube – gekrönt von einem sehr pointiert abgeschmeckten Beef Tartar – zu schätzen lernten. Die auf der (ansehnlichen) Karte versprochene Weinberatung überforderte bedauerlicherweise das junge, sehr flotte Serviceteam. Beim Käseangebot werden nun ausschließlich österreichische Produkte geführt.

Das weitläufig angelegte Vier-Sterne-Hotel direkt am Faaker See bietet vom Familienurlaub über Sporterlebnistage bis hin zum Business-Seminar ein breites Spektrum. Anlaufstelle für alle Zielgruppen ist der neu errichtete Spa- und Wellnessbereich mit verschiedensten Relax- und Beautyanwendungen. Für die Kinder ist ein eigener Bereich mit Betreuung vorgesehen. Zahlreiche Packages für alle Zimmerbereiche, gestaffelt nach Jahreszeit und Thema, runden das Angebot ab.

2009
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Die Götzlstube im Karnerhof ist bislang stets ein Garant für kreative Küche auf gleichbleibend hohem Niveau gewesen. Umso enttäuschter mussten wir heuer doch einen deutlichen Qualitätsverlust bemerken. So konnten wir dem Kalbshaxerl mit weißer Polenta und Sommertrüffel mehr Grobfasrigkeit und Geschmacklosigkeit, denn Finesse und Zartheit attestieren. Das Vitello tonnato "nach Art Karnerhof" bestand aus einem sehr zarten Kalbscarpaccio mit Kapernespuma, die Kalbsröllchen mit Thunfischfülle gerieten aber zu trocken. Die Navarin vom Lammrücken mit Pilzen und Erdäpfelnudeln war eindeutig zu durchgebraten und ließ - wenn auch geschmacklich sehr gut - Zartheit vermissen. Vom Geschmackserlebnis sehr intensiv, aber zu sehr vom Speck dominiert, war hingegen das gebratene Wolfsbarschfilet. Wie immer ganz wunderbar schmeckte die Komposition "Alles von der Schokolade" mit einem zarten Mousse, einem perfekt abgestimmten Parfait und dem flaumigen warmen Schokokuchen. Da wir um die Kochkunst von Thomas Guggenberger Bescheid wissen, würden wir uns wieder etwas mehr Aufmerksamkeit bei der Abstimmung seiner Gerichte wünschen.

Das weitläufig angelegte 4-Sterne-Hotel direkt am Faaker See bietet vom Familienurlaub, über Sporterlebnisstage bis hin zum Business-Seminarhotel ein breites Spektrum. Anlaufstelle für alle Zielgruppen ist der neu errichtete Spa- und Wellnessbereich mit verschiedensten Relax- und Beautyanwendungen. Für die Kinder ist ein eigener Bereich mit Betreuung vorgesehen. Zahlreiche Packages für alle Zimmerbereiche, gestaffelt nach Jahreszeit und Thema, runden das Angebot ab.

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Götzl-Stube Fam. Melcher

Zweifellos: In der mit Bildern des Namensgebers aufgeputzten Götzlstube sitzt man zwar angenehm, aber ein Platz auf der Terrasse mit Blick auf See und Mittagskogel ist halt nicht zu toppen. Und den Tag, an dem Küchenchef Thomas Guggenberger nicht in Form ist, scheint es nicht zu geben. Die Karte ist überschaubar, die Menüs (und das Weinangebot) verlocken. Umso mehr, als die ausgekoppelten Gänge durchwegs im Hochpreissegment (Hauptgericht 31 Euro) angesiedelt sind. Alle drei Menü-Varianten „light“, „classic“ und „gourmet“ waren im besten Sinne leicht, umgarnten mit raffiniertem Kräutereinsatz, bunten Espumas vom Amuse-bouche-Campari bis zu weißen Tomaten und gediegener Präsentation: Architektur am Teller wie „Kärntner Fluss und See“ mit Signalkrebs punktete auch mit dezentem Karfiol-Parfait, geräucherten Pointen und zartfleischigem Kärntner Laxn. Bei Surf und Turf (Kalbsfilet und Garnelen) buhlten Vanillebaumkuchen, Lavendelflagge und beerige Tomaten in Ribiselgröße um Aufmerksamkeit. Herzhaftes Sommerfeeling provozierte der krosse Zander auf Paprikagemüse. Extralob für die verführerischen Desserts: Augen- und Gaumenweiden, allesamt.

im Karnerhof

Ein Ort der Entschleunigung: Durch einen sattgrünen Laubengang betritt man das Wellness- und Genießerhotel, die niedrige Raumhöhe vermittelt etwas Heimeliges, der Blick auf den Faaker See und das dahinterliegende Gebirgspanorama ist bezaubernd. Die Zimmer und Suiten sind hübsch strukturiert, umfangen mit warmen Farben und bieten alles, was dem gediegenen Komfort des Vier-Sterne-Hauses entspricht. Großes Freizeitangebot.

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