Detailansicht 2012

2011
14 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Es ist immer schön, zu Gastgebern zu kommen, die sich mit Herzlichkeit und Freude darum bemühen, ihre Gäste zu verwöhnen. Auch als Fremder wird man wie ein alter Freund des Hauses begrüßt und ebenso umsorgt. Doch nun zum Wesentlichen, zum Essen: Der Gruß aus der Küche bestand aus dreierlei Miniaturen, die jedem Luxusrestaurant Europas zur Ehre gereicht hätten. Besonders bemerkenswert dabei die subtil gewürzte Sulz von heimischen Fischen. Fein auch die sämige Kokos-Curry-Suppe mit gebackener Garnele. Das Champagnerkraut, auf dem die Mini-Grammel- und Selchfleischknödel serviert wurden, hätte etwas mehr Biss und Säure vertragen. Köstlich dann die vom Chef selbst gepflückten Parasole, die klassisch in Panier gebacken mit Schnittlauchsauce zu Tisch kamen. Sehr gut auch unsere beiden Hauptgerichte, Steinpilztortellini mit Salat und ein zartrosa gegarter Lammrücken auf Erdäpfelpüree. Ordentlich, aber vergleichsweise langweilig die Schokolade-Honig-Mousse auf Erdbeer-Eierlikör-Creme zum Dessert. Dass man uns dann auch noch den Sonderwunsch eines türkischen Kaffees erfüllen konnte, passt zum Engagement dieses sympathischen Hauses.

2010
14 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Eine verlässliche Adresse in St.Pölten, wobei wir uns immer gerne fragen, wo die Leute dieser Stadt eigentlich essen gehen, denn wirklich groß ist das einzige bemerkenswerte Restaurant hier ja auch nicht gerade. Patron Robert Langeneder führt seine Galerie mit Stil und Gastfreundschaft. Das Angebot der Karte erweist sich dabei so, dass jeder fündig wird. Top die Qualität beim Thunfisch, lobenswert Schweinsfilet mit Oliven, Kaninchen mit Jakobsmuscheln (gewagt, aber gut) oder weißes Scherzel (ein Galerie-Klassiker) mit Eierschwammerl. Feine Weine, ebenso erfreulich sind Service und Empfang.

2009
14 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Am Rande der Fußgängerzone von St. Pölten liegt die Galerie mit den gemütlich und wohnlich eingerichteten Stuben. Hier trifft sich neben Geschäftsleuten auch die Stadtprominenz. Die freundliche Begrüßung erfolgt durch den Besitzer und Küchenchef Robert Langeneder persönlich. Wir erhielten als Gruß aus der Küche ein mariniertes Lachscarpaccio und ein kleines Rehknöderl. Die übersichtliche Speisekarte hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Wir wählten das Feinschmeckermenü und begannen mit einem Sülzchen vom Wildlachsfilet mit einer pikanten Paprikavinaigrette. Nach der intensiven, klaren Rindsuppe mit Frittaten entschieden wir uns für die bei Tisch angebotenen, frischen Parasolpilze, die dann leider mit einer zu starken Panier serviert wurden. Gut gefiel uns auch das perfekt rosa gebratene Thunfischsteak, das Eierschwammerl-Gröstl besaß allerdings wenig Geschmack. Die abschließenden Topfennockerl mit Rahmfrüchten waren wieder ebenso hervorragend wie das dunkle Schokoladen-Honigmousse auf Erdbeermark und Früchten. Die Weinkarte ist umfangreich, im nostalgischen Ambiente mit dem freundlichen Service kann man sich durchaus wohl fühlen.

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Galerie Robert Langeneder

Der Gruß aus der Küche ist, wir wissen es, einerseits als Willkommensgeste, andererseits als erster Qualitätsausweis zu verstehen, der uns auf die folgenden Genüsse einstimmt. In diesem Fall bestand das Amuse gueule aus einer versalzenen Eierspeise auf zwei Radln Wurst, einem Mini-Fleischlaberl mit Kraut und einer nahezu rohen Scheibe Spargel mit einem Spritzer Balsamico drauf, was insgesamt so wirkte, als hätte uns ein Angeheiterter zur Begrüßung auf die Schulter geprackt. Leider sollte sich das als passendes Vorzeichen für alles andere erweisen: Die als Vorspeise bestellten Garnelen auf Blattsalat erwiesen sich als Riesenhaufen Salat mit vier in zweifelhaftem Öl herausgebackenen Teilen, die nur mit Mühe als Garnelen zu identifizieren waren. Das weiße Scherzl vom Lackenhofer Almochsen, angeblich eine Spezialität des Hauses, kam als reichlich trockenes Stück Rindfleisch an den Tisch, begleitet von einem faden Erdäpfelschmarren und einer Schnittlauchsauce, die praktisch nur aus Mayonnaise bestand. Und was jetzt genau an dem Arrangement aus Selchfleisch- und Grammelknödel auf Sauerkraut (das wir in jedem Dorfwirtshaus in besserer Qualität bekommen hätten), die Bezeichnung „Variation“ rechtfertigte, bleibt ein Rätsel. Auf das Bestellen einer Nachspeise verzichteten wir weise.

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