Der Gasthof Klinger scheint eine kulinarische Auferstehung zu feiern: Eine kleine und sachkundig zusammengestellte Speisekarte sowie offen ausgeschenkter Champagner sprachen schon zu Beginn eine eindeutige Sprache. Wir stärkten uns zu Beginn mit einer kleinen Portion Lasagne sowie mit dem russischen Nationalgericht Borschtsch, das mit reichlich Einlage und kräftigem Geschmack alle Sinne auf Vordermann brachte. Der Schweinsbraten mit Mehlknödel und Stöcklkraut sowie die geschmorte Hasenkeule mit Rotkraut hätten zwar um eine Nuance zarter besser geschmeckt, im Zusammenhang mit den ausgezeichneten Saucen gefielen aber beide Gerichte. Nach der riesigen Portion Somloer Nockerln bedurfte es zwecks besserer Verdauung auch noch eines kleinen Schnapserls. Aufmerksamer und ländlich-freundlicher Service.
Gasthof Klinger Ing. Wolfgang Klinger
Der Traditionsgasthof Klinger ist nach wie vor ein beliebter Treffpunkt im Herzen des Hausruckviertels. Bodenständige Gerichte und Schmankerl mit italienischem Einschlag werden den meist einheimischen Gästen geboten. Vom Seniorchef freundlich begrüßt und aufmerksam serviciert, begann die Küchenreise mit Tagliatelle mit pikantem Lammsugo. In Kombination mit einem Piemonteser vom Weingut Gaja ein echter Genuss. Der Kalbsbraten mit Reis und Petersilkartoffeln konnte hingegen weniger überzeugen. Der frische Spargel mit Butter und Kräutern war geschmacklich gut, nur leider zu lange gekocht. Dafür versöhnten uns die üppig schokoladigen Somloer Nockerln. Die Weinkarte bietet viele österreichische und einige internationale Kreszenzen.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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