Detailansicht 2012

2011
13 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Das Restaurant Zirbelzimmer versprüht traditionell-österreichischen Charme. Die getäfelte Stube wirkt zwar altmodisch, aber gediegen und hochwertig. Empfangen wurden wir von einem freundlichen Serviceteam, das uns den Abend hindurch kompetent betreute. Der Gruß aus der Küche, Garnelen mit geräuchertem Lachs und Limonenschaum, war eine aromatische Einstimmung auf das Carpaccio vom Felsenoktopus. Sowohl die klare Tafelspitzsuppe mit dreierlei Einlage als auch die Cremesuppe vom weißen Spargel waren klassisch und gut. Das Steak vom Milchkalb mit Frühlingsmorcheln, gefüllter Zucchiniblüte und Madeirasauce (leicht bitter) hätte etwas zarter sein können. Dafür war die Empfehlung aus der Küche, Backhuhn mit Erdäpfel-Gurken-Vogerl-Salat, sehr gut. Ganz frisch, das Fleisch saftig und die Panier kross. Zusätzlich zur Dessertkarte wurden uns traditionelle Nachspeisen (Salzburger Nockerln, Kaiserschmarren, Marillenpalatschinken) angeboten. Wir haben uns für Marillenpalatschinken und Kaiserschmarren entschieden – es war eine gute Wahl. Das Angebot auf der Weinkarte ist ausreichend, mit dem Schwerpunkt auf junge Österreicher, und etwas überteuert.

2010
13 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Direkt am Ufer der Salzach liegt das Hotel Sacher mit prachtvollem Blick auf die Altstadt. Küchenchef Manfred Stüfler bietet eine klassisch österreichisch-internationale Küche an. In der ehrwürdigen, etwas düsteren Zirbelstube wählten wir aus der Karte dieses Mal nicht den klassischen Tafelspitz oder die Kalbsbackerln, sondern entschieden uns für das Dreigang-Menü. Wir starteten mit Medaillons vom kanadischen Hummer mit Avocado, Himbeeren und Vanille Fleur de sel. Dann hatten wir die Auswahl zwischen einem gekonnt zubereiteten Steinbuttfilet mit glacierten Eierschwammerln im Petersilfond und geräucherter Erdäpfelmousseline oder einem Suprème vom Maishendl mit Gänseleber gefüllt auf Spargelrisotto und Trüffelsauce. Der gemischte Beerenteller war mit einigen Stückchen von Himbeeren, Erdbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren sowie Vanilleeis ein leichter Abschluss ohne Inspiration. Der Service ist sehr zuvorkommend und die Weinauswahl entspricht mit zahlreichen erstklassigen Weinen dem Standard des Hauses.

2009
13 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Es ist schon ein besonderer Platz, dieses Grandhotel am Salzachufer, von dessen Terrasse aus man die Postkartenansicht Salzburgs in voller Länge und Breite vor sich liegen hat. Bei unwirtlichem Wetter bleibt noch die alte, etwas düster wirkende Zirbelstube. Wie immer, seit Menschengedenken, glänzt die Küche mit einem eher eingeschränkten Angebot von klassischen österreichischen Gerichten, die allerdings exemplarisch zelebriert werden. Geschmorte Kalbsbackerln, in Palatschinken gebackenes Kalbsfilet, Tafelspitz und gebackenes Bauernhendl, das wäre es dann im Wesentlichen, was Küchenchef Manfred Stüfler auf den Tisch bringt. Man mag es klassisch nennen oder auch schon eher langweilig. Nicht zu vergessen der ewige Hit Salzburger Nockerl, der amerikanische Damen regelmäßig in Entzückensschreie ausbrechen lassen. Und Original Sachertorte, die man den Gästen auch gerne nach Tokio und New York nachschickt. Aufmerksamer Service, hochwertige Gedecke, erstklassige Weine. Uns passte an einem warmen Abend auf der Terrasse ein Riesling von Bründlmayer, Kamptaler Terrassen, zu einem großartigen Tauernlammrücken mit Oliven und Rahmpolenta ausgezeichnet.

zurück

Sacher - Zirbelzimmer Familie Gürtler

Einzigartig ist der Blick aus dem Hotel Sacher in Salzburg auf Salzach und die Altstadt am gegenüberliegenden Ufer, noch schöner ist nur der Blick aus den Fenstern des Restaurants in der Zirbelstube, die seit dem Bau des heutigen Sacher unverändert erhalten ist. Aber auch der Blick auf den Teller macht Freude: Küchenchef Manfred Stüfler hat sich perfekt auf seine bürgerliche einheimische Klientel eingestellt. Das beginnt mit Backhendl und Tafelspitz und reicht bis zum klassisch in Butterschmalz gebackenen Schnitzel vom Milchkalbsrücken, Fuschlsee-Saibling, Bretonischen Steinbutt und Mousse von Flusskrebsen. Gern hätten wir erlebt, wie ein Kellner einem amerikanischen Gast die sanft geschmorten Ochsenbackerln erklärt. Begrüßt wurden wir von der Küche mit einem kleinen, aber feinen Räucherfischtatar. An einem nasskalten Salzburger Abend waren wir für die köstlich einheizende Kürbis-Ingwerschaum-Suppe dankbar, und der kross gebratene Zander mit geschmortem Kraut erwies sich als mehr als nur nett. Als Dessert dann den in Salzburg seit Jahrzehnten bekannten famosen Savarin. Sehr anständig auch der Hauswein, ein Riesling aus dem Kamptal.

Kommentare

Kommentare werden geladen...



Newsletter abonnieren

Zur Anmeldung