Detailansicht 2012

2011
17 Höchste Kreativität und Qualität, bestmögliche Zubereitung

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Vor einigen Jahren haben Tjitske und Danijel Deki? ihr Restaurant hoch oben am Altstadthügel von Rovinj eröffnet und hoch oben ist mittlerweile auch die Küchenleistung angelangt. Das Ambiente in dem Innenhofgarten spielt alle romantischen Stückerln: Kerzenlicht, liebevoll gedeckte Tische, kleine Kunstwerke – vom Patron und Küchenchef mit dem gleichen Herzblut und handwerklichen Geschick gefertigt, mit dem er auch seine Gerichte konzipiert. Schlicht und elegant das Gedeck: geräucherte Butter, eine Eprouvette mit feinstem Olivenöl und backofenfrisches Gebäck. Der hausgemachte Joghurt mit Auberginensalat und Oreganoschaum war einer der verführerischsten Küchengrüße, die uns je begegnet sind. Ebenso pikant wie pur dann das Quartett aus butterweichem, in Tinte gegartem Oktopus, Meeresspinnensalat, Erdäpfeln Parmentier und Fenchel. Die roten Gnocchi mit kurz gebratenem Thunfisch, Rettich und Krenschaum bildeten eine aufregende Komposition. Eine auf der Haut gebratene Dorade mit Langustenfilet und würzigem Ragout von Tintenfischen und Austernpilzen schloss nahtlos an. Superkross war die Kruste des leider etwas trocken geratenen Spanferkels mit Roten Rüben, grünem Apfel und Erdäpfel-Trüffeln – eine winzige Kritik auf sehr hohem Niveau, auf dem dann auch wieder das Dessert begeisterte: ein Mandelbiskuittörtchen mit Eis von dunkler Schokolade, Erdbeerschnee und weißem Schokopuder. Kurzum: Im Monte macht Genuss Spaß. Einzeln genossen, sind die baukastenartig zusammengefügten Gerichte bereits wunderbar – die Kombination im Mund multipliziert das Geschmackserlebnis. Auch die Weinkompetenz ist hoch, das Servicepersonal unter der Leitung der charmanten Patronne Tjitske angenehm, kompetent und sehr freundlich. Hier ist derzeit die beste Küche Istriens beheimatet. Gratulation zur wohlverdienten dritten Haube!

2010
16 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Am Altstadthügel nahe der Basilika hat sich das elegante Abendrestaurant von Tjitske (Service) und Danijel (Küche) Deki? ein ruhiges Plätzchen gesucht, um innerhalb der letzten fünf Jahre die wohl beachtlichste kulinarische Entwicklung in Istrien durchzumachen. Zwar kochte der Küchenchef und Patron von Beginn an recht ambitioniert, doch fehlte das feine Gespür für spannende Kombinationen sowie die meisterhafte Cuvée von perfektionierter Handwerkskunst und Kreativität, die er heute an den Tag legt – das eine oder andere molekulare i-Tüpfelchen inklusive. Kuschelromantik und zeitgeistige Eleganz beherrschen das Interieur und bereits das Studium der verführerischen Speisenkarte ist ein Erlebnis – wer die Qual der Wahl scheut, kann getrost auf ein Überraschungsmenü setzen und Ähnliches erleben: Das nur wenig reizvolle „Dreierlei von der Artischocke“ war beim begeisterten Genuss der Rote-Rüben-Gnocchi mit (einseitig angebratenem) Thunfischsteak und Krenschaum ganz schnell vergessen – eine herrliche Symbiose. Sensationell auch der Fischgang, bestehend aus Scampischwanz auf Krebssauce, Goldbrassenfilet sowie Jakobsmuschel mit Curryschaum und gebackener Zucchini. Das (24 Stunden auf Niedertemperatur gegarte) Spanferkel war mit seiner kross gegrillten Haut satte drei Hauben wert, eine kleine, aber feine Käsevariation folgte und den Abschied versüßte ein Erdbeer-Gazpacho mit Olivenöl, Grießkuchen und hausgemachtem Vanilleeis. Außer der hervorragend sortierten Weinkarte mit internationaler Bestückung und nationalem Schwerpunkt werden unter anderem auch Biere der Marken Becks, Heineken, Favorit, Paulaner, Corona und Stella offeriert.

2009
16 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Das am Altstadthügel nahe der Basilika gelegene Abendrestaurant von Tjitske (Service) und Danijel (Küche) Deki? ist durch den neuen Wintergarten wetterfest geworden, was dem idyllischen Ambiente nicht den geringsten Abbruch tut, zumal sich die Glasfenster bei Schönwetter weit öffnen lassen und nach wie vor Kerzenromantik angesagt ist. Die französisch-mediterrane Küchenlinie von Deki? gewinnt durch sein Faible für das Spiel von Texturen, Kombinationen und Aromen an Erlebnispotenzial, wobei auch die Molekularküche dezenten Einsatz findet, wie etwa beim Trio von Thunfischtatar, Krustentier-Artischocken-Panna cotta und Rote-Rüben-Espuma. Erst im Vorjahr mit der zweiten Haube ausgezeichnet, hat sich das Küchenteam 2008 wieder gesteigert und zeigt noch immer Potenzial nach oben. Wie etwa beim Fischhauptgang im Rahmen des 5-gängigen Degustationsmenüs "Carte Blanche", wo sich in Olivenöl pochierter Seeteufel, Jakobsmuschel und Languste sowie eine Karfiol-Stockfischkrokette in einer wunderbar konzentrierten Krustentiersauce wieder fanden - ein klares Safrandressing wurde gesondert gereicht. Einblicke in die (in Istrien eher selten anzutreffende) große französische Saucenküche gewährte dann auch das Dreierlei vom Insellamm (Kotelett, Filet, Lende). Das Dessert folgte der 3er-Linie der gesamten Menüfolge, wobei das hervorragende Bitterschokoladeneis und die Creme von weißer Schokolade im mit Milchschokolade gefüllten Tortello leider nur einen durchschnittlichen Partner fanden. Dafür ist das regionale Käseangebot des Monte in ganz Istrien einzigartig. Das Weinangebot umfasst ausgezeichnete Tropfen aus Istrien, der Kvarner-Region, Slowenien und Dalmatien, von denen viele auch glasweise ausgeschenkt werden.

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Monte Tjitske und Danijel Deki?

In einem elegant-romantischen Wintergarten knapp unterhalb der Basilika von Rovinj hat sich in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt die derzeit beste Küche Istriens entwickelt. Ein Gesamterlebnis, das bereits beim Studium der viersprachigen Speisenkarte beginnt. Was wollen wir essen? Das fünfgängige Menü „Essence“ (eher traditionell), das siebengängige Menü „Tendence“ (eher modern)? Oder wählen wir à la carte aus den durchwegs ansprechenden Gerichten? Wir entschieden uns für das Menü „Tendence“, das zwar das eine oder andere Schäumchen enthielt und sporadisch Sticksoff oder Bunsenbrenner zum Einsatz brachte, die Show aber nie zu Lasten von Produktqualität und Geschmack zelebrierte. Ein Scampo, eine Sardine und ein Stück Thunfisch mit Apfelscheibe, Rosmarin und Speck wurden jeweils auf einem Stein gelagert und am Tisch mit dem Brenner kurz grilliert. Es folgten Brodetto, ein in Spinatblatt und Buchenholzfolie gedämpfter Seebarsch mit Seeigelemulsion und Tatar von rohen Garnelen sowie die hauseigene Interpretation von Surf und Turf: Kalbsfilet mit Jakobsmuschel, Schaum von wildem Rucola und Gemüsesauce. Als Hauptgang servierte man uns ein Spanferkel, 24 Stunden in Niedrigtemperatur gegart, die Haut vorher abgelöst und kross gegrillt, begleitet von Rote-Rüben-Schaum mit Kümmel, cremiger Trüffelpolenta und reduziertem Teran: für uns der beste Fleischgang seit langem! Als Zwischengruß aus der Küche bildete eine feine Variation istrischer Käsesorten die Überleitung zum süßen Feuerwerk, bestehend aus mehreren Desserts. Der„Reisauflauf 2011“ enthielt zwar alle Elemente dieses klassischen Gerichtes, war aber ungleich flaumiger und geschmacksintensiver. Das Biskuit mit Ziegenfrischkäse ruhte auf frischem Obst der Saison, aufgegossen mit Jasmintee. Den warmen Schokokuchen genoss man im Geleit von Erdbeersauce, Minzschaum und Nitrostracciatella. Ausgezeichnete istrische Weiß-, Rot- und Süßweine begleiteten das Menü und die äußerst kompetente, freundliche und mehrsprachige Servicecrew unter der Leitung von Tijtske Deki? machte einfach nur Freude. Istriens bestes Restaurant!

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