Angefangen beim Wiener Schnitzel über diverse Kochfleischvarianten bis hin zu Marillenpalatschinken ließ auch heuer die Speisekarte kaum einen Klassiker der gutbürgerlichen Küche vermissen, wobei Käsnudeln und friulanische Spezialitäten für etwas Lokalkolorit sorgten. Die Umsetzung erfolgte mit solider Handwerklichkeit ohne Höhenflüge, aber auch ohne Bruchlandungen: Ordentlich schmeckte die Hühnerbouillon mit Milzschnitten, und auch am Saiblingsfilet gab es – abgesehen von der leichten Fadesse der Risottobeilage – ebenso wenig auszusetzen wie am abschließenden Maronitörtchen. Eine passable Weinauswahl sowie der gut organisierte Service tragen zusätzlich zur hohen Besucherfrequenz bei.
Gasthaus im Landhaushof Peter Haas
So stellen wir uns ein „klassisches“ Gasthaus vor: perfekte Bierkultur mit drei verschiedenen Biersorten, ein ordentliches Gebäck-Körberl und ein flinker Service. Die riesige Speisekarte bietet alle Klassiker der österreichischen Wirtshausküche wie zum Beispiel eine zarte Haussulze mit Käferbohnensalat, eine rahmige Vogerlsalatcremesuppe mit Speck-Grissini und ein zartes Wiener vom Schwein mit welliger Panier. Die gepökelte Rindszunge im Suppentopf war gut, wenngleich schon etwas hart und zu dick geschnitten. Phänomenal dazu der süßlich-scharfe Semmelkren und die würzige Schnittlauchsauce. Die Weinauswahl ist sehr stimmig und fair kalkuliert.
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