Detailansicht 2012

2011
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


In seiner gepflegten Konoba in der Altstadt machte Damir Beleti? vor einigen Jahren eine Zubereitungsart zum Kult, die von den Küstenbewohnern privat ganz selbstverständlich genossen, in Restaurants aber kaum angeboten wurde: Sashimi von Fischen und Krustentieren. Die Adresse wurde durch roh marinierte Adriabewohner, eine exklusive Champagner- und Weinauswahl sowie die Tatsache, dass Vor- und Zubereitung hier gekonnt am Gästetisch zelebriert werden, über die Grenzen hinaus bekannt. Mit einer Bellavista-Cuvée zum Einstieg prickelte die italienische Region Franciacorta in feinster Form am Gaumen und kontrastierte die Süße der obligaten roh marinierten Scampi perfekt. Zu der mit japanischem Messer flink am Tisch filetierten Seezunge in feinem Olivenöl, Zitronensaft und Meersalz servierte Damirs Tochter Mattea einen Pinot Grigio 2008 von Jermann, etwas knackigen Spargel und einen Klecks Polenta, die ihre Mutter Ornela in der Küche so cremig zubereitet, wie man sie in Istrien nirgendwo antrifft. Pikanz und Süße in einem lieferten dann die roh marinierten Jakobsmuscheln, gefolgt von einer wunderbaren Pasta mit Branzino und Spargel – das einzig gekochte Gericht in der Menüfolge. Ihre Überzeugung von der Qualität roh marinierter Meerestiere lebt die ganze Familie auch privat – selten käme etwas anderes auf den Tisch, berichtet Mattea, die nicht nur als Jungsommelière gut gefällt, sondern auch köstliche Desserts kreiert, wie etwa diese verführerische Trilogie: Kuchen von weißer Schokolade mit Olivenöl, dunkle Schokotarte mit Orangensaft und Blätterteiggebäck mit feiner Creme. Ein würdiger Abschluss für ein ganz besonderes Menü. Wichtig: Ohne Reservierung ist ein Essen nicht möglich, da Fisch & Co immer ganz frisch, genau auf den Bedarf hin eingekauft werden.

2010
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Es gestaltet sich immer schwieriger, in dieser Konoba einen Platz zu ergattern, denn nach eigener Aussage bekocht Patron Damir bevorzugt Stammgäste und Freunde. Italiens Prominenz gibt sich die Klinke in die Hand, Kinder in Anzügen und Kleidchen schlemmen mit Freude roh marinierte Fische und Krustentiere, Damirs Frau Ornela zaubert herrliche Muschelgerichte, pikante Pasti und Risotti und Tochter Matteas jugendlicher Elan im Umgang mit den scharfen japanischen Messern lässt die Klinge ihres Vaters fast wie in „Slow Motion“ wirken. Der Besuch in dieser rustikalen Konoba mit den wenigen Plätzen, der feinen Tischkultur, den hervorragenden Frischeprodukten sowie dem Erlebnis, das das Filetieren am Tisch nun einmal mit sich bringt, macht dieses Haus zu etwas Besonderem. Dabei variiert das Menü nur durch Tagesfang und Geldbeutel. Die Luxusversion kann so aussehen: butterzarte, in feinstem Olivenöl marinierte Scampi, Sashimi von der Seezunge mit cremiger Polenta und gehobelter schwarzer Sommertrüffel, roh marinierter Hummer mit knackigem Biss, maritime Pasta mit Fleisch aus den Hummerscheren und eine sündhafte Dessertvariation. Herrlich!

2009
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Längst hat das außergewöhnliche Fischlokal von Familie Beleti? Kultstatus erreicht, servierte Patron Damir als Leitmotiv seines Restaurants doch die ersten Adria-Sashimi Istriens. Heute wie damals bereitet er den Fisch mit erstklassigem japanischem Schneidwerkzeug am Tisch vor und mariniert diesen in feinstem Olivenöl, Salz und Pfeffer. Die kompromisslose Frische der Zutaten ist Programm, die Qualität immer auf hohem Niveau, Reservierung muss sein. Seit zwei Jahren führt auch Tochter Mattea die scharfe Klinge, zeichnet für kreative Desserts verantwortlich und bereichert als Jungsommelière das Getränkeangebot um einige interessante Etiketten aus Istrien und Italien. In der Küche bereitet Mama Ornela hervorragende Muscheln, Meeresfrüchtepasti und -risotti. Eine Speisekarte benötigt dieses Ausnahmerestaurant nicht. Das Menü à la Damir e Ornela kann so aussehen: Butterzarte, in feinstem Olivenöl marinierte Scampi, Sashimi von der Seezunge - ideal kombiniert mit einer fülligen Polenta, Canestrelli vom Grill, hausgemachte Trüffelgnocchi mit Scampi und Sommertrüffel sowie eine Dessertvariation, bestehend aus drei hervorragenden Kuchen.

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Damir e Ornella Fam. Beleti?

Als kulinarische Pioniere hatten Damir Beletic und seine Frau Ornella vor rund zehn Jahren die Idee, in ihrem kleinen Altstadt-Restaurant ausschließlich roh marinierten Adriafisch und ebensolches Krustengetier zu servieren. Fangfrisch, nur mit feinstem Olivenöl, etwas Zitrone sowie Salz und Pfeffer gewürzt. Als Hauptgang eine warme Pasta, zu allem Champagner oder ein Malvazija des lokalen Spitzenwinzers Coronica – und aus! Rasch hat sich das Restaurant zur Kultadresse für Liebhaber von Adria-Sashimi entwickelt und ein Platz lässt sich nur mit Reservierung ergattern. Das Weinangebot ist gereift, die Rohfischkreationen wurden durch feine, kleine Beilagen perfektioniert. Inzwischen führen auch Tochter Mattea und ihr Mann Peroša die flinke, scharfe Klinge beim Filetieren und Marinieren am Gästetisch. Serviert wird jeden Abend ein etwa fünfgängiges Menü, das immer mit roh marinierten Scampi startet, einer himmlischen Dessertkreation endet und nicht selten von saisonalem Trüffel gekrönt wird, den nicht jedes Gericht wirklich braucht, weil es auch ohne das Aroma der Edelknolle bereits perfekt ist. Zur Hauptspeise öffnete Damir bei unserem Besuch eine Flasche roten Ottocento 2007 von Clai, ein wertvoller, hochprozentiger Tropfen (15,2%), und servierte jedem seiner Gäste an den sieben Tischen ein Glas – man fühlt sich wie in einer großen Familie. Die hohe Zahl an gediegenen Stammgästen erfreute sich außerdem an herrlich frischem, roh mariniertem Seebarsch, der später in gekochter Form wunderbar zarte Gnocchi begleitete, Jakobsmuscheln vom Grill, deren Sud süchtig machen könnte, und einer köstlichen Kuchentrilogie. Neben Beständigkeit erlebt man an diesem außergewöhnlich glücklich machenden Ort aber auch immer wieder Überraschungen, wie etwa den abschließenden Gruß, bestehend aus etwas gebrochener Bitterschokolade und einem Glas fünfzehn Jahre gereiften kubanischen Rum „Ron Matusalem Gran Reserva“.

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