Detailansicht 2011

2010
14 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Wer kurvenreiche Straßen nicht liebt, sollte besser mit der neuen Seilbahn nach Kohlern fahren. Die Fahrt selbst ist schon ein Erlebnis und bietet eine einmalige Aussicht über die Stadt und die umliegenden Berge. Die gute, frische Luft im idyllischen Sommerfrischeparadies macht Appetit auf authentische Südtiroler Kost, die hier seit Jahren unbeirrt gepflegt wird. Der Empfang war herzlich, und wir setzten uns auf die Terrasse hoch über Bozen. So gute Rohnenknödel hatten wir schon lange nicht mehr. Die marinierten Lammkotelettchen vom Grill mit Polenta und gedünstetem „Kobis“ und das gekochte Rindsschulternahtl mit Kren, Gemüse und Kartoffeln waren genauso exzellent wie das klassische Schnitzel nach Wiener Art mit Röstkartoffeln und Preiselbeeren. Ein Muss sind die hausgemachten Topfenknödel auf Erdbeerragout.

2009
14 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Auf Beständigkeit wird hier oben am Kohlerner Berg, wo einst das vornehme Bozen Sommerfrische hielt, großen Wert gelegt. Dies zeigt sich am Inventar des Hauses, das ganz in der Tradition alpinen Jugendstils steht, aber auch in den Speisen, die aus einer übersichtlichen Rezeptsammlung stammen und gekonnt zubereitet auf einer Holzveranda mit atemberaubenden Blick aufgetischt werden. Dabei kommen Klassiker wie Spargel mit Bozner Sauce, Wiener Schnitzel mit Braterdäpfeln ebenso auf den Tisch, wie die oft schon in Vergessenheit geratene Kuttelsuppe. Hier wird noch die echte Bozner Sauce aufgetischt, also die Mayonnaise vorsorglich weggelassen. Und das Wiener Schnitzel ist vom Kalb, so wie es sich gehört. Auch die Bachforelle Müllerin Art, die Lammkoteletts und das Herrengröstel dürfen in der Speisekarte nicht fehlen. Die Weinkarte ist intelligent zusammengestellt.

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Kohlern Josef Schrott

Wo einst die Bozner Sommerfrische hielten, steht hoch oben am Kohlerer Berg ein sehr schöner Traditionsgasthof. Familie Schrott verstand und versteht es, dieses architektonische Juwel oberhalb der Landeshauptstadt Bozen mit persönlichem Stil und auf hohem Niveau zu führen. Der Gast darf sich auf eine solide gutbürgerliche Küche mit Milzschnittensuppe, Wiener Schnitzel mit Braterdäpfeln, Bachforelle Müllerin Art und Lammkoteletts freuen. Das Herrengröstl war sensationell, das Fleisch weich, saftig und gut abgeschmeckt, die Erdäpfel speckig und hervorragend gebraten. Die Palatschinken mit Preiselbeermarmelade ließen keinen Zweifel, dass hier mit Bedacht und Sorgfalt gekocht und den Grundprodukten Respekt gezollt wird. Kleine, gut ausgewählte Weinkarte. Beeindruckender Ausblick auf Bozen.

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