Wer kurvenreiche Straßen nicht liebt, sollte besser mit der neuen Seilbahn nach Kohlern fahren. Die Fahrt selbst ist schon ein Erlebnis und bietet eine einmalige Aussicht über die Stadt und die umliegenden Berge. Die gute, frische Luft im idyllischen Sommerfrischeparadies macht Appetit auf authentische Südtiroler Kost, die hier seit Jahren unbeirrt gepflegt wird. Der Empfang war herzlich, und wir setzten uns auf die Terrasse hoch über Bozen. So gute Rohnenknödel hatten wir schon lange nicht mehr. Die marinierten Lammkotelettchen vom Grill mit Polenta und gedünstetem „Kobis“ und das gekochte Rindsschulternahtl mit Kren, Gemüse und Kartoffeln waren genauso exzellent wie das klassische Schnitzel nach Wiener Art mit Röstkartoffeln und Preiselbeeren. Ein Muss sind die hausgemachten Topfenknödel auf Erdbeerragout.
Kohlern Josef Schrott
Wo einst die Bozner Sommerfrische hielten, steht hoch oben am Kohlerer Berg ein sehr schöner Traditionsgasthof. Familie Schrott verstand und versteht es, dieses architektonische Juwel oberhalb der Landeshauptstadt Bozen mit persönlichem Stil und auf hohem Niveau zu führen. Der Gast darf sich auf eine solide gutbürgerliche Küche mit Milzschnittensuppe, Wiener Schnitzel mit Braterdäpfeln, Bachforelle Müllerin Art und Lammkoteletts freuen. Das Herrengröstl war sensationell, das Fleisch weich, saftig und gut abgeschmeckt, die Erdäpfel speckig und hervorragend gebraten. Die Palatschinken mit Preiselbeermarmelade ließen keinen Zweifel, dass hier mit Bedacht und Sorgfalt gekocht und den Grundprodukten Respekt gezollt wird. Kleine, gut ausgewählte Weinkarte. Beeindruckender Ausblick auf Bozen.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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