Vor allem mittags zählt das edle Do & Co Restaurant in der Albertina zu den beliebtesten Restaurants betuchter Wiener und wohlhabender Touristen. Kein Wunder, zählt die Lage mit Blick auf die Oper doch zu einer der exklusivsten Adressen, die Wien zu bieten hat. Von den Schwankungen in der Küchenleistung, die wir in der Vergangenheit immer wieder beobachten mussten, war bei unserem diesjährigen Besuch nichts zu spüren. Zart-cemig und gut gewürzt weckte die Spargelcremesuppe unseren Appetit auf mehr, auch das Brotkörberl und die dazu gereichten Aufstriche entsprachen dem erwarteten Niveau. Perfekt auf den Punkt gegart überzeugte uns das Thunfisch-Steak genauso wie die gebratene Seezunge auf Blattspinat. Ergänzt wird das hochwertige Angebot an Meeresfischen einerseits durch Wiener Klassiker (Schinkenfleckerln, Wiener Schnitzel), andererseits durch eine gar nicht so kleine Tapas-Karte. Zu den großen Stärken dieses Hauses zählen auch die Desserts, die zum Teil vom ebenfalls zum Do & Co-Imperium gehörenden Demel kommen. Das Preisniveau entspricht der noblen Lage und dem edlen Ambiente, ist aber in Anbetracht der gebotenen Qualität durchaus angemessen.
DO & CO Albertina Attila Dogudan
Ganz schön mächtig, die Nachbarschaft von Hollein, Dürer, Hofburg & Co. Da muss sich ein Koch schon mächtig anstrengen, um nicht abzustürzen. Im Sommer hilft dem Küchenchef des Do & Co in der Albertina natürlich die Terrasse mit Blick auf Burggarten und die Penthäuser der oberen Tausend ungemein. Wenn es aber wetterbedingt ohne Terrasse gehen muss, ist er auf sich alleine gestellt. Tapas, also das eine oder andere, was uns spanisch vorkommt, gab es in Miniportionen. Sehr gut die Boquerones, der Tintenfisch, Garnelen oder frittierte kleine Fische. Etwas Pimentos noch und ordentlich von der proper zubereiteten Aioli, mit frischem Brot aufgetunkt. Leider blieb dann nur mehr wenig Platz für einen Klassiker: Surf & Turf oder auch – wenn man kein Wiener ist – für das Schnitzel von ebenda. Sehr gut die Weinauswahl. Dennoch wäre das Do & Co nicht schlecht beraten, sich beim Speisenangebot ein wenig von der Performance der nebenan ausgestellten Künstler inspirieren zu lassen. Ein bisschen aufregender könnte das Ganze nämlich schon sein.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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