Das Restaurant Artemis ist eine Oase der Ruhe, kein Autolärm stört das idyllisch im Grünen gelegene und sich an einen Berghang schmiegende Haus. Von einem Restaurant namens Artemis in einer Villa Tivoli erwartet der Gast instinktiv Mediterranes, doch der Koch präsentiert vornehmlich gute, klassische Küche. Behutsam lässt er neue Aromen einfließen, wenn er beispielsweise Ravioli von der Frühlingszwiebel mit Kaminwurze (typische Südtiroler Wurstware) präsentiert. Klassik auch im Hauptgang mit dem hervorragend gebratenen Lammrücken mit Kräuterkruste, vorzüglich zubereitetem Honigschalottenjus, eigenwilligem Vanillerisotto und bestem Gemüseratatouille. Das Angebot bei den Desserts – Panna cotta und Schokoladetörtchen mit Mangosauce und Kokoseis – entspricht dem Niveau des Hauses. Selbstverständlich fehlt im Artemis auch nicht eine umfassende Auswahl bester regionaler und internationaler Tropfen mit klangvollen Namen, die kenntnisreich empfohlen werden und auch im glasweisen Ausschank vernünftig kalkuliert sind. Dass man sich hier wohlfühlt, liegt nicht nur an der Ruhe und Kraft des Ortes, sondern auch am Service, der mit natürlicher Liebenswürdigkeit agiert und den Gast spüren lässt, dass er willkommen ist.
Artemis Familie Defranceschi
Das Restaurant Artemis in der Villa Tivoli liegt traumhaft auf einer leichten Anhöhe oberhalb von Meran. Bei höheren Temperaturen empfiehlt es sich, einen Platz auf der Terrasse mit herrlichem Blick auf den nahe gelegenen Küchelberg und das Etschtal zu wählen. Inmitten von Zypressen und Palmen werden unter der Regie von Chefkoch Michel Tobler leichte, lokale und mediterrane Gerichte serviert. Gerne wird hier mit innovativen Aromen und Kombinationen experimentiert, die Limetten-Gnocchi mit Oktopus, jungen Tomaten, Frühlingslauch und Safranschaum gelangen gut, hätten aber etwas subtiler abgeschmeckt sein können. Als Hauptgericht kam das gegrillte Seeteufelmedaillon mit geflochtener Pasta auf sanfter Peperonata, wobei der Schwerpunkt des Gerichts allerdings mehr bei der Pasta lag und in ihrer Kombination nicht ganz überzeugte. Hervorragend dann das Dessert: köstliche Lavendel-Crème-brûlée mit Espuma vom Zitronenthymian. Hervorzuheben sind auch der freundliche und persönliche Service und die interessanten Weinvorschläge, bei denen die üblichen Verdächtigen aus den lokalen Kellereien erfreulicherweise einmal übergangen werden.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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