Detailansicht 2012

2011
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Bewusster Verzicht auf das Üppige, architektonisch wie kulinarisch, ist das Credo von Chefin Susanne Kaufmann im neu umgebauten, nur 14 Plätze bietenden Gourmetrestaurant. Beim ausgesuchten Interieur – z.B. für die Bregenzerwälder Tracht typischen Stoffen – wird liebevoll an Kaufmanns Großmutter Irma erinnert, die als Patronin viele Jahrzehnte die Küche geprägt hat. Heute setzt das Team um Markus Pichler und Herbert Hatheier auf frisch zubereitete, kreative regionale Gerichte, vielfach aus Erzeugnissen aus dem Bregenzerwald, kombiniert mit mediterranen Einflüssen und monatlich saisonalem Themenschwerpunkt. Neben der überschaubaren Karte gibt es Tagesempfehlungen, alle Speisen sind auch in kleinen Portionen erhältlich. Bestens abgeschmeckt und schön schaumig die Suppe vom Bärlauch, hausgemacht die Nudeln mit frischen Morcheln, aber leider kaum genießbarer, zu aggressiv schmeckender Sauce. Bedauerlich, dass diese auch beim Hauptgang verwendet wurde, waren doch das saftige Kalbsrückensteak von erstklassiger Qualität, die Bärlauchpolenta cremig und die grünen Bohnen knackig. Hervorragend die Variation vom Bodenseezander mit Sepia-Risotto, jedoch zu bitterem Blattspinat. Eine Freude die Naschereien: Duett von der Tonka-Bohne sowie Trilogie von der Erdbeere. Die Weinkarte erfreut mit Top-Winzern. Tipp: Jeden Sonntagmittag wird statt „Brunch“ und „Lunch“ Braten nach alter Tradition serviert.

Das 1850 von Postmeister Johann Natter eröffnete Haus hat seine Ururenkelin Susanne Kaufmann zum 160. Geburtstag komplett umgebaut. Das Hotel besticht trotz reduzierter Architektur und modernen Stils durch Gemütlichkeit: Materialien wie Holz, Filz und handgewebtes Bregenzerwälder Leinen dominieren die 58 komfortablen Zimmer und vier De-luxe-Suiten. Im Badehaus bietet Kaufmann ihre 2003 entwickelte eigene Kosmetiklinie, dazu diverse Saunen, Hallenbad, Außensolebecken, Whirlpool und Sonnendeck. Viele Extras wie Nachmittagsjause oder Obst- und Getränkebuffet inklusive.

2010
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Im eleganten, von Holz und Leinen geprägten Restaurant fühlten wir uns gleich wohl, zumal wir mit viel Einfühlungsvermögen empfangen und betreut wurden. Einen gelungenen Auftakt aus der klassischen österreichischen Küche des Hauses stellte das saftige, herrlich abgeschmeckte Kräuter-Pilz-Risotto mit knackigem Gemüse dar. Etwas mehr Salz hätte die in ihrer Konsistenz wunderbare Sellerieschaumsuppe vertragen. Die Seeteufel-Medaillons waren zu wenig durchgebraten, die geschmackliche Kombination mit der Pastinaken-Mousseline und dem Mango-Chutney aber geriet spannend. Wenn auch das Filet vom heimischen Biorind sehr rosa gegart wurde, dank ausgezeichneter Fleischqualität schmeckte es wunderbar. Ein köstlicher Fond und das getrüffelte Erdäpfelpüree konnten auch einiges dazu beitragen. Der Bregenzerwälder Käseteller mit reifem Bachensteiner, Camembert und Bergkäse sowie hausgemachtem lauwarmen Apfelbrot und frischen Trauben war ein Genuss, das Mango-Chili-Sorbet dagegen litt unter zu viel Zucker. Lobenswert ist die Weinkarte mit österreichischen und internationalen Kreszenzen sowie einer passenden Auswahl an offenen Weinen.

Nach der gelungenen Um- und Ausbauphase stellt sich das Haus noch attraktiver dar. Einerseits gefällt uns die traditionelle Fassade aus Fichtenholz-Schindeln sehr, andererseits das avantgardistische Interieur, von Top-Handwerkern der Region aus originalen Materialien gefertigt. Das Hotelkonzept beruht auf den drei Komponenten Hauben-Gastronomie, Fitness und Wellness, als Tupfen auf dem i wurde eine auf der heimischen Pflanzenwelt basierende Pflegelinie entwickelt.

2009
16 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Wie in vielen neu gestalteten Restaurants würde man sich auch in diesem Vorarlberger Traditionsbetrieb etwas mehr Atmosphäre wünschen. Auf der Weinkarte dominieren die österreichischen Weine, erfreulich dabei die gute, umfangreiche Auswahl an glasweise angebotener Ware. Erste überzeugende Eindrücke lieferte die Trilogie vom Bregenzerwälder Bio-Rind mit feinem Carpaccio, einem schmackhaften Süppchen und einer knusprigen Praline. Hervorragend und mit Biss, wie es gehört, das Eierschwammerlrisotto mit Grana. Sehr gut in Geschmack und Konsistenz auch die Steinpilzschaumsuppe mit gebratener Wachtelbrust. Ein schönes Beispiel hervorragender Küche kam mit dem auf den Punkt gebratenen Steinbutt mit Blattspinat auf den Tisch, zart-rosa und köstlich das Steak vom Bizauer Kalb mit Polenta, Saubohnen und knackigen Eierschwammerln. Zum Abschluss kann man aus einer sehr regional ausgerichteten Käsekarte seine Vorliebe wählen oder in Desserts wie flaumigen Marillenknödeln mit ihrem Röster, Variation von der Milchschokolade mit Sesam-Hippen oder genialen Eispalatschinken schwelgen. Eine überzeugende Küchenleistung mit großer Sorgfalt und viel Liebe zum Detail.

Was sich hinter der holzgeschindelten Fassade verbirgt, ist schon bemerkenswert: Vom exklusiven Spa über zahlreiche Sportmöglichkeiten bis zu luxuriösen Zimmern. Die Zimmer sind mit viel Licht, hellen Farben und elegantem Design ausgestattet. Im "Susanne Kaufmann-Spa" ist das Programm auf aktive Entspannung, Vitalität und Regeneration ausgelegt. Im Solebecken, der Sauna, Bio-Sauna oder Dampfbad kann man ebenfalls wieder Kräfte für den Alltag sammeln.

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Gourmetrestaurant Irma Susanne Kaufmann

Der neue Chef Marius Ackermann hat der kulinarischen Qualität in diesem intimen Lokal neue Impulse verliehen. Er zelebriert eine leichte, elegante, kompromisslos der Erhaltung des Eigengeschmacks und der typischen Aromen verpflichtete Küche. Im Fünf-Gang-Menü, das monatlich wechselnd einem saisonalen Grundprodukt gewidmet ist, bringt er regionale Gerichte auf den Teller, im Siebengänger lebt er seine Kreativität voll aus. Die Gurkenkaltschale mit Räucherforellensandwich könnte authentischer nicht schmecken. Deliziös die Flusskrebse mit Frühlingsgemüse, ideenreich das Bauernei im hohen Glas mit Bärlauch und Spargel. Unglaublich zart geriet die auf Kartoffelmousseline und Estragon präsentierte Lachsforelle. Das Duo vom rosa gebratenen und sanft geschmorten Lamm mit köstlichem Morchelragout war mit Zitronenthymian spannend abgeschmeckt. Die Vorliebe des Chefs für Patisserie offenbarte sich bei den meisterhaft ausbalancierten Desserts: Erdbeervariation mit Waldmeister und Holundergelee mit flaumigen Topfenknödeln. Der Service erwies sich als besonders aufmerksam, die von Dietmar Alge komponierte Weinkarte ist ein Vorzeigemodell.

im Hotel Post

Das von Susanne Kaufmann in fünfter Generation geführte Designhotel punktet mit puristischer Holzarchitektur und authentischer Ausstattung. Ihr Konzept setzt auf das „Vierklang-Erlebnis“ Natur (Aktivurlaub in frischer Luft), Wellness (Badehaus und rein natürliche Kosmetiklinie), Kultur (heimische Museen und Top-Events) sowie Genuss (Kulinarik). Aber auch Tagungen und Seminare lassen sich hier vortrefflich abhalten. Großzügige Zimmer und De-luxe-Suiten.

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