Detailansicht 2012

2011
16 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Wenn wir voriges Jahr meinten, die Patronne sei in Hochform, so ist sie jetzt zur Höchstform aufgelaufen. Die Küche begrüßte uns mit einer suchtgefährdenden, außerordentlich gut abgestimmten Käserahmsuppe, begeisterte mit einem exzellenten Tafelspitzsülzchen mit herrlichen Aromen und untermauerte den sehr guten Eindruck noch mit einer feinen Spargelcremesuppe. Das Hauptgericht: mit Estragonbutter überbackener Kalbsrücken und Kalbsragout mit Gemüse und gebratenen Gnocchi. Hier gab es dann auch den ersten Einwand: Das Fleisch des Ragouts hätte etwas saftiger sein können, und die Sauce litt an einer Überdosis Liebstöckel. Die Saucen-Panne wurde durch den in Zartheit, Saftigkeit und Geschmack kaum zu überbietenden Kalbsrücken aber wettgemacht, das dazu gereichte Gemüse wollen wir nachgerade als perfekt bezeichnen. Das Topfen-Zitronen-Küchlein mit Sauerrahmeis und Heidelbeeren fügte sich nahtlos in das hochklassige Ensemble, und wir verließen das Haus nicht nur hochzufrieden, sondern durchaus beeindruckt.

2010
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Die Chefin – Kocholympia-Siegerin 1981 in Atlanta – agiert weiterhin in Hochform. In ihrem von hellem Holz, Glas und Blumenbouquets geprägten Restaurant praktiziert sie konsequent und stilsicher regionale Frischmarktküche. In Frage kommen nur beste heimische Grundprodukte, die Lieferanten sind auf der Karte nachzulesen. Stimmig war schon der Auftakt mit Avocado-Spargel-Salat, besonders gut durch die rosa Grapefruit-Stücke. Herrlich cremig und authentisch schmeckte die Rahmsuppe von Kräutern aus dem eigenen Garten. Die luftigen Gnocchi wurden in deliziöser Tomatensauce und mit Bergkäse überbacken aufgetischt. Ebenso köstlich schmeckte die geröstete Kalbsleber, begleitet von Rösti mit hauchdünnem, knusprigem Rand. Auf den Punkt medium gebraten und fein gewürzt war das Kalbsfilet mit köstlichem Spargel-Pilz-Ragout und sämigem Erdäpfelpüree. Ein Genuss auch das Finale: flaumiges Buttermilchmousse mit frischen Erdbeeren und Rhabarber, dazu Sauerampfereis mit wunderbarem Eigengeschmack. Lobenswert sind auch das aus österreichischen und mediterranen Gewächsen bestehende Weinangebot und der umsichtige Service des Hausherrn.

2009
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Die Strahammer's führen ihr Restaurant im ehemaligen Schulgebäude im 15. Jahr, mittlerweile als Nichtraucherlokal. Herbert, aufgewachsen im Weinviertel, berät kompetent bei Fragen zum primär österreichischen Weinsortiment. Gabi, aus dem Bregenzerwald stammend, kocht mit großer Leidenschaft regional, saisonal und mit internationalen Einflüssen ergänzt. Lieferanten und Produkte werden auf der Karte genannt, die Kräuter stammen aus eigenem Garten und sogar Selbstgepflücktes von Wandertouren wird gerne verarbeitet. Die Auswahl ist klein, dafür wird alles frisch zubereitet. Ein köstliches Schaumsüppchen von der Wildkarotte und ein herrlich harmonierendes Avocado-Forellen-Tatar etwa als Amuse gueule. Ein Gedicht die Cremesuppe vom jungen Knollensellerie, besonders flaumig die Kartoffelgnocchi an Rosamarinbutter, mit Tomatensauce und Bergkäse überbacken. Exakt geschmort das Schüfele (Schulterblatt) vom Kalb mit selbst gesammelten Steinpilzen und cremigem Kartoffelpüree, fangfrisch die Egli- und Felchen-Filets aus dem Bodensee, schön ergänzt mit Gurken-Dillgemüse und Salzkartoffeln. Traumhaft die Basilikum-Joghurt-Mousse-Schaumrolle mit Himbeer-Sorbet und die Kreation "Alles Marille": Topfenknödel mit Nussbrösel, Sorbet mit Joghurt und Törtchen. Eine natürliche Küche, die uns mit Frische, Kreativität und hoher Qualität auch diesmal wieder überzeugt hat.

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s'Schulhus Gabi und Herbert Strahammer

Chefin Gabi Strahammer hat sich mit ihrem – in jungen Jahren errungenen – Koch-Olympiasieg in Atlanta nicht zufrieden gegeben, sondern ihr kulinarisches Niveau kontinuierlich gesteigert. Heute zelebriert sie in ihrer sensibel umgebauten ehemaligen Schule leichte, frische und modern interpretierte Regionalküche auf höchster Stufe. Ihr Mann Herbert besorgt aufmerksam und fachlich versiert den Service. Auch schwankt die Leistung nie, da das Wirtepaar immer persönlich präsent ist. Angenehm überraschte uns das Amuse bouche, eine Maiscremesuppe mit Popcorn. Exzellent schmeckte die Petersilienwurzel-Mousse mit gerösteten Nüssen und Birnen. Finessenreich fanden wir die Senfmousse-Cremesuppe mit dem luftigen Fischnockerl. Einzig die Ravioli mit Ricottafüllung enttäuschten uns ein wenig ob ihrer Trockenheit. Toll wieder das Aromenspiel zwischen der gebeizten Lachsforelle und der Krenmousse. Ein Hochgenuss das Zweierlei vom Milchkalb: ein zartrosa Rücken mit Oliven-Tomaten und ein geschmacksintensives Ragout mit sämigem Erdäpfelpüree. Auch das Dessert begeisterte, ein ideenreicher Zweiklang von Haselnuss-Panna-cotta und heißen Heidelbeeren mit Kokossorbet.

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