Der Name Steirerstuben ist irreführend, Fischstuben wäre passender. Nein, nicht wegen des Interieurs, das könnte ein Steirer Gasthaus zieren, aber wegen der Küche. Dort werden Fischgerichte am laufenden Band zubereitet. Das begann mit mürben, sautierten Calamari auf Blattsalat, den Knoblauch-Geschmack wurde man leider einige Zeit nicht los. Auch das Rindscarpaccio wäre ohne das Lauchgemüse ausgekommen. Der gegrillte Saibling als Hauptgang war die Spur zu lang in der Hitze, geschmacklich aber fein. Als Konterpart wählten wir ein exzellentes Filetsteak mit gegrillten Steinpilzen. Am Schluss wurde es wieder leicht: ein Waldbeerenturm auf Strudelteigblättern. Gut!
Steirerstuben Mag. Guido Nicolussi Moretto
Wahrscheinlich war das strahlende Wetter schuld, dass nicht allzu viele Tische besetzt waren, denn die Steirerstuben sind das, was man als gutbürgerliches Restaurant bezeichnen kann und für ein Familienessen zum Beispiel gut geeignet ist. Auf der Speisekarte finden sich dann auch vor allem traditionelle Wiener Gerichte, sehr klassisch zubereitet, wie ein Tafelspitz oder ein Zwiebelrostbraten – beides von guter, solider Qualität. Wagt man sich ein bisschen weg vom allzu Klassischen, dann gerät die Küche etwas ins Wanken, so geschehen bei der Lachsforelle, die von einer Balsamicosauce leider zugedeckt wurde. Das Schokomoussetörtchen war dann aber wieder ein gelungener Abschluss. Der Service ist übrigens professionell und erfreulich freundlich.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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