Detailansicht 2012

2011
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Das japanische Restaurant im siebenten Stock des Grand Hotels wurde über den Sommer umgebaut – mehr Licht durch Fenster, reduziertes Design in Weiß und dunklem Holz –, am kulinarischen Angebot hat das aber nichts verändert. Wie seit Jahren ist man bemüht, authentische japanische Küche auf hohem Niveau zu bieten. Zumindest atmosphärisch klappt das gut, die geschmackliche Qualität schien uns hingegen stellenweise durchaus ausbaufähig: Ein wenig langweilig war etwa der als Gruß aus der Küche servierte Sesam-Tofu. Auch das Tempura moriawase – Gemüse, Fisch und Garnelen in Teig gebacken – sah zwar beeindruckend aus, hinterließ aber kaum Eindruck am Gaumen. Hervorragend das Sushi, perfekt von der Reiskonsistenz bis zur Qualität des Fisches. Zum Hauptgang probierten wir gemischte Meeresfrüchte mit Blattspinat, zubereitet vor unseren Augen auf dem Teppanyaki-Herd, was nicht nur eine feine Show ist, sondern auch vorzüglich schmeckte. Nicht ganz so überzeugend die Desserts: Sowohl das Tiramisu vom grünen Tee als auch die Crème brûlée vom schwarzen Sesam dürfen zumindest als Versuch gelten, europäische Klassiker japanisch zu übersetzen.

2010
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Vielleicht war es nur ein Missverständnis, dass der Kellner vom benachbarten Restaurant Le Ciel im Grand Hotel abfällig in Richtung des japanischen Unkai weist. Fest steht, dass die Inneneinrichtung mit Kaufhaus-Holzvertäfelung einen kaum glauben lassen kann, dass es sich hier um die lange Zeit erste Asia-Adresse Wiens handelt. Dabei – und das macht das Desinteresse der Hotelführung ärgerlich – punktet das Serviceteam, allen voran die Leiterin mit Freundlichkeit. Wenn dann die Gänge aus der Küche geliefert werden, ist die Hotel-Depression fast verschwunden. Das begründet sich in der unglaublichen Fisch-Kompetenz: Im Sunomono moriawase, den rohen Fisch-Stücken in Essig, schmeckte man das sofort, ebenso im klassischen Sashimi: dunkelroter, fetter Thunfisch, Seeigel, seltene Garnelen oder knackiger Seebarsch. Hier wird man nicht mit mediokrem Lachs oder Butterfisch behelligt, sondern bekommt wahre Luxusware. Großartig auch das Tempura-Gemüse und die -Meeresfrüchte. Am Schluss ein Grüntee-Eis mit einem intensiven, aber doch süßen Geschmack, der den ganzen Abend am Gaumen verblieb. Diese Küche verdient auch hotelintern die entsprechende Aufmerksamkeit.

2009
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Auf der Suche nach authentischem japanischen Essen führte unser Weg wieder einmal ins Unkai im siebenten Stock des Grand Hotels. Am überaus nüchternen Ambiente änderte sich nichts: einerseits typisch, mit streng abgeteilten Bereichen für jeden Tisch, andererseits schon fast ein wenig verstaubt. Beim Essen ein völlig anderer Eindruck: Ausgezeichnete Sushi und Maki zur Einstimmung ließen wir, wie in Japan üblich, von einer außerordentlich guten Misosuppe begleiten. Die Hauptspeisen kommen von der heißen Platte (Teppanyaki) oder können am Tisch selbst gebrutzelt werden. Wer das nicht möchte, kann aus einem umfangreichen Sortiment von Kaiseki-Menüs wählen, was hier zweifellos die beste Wahl darstellt. Das Rindfleisch mit Spinat und Sojasprossen war sehr zart und fein, auch der Lachs, leider mit fast zu viel Sojasauce, war erwartungsgemäß von allererster Qualität. Das japanische Serviceteam wirkte bemüht und sehr freundlich, eine gewisse Steifheit muss man hier vielleicht akzeptieren. Nicht besonders umfangreich, doch gut zusammengestellt ist die Weinkarte. Im Erdgeschoss des Hotels hat sich der Unkai Gourmet Take-Away etabliert, wo erstklassige Sushi und Sashimi zubereitet werden. Der Weg in den siebenten Stock lohnt aber dennoch.

zurück

Unkai Siegfried Pucher

Im siebten Stock des Wiener Grand Hotels ist der Name des Restaurants Programm, denn Unkai bedeutet aus dem Japanischen übersetzt so viel wie Wolkenmeer. Täglich wird hier vom langjährigen Küchenchef Hiroshi Sakai und seinem Team himmlische, authentisch japanische Küche angeboten. Wir begannen unser Abendessen mit einem Sakeschaumwein, einem erfrischenden Getränk, ganz in der Stilistik eines Prosecco, aber viel spezieller in den Aromen. Weiter ging es mit den legendären Sushi- und Makivariationen. Die gibt es weit und breit sicher kaum besser als hier. Für uns immer ein Tipp, wenn es nur Sushi sein soll: die Unkai-Bar im Erdgeschoß des Grand Hotels. Wir wollten jedoch mehr und kosteten uns auch durch die verschiedenen Tempura-Arten. Alles von hervorragender Qualität. Spannend war das Zwischengericht: eine Reissuppe mit gesalzenen Pflaumen. Ebenfalls sehr gut: die Buchweizennudeln mit grünem Teepulver. Besonders gefallen hat uns auch die Weinauswahl, die deutlich von den üblichen Einheitsweinkarten abweicht. Leider sind die Preise, speziell bei den glasweisen Weinen, ziemlich hoch. Der Service ist sympathisch, kompetent und allgegenwärtig.

Kommentare

Kommentare werden geladen...



Newsletter abonnieren

Zur Anmeldung