Detailansicht 2012

2011
12.5

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Weibels Wirtshaus gilt seit vielen Jahren als Hort typischer wienerischer Küche und entsprechender Atmosphäre. Zu Recht, denn der kleine, zweistöckige Gastraum mit seinen verwinkelten Tischen strahlt tatsächlich gemütlich-gepflegte Gastlichkeit aus, unterstrichen durch einen besonders höflichen Service. Und Liebhaber der klassischen Wiener Wirtshausküche kommen hier stets auf ihre Rechnung. Wir konzentrierten uns diesmal auf die in den beiden Vier-Gang-Menüs angebotenen Gerichte der feineren Küche, die ganz gut gelangen, ohne wirkliche Begeisterung auszulösen. Die Zwiebel-Knoblauch-Suppe und gebratene Riesengarnelen auf Weißwein-Lauch-Risotto schmeckten soso lala, mehr Freude bereiteten die Kombination von süß-saurem Chicorée mit knuspriger Maishendlbrust und das rosa Rindsfilet mit feiner Erdäpfelpalatschinke. Da uns Apfelstrudel mit Vanilleeis oder Topfenschmarren zu üppig erschienen, wichen wir auf ein erfrischendes Blutorangensorbet mit in Wodka marinierten Minz-Zitrusfrüchten, die sich hauptsächlich als Himbeeren entpuppten, aus. Erfreuliche Weinkultur.

2010
12

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GAULT MILLAU Österreich 2010.


Im gemütlich-engen Weibelschen Wirtshaus kann es schon passieren, dass man der einzige einheimische Gast ist. Von einer Touristenfalle kann man aber bei diesem trotzdem typisch wienerisch gebliebenen Wirtshaus nicht sprechen, werden doch die Selchfleischknöderln auf lauwarmem Speck-Krautsalat genau mit dem richtigen Grad Deftigkeit, die nun einmal für den optimalen Geschmack erforderlich ist, zubereitet. Und Altwiener Backfleisch (Beiried) ist auch keine Schonkost, da schwimmend im Fett herausgebacken, hat aber angesichts der guten Fleischqualität Klasse. Für den elaborierten Hunger gibt es eine Maronischaumsuppe mit Ingwer oder ein mürbes Kalbsrückensteak auf leichtem Apfel-Sellerie-Püree mit Thymiankrustl. Das große Weinangebot beeindruckt auch am offenen Sektor.

2009
12

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GAULT MILLAU Österreich 2009.


Hans Weibels Schmuckkästchen in der Kumpffgasse ist offenbar von internationalen Reiseführern als "typisch wienerisch" entdeckt worden. Sicher macht sich das gemütlich-verwinkelte Ambiente mit der kleinen Galerie auf Souvenirfotos recht gut. Die Speisenkarte hat sich dieser Art von Nachfrage angepasst - es dominieren Schnitzel, Tafelspitz, Gulasch und Apfelstrudel, durchwegs in ordentlicher Qualität. Abseits der Basisversorgung für Wien-Besucher mussten wir ein gewisses Maß an Lieblosigkeit konstatieren. Natürlich darf ein Kalbsgulasch mit Nockerln mild sein, doch so bleich und geschmacksneutral wie hier sollte es nicht ausfallen. Auch dem gedämpften Zanderfilet mit Rahmfenchel und Dill-Erdäpfeln fehlte es an Esprit. Dafür war die Erdäpfelkräutersuppe mit knusprigen Ententascherln reichlich deftig geraten. Lob verdienten die fein aromatischen Lammnüsschen mit Couscous und grüner Sauce, die ein mediterranes Lächeln in unsere dunkle Nische zauberten.

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Weibels Wirtshaus Hans Weibel

In diesem Teil der City fühlt man sich sowieso in alte Zeiten versetzt, und auch Weibels Wirtshaus fällt da nicht aus dem Bild: Kopfsteinpflaster vor dem Eingang, und drinnen herrscht urige, holzvertäfelte Gasthausatmosphäre mit verwinkelter Gemütlichkeit. Die Karte ist vorwiegend konservativ angelegt. Wir probierten das Kalbsrahmbeuschel mit gebackenem Ei, das sehr okay schmeckte, aber für eine Vorspeise ziemlich üppig war. Die Lammhaxe in Merlotsauce auf Zucchinirisotto war tadellos, die Schweinsfiletscheiben hingegen gerieten nicht weiter aufregend, der dazu servierte Solospargel leider etwas bitter. Sehr gut sortiert präsentierte sich die Weinkarte. Und gottlob gibt es auch eine gute Auswahl an Digestifs – denn so schwer, wie hier gekocht wird, kann man die nach dem Essen durchaus brauchen.

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