Detailansicht 2012

2011
12.5

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Die Bezeichnung „Heurigenhof" ist tiefgestapelt: Eher kann man schon von einem Restaurant sprechen, so ambitioniert wie sich die Küche präsentiert. Das begann mit den Materialien: Der Büffelmozzarella von Robert Pagets Käserei schmeckt schon alleine hervorragend, ein Wildkräutersalat brachte den Käse noch besser zur Geltung. Der gebackene Blutwurststrudel gab uns einen herrlichen Vorwand, auf kräftigere Weine aus dem Gut umzusteigen. Beim großartigen, knusprig gebratenen Schweinsbauch mit geschmortem Spitzkraut waren wir dann beim Smaragd angelangt. Zum Abschluss ein leichtes Weingartenpfirsich-Sorbet mit einem Brut und wir fragen: Warum schmeckt es nicht in allen Heurigen so?

2009

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Der Heurigenhof des Langenloiser Willi Bründlmayer bietet eine sehr schöne und authentische Kulisse, um die Weine des Winzers in Begleitung mit Speisen zu geniessen. Im lauschigen Innenhof bestellten wir würzig-knackige Bratwürstel vom Maibock auf Veltlinerkraut und Spargelsalat vom sehr guten Tullnerfelder Solospargel mit steirischem Vulkanschinken und etwas zu süßer Vinaigrette. Als Hauptspeise wählten wir Tafelspitz mit Rahmgemüse, Apfelkren, Schnittlauchsauce und Rösterdäpfel, welche wir uns weniger fett und braun gebraten gewünscht hätten. Danach wurde eine große Portion Erdbeerparfait mit Rhabarberkompott serviert. Die gut strukturierte Speisekarte bietet unter anderem auch ein Menü mit korrespondierenden Weinen an. Nahezu das gesamte Sortiment an Bründelmayer'schen Weinen kann glasweise verkostet/getrunken werden, der Heurigenhof dient außerdem als Ab-Hof-Verkaufsstelle.

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Heurigenhof Bründlmayer Martin Schierhuber

Die Weine Willi Bründlmayers allein wären ein Grund einzukehren. Denn hier findet der Aficionado von Lamm, Käferberg, Lyra und Heiligenstein auch immer wieder das eine oder andere Fläschchen aus früheren Jahren. Weine, die jetzt ihren perfekten Reifepunkt erreicht haben. Wie gesagt: Man würde alleine deshalb schon kommen. Wie schön aber, wie wunderbar eingefädelt, dass wir es hier so nebenbei auch mit dem wahrscheinlich bestgeführten Heurigen des Landes zu tun haben. (Na gut, mit solchen Rankings sind wir immer vorsichtig. Aber der gefühlte beste jedenfalls.) Essen der Region zugetan, aber niemals provinziell, einfach, aber niemals simpel. Zum Einstieg einmal der köstliche Kübelspeck, der so gut zum trockenen Sekt aus dem Haus B. passt. Danach vielleicht Blunze, diesmal als Strudel, mit einer chili-scharfen Beilage. Ein Rücken vom Reh – selten so gut gehabt. Dazu eine Palatschinke mit Topfen. Da freut sich der Rotwein im Glas. Die Desserts einfallsreich, der Käse von Maître Antony. Das Backhendl soll zu den besten zu zählen sein. Oh Gott, schon wieder ein Ranking.

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