Die niedrigen Tische und Sessel des Fuchswirtes erinnerten uns irgendwie an die Einrichtung einer alten Volksschulklasse. Da Körpergröße aber nicht zu unseren auffälligsten Attributen gehört, konnten wir ohne Probleme zu Beginn unseres Essens ein mild gewürztes Wildragout mit gebackenem Semmelknödel sowie ein pikantes Sulzerl von der steirischen Räucherforelle auf Belugalinsensalat genießen. Der folgende Zwiebelrostbraten mit Schupfnudeln war butterzart und der Riesling dazu der perfekte Begleiter. Die mit Camembert überbackenen Schweinemedaillons machten zwar optisch keine große Freude und der Käse wirkte ein bisschen trocken, doch den Gesamteindruck konnten wir nur als gelungen bewerten. Die Mousse vom Moët & Chandon schmeckte uns zwar, vom gleichnamigen Champagner konnten wir aber nichts erschmecken. Vielleicht war er schon ausgetrunken?
Fuchswirt Clemens Konrad
Der Fuchswirt liegt inmitten der Kitzbühler Alpen im kleinen Ort Kelchsau. Es gibt sehr gemütliche Stuben im Stile eines alten Jagdhauses. Die Küche bietet eine Mischung aus österreichischer Tradition und einem Hauch Moderne. Wir begannen mit einer kräftigen Rindsuppe mit Milzrolle als Einlage, die uns gut gefiel. Es folgte gebackener Kalbskopf mit Erdäpfelsalat, der leider sehr kalt serviert wurde. Das empfohlene Rindsfilet war von ausgezeichneter Fleischqualität, das Gemüse dazu leider ungewürzt. Gänzlich missraten war das Erdäpfelgratin. Es sah zwar appetitlich aus, die Erdäpfeln waren aber ebenfalls ungewürzt und schmeckten somit nach überhaupt nichts. Die Weinkarte bietet Weine aus den wichtigsten Anbaugebieten Österreichs zu einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Sehr freundlicher Service.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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