Detailansicht 2012

2011
12.5

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Im erweiterten Wohnzimmer von Patron Peter Parzmair wird Familienidylle großgeschrieben. Perfekter Service und eine gute Auswahl an Weinen (immerhin ein Kellerwirt!) gehören einfach dazu. Zu unserem Leidwesen war die Küche am Tag unseres Besuchs wenig inspiriert. Lediglich das Roastbeef erfüllte unsere Erwartungen. Der Blunzengugelhupf mit Kren-Rahm-Kraut war geschmacksarm und von eigenartiger Konsistenz. Der gedämpfte Waller hatte sein angestammtes Reich auch schon lange verlassen, und das Perlhuhnbrüstchen war etwas bissfest. Auch die gute, hausgemachte Cremeschnitte konnte uns nicht mehr umstimmen.

2010
13 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Überall Weinflaschen! In jedem Regal, auf jedem ebenen Platz außer den Tischen. Leere Weinflaschen säumen sogar den Weg über die Stiegen zu den Toiletten. Kein Zweifel: Der Chef ist ein Wein-Fan, was natürlich den Gästen zugute kommt. Ein zweifellos originelles Lokal, fast wie ein großes Wohnzimmer und sehr familiär. Aber auch das, was auf den Tisch kommt, ist bemerkenswert: Die Paradeisersuppe war ein frisches, geschmackreiches Vergnügen, der Filetspieß aus à point gebratenem, schmackhaftem Fleisch passte perfekt. Einzige Kritik: Die Hauptspeise kam mit derart voluminös aufgeschütteten Beilagenmengen zum Gast, dass der Kampf gegen die Essensmengen nur verloren werden konnte. Zum Nachtisch gab’s einen prachtvollen Eiskaffee. Ein rundum angenehmes Essvergnügen, sehr nette junge Leute im Service und ein Patron, der sich wirklich um die Gäste kümmert. Legendär ist Peter Parzmairs Fähigkeit (und natürlich sein Wille, sich die Arbeit zu machen), angesagte Anlässe mit passenden Tischdekorationen und Speisefolgen zu verschönern.

2009
13 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Besondere Anlässe, besondere Menüs: Schon bei der Reservierung für den Valentinstag wurde das Spezialmenü aus fünf aphrodisierenden Gängen und einem Glas Champagner empfohlen. So starteten wir mit einem harmonisch-frischen Lammcarpaccio mit Gurken und Blattsalaten. Die Konsistenz der Ingwer-Krebssuppe war zwar etwas dünn, aber geschmacklich elegant. Danach folgte ein cremiges Risotto mit Jakobsmuscheln, das mit dem nötigen Biss auf der Zunge zerging. Zu der zarten Jakobsmuschel hatte sich eine banale Grünschalenmuschel eingeschlichen - wohl ein aphrodiesisches Versehen. Als Hauptgang erfreute eine punktgenau gebratene, zarte Flugentenbrust mit knackigem Gemüse (von den versprochenen Tomaten war nichts zu sehen und zu schmecken) und mit einer eher undefinierbaren Ingwersauce. Den krönenden Abschluss des Valentinstag-Mahls bildete ein Parfait von der Passionsfrucht mit Honigschaum: angenehm frisch, so als würde man in die Frucht beißen, und gut unterstützt von einem luftig-leichten Honigschaum.

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Kellerwirt Peter Parzmair

Weinflaschen in allen Größen aus allen namhaften Weinbauregionen und unzählige Flaschenkorken sprechen eine eindeutige Sprache: Peter Parzmairs Leidenschaft gehört den exzellenten Weinen. Erfreulich ist, dass er diese Passion auch in die Kalkulation der Weinpreise einfließen lässt und so dem Gast ermöglicht, ohne schlechtes Gewissen eine gute Flasche zu genießen. Heuer zeigte sich auch die Küche von ihrer besten Seite. Das Sülzchen vom Tafelspitz war mutig und mit viel Essig mariniert, die Spargelschaumsuppe kräftig und geschmackvoll. Bei den Fleischgerichten setzte man noch auf die edelsten Stücke, sprich: die Filets. Das zarte Kalbsfilet mit Heurigen hätte man zwar durchaus mit mehr Aromen versehen können, das Gesamtergebnis überzeugte dennoch. Das Gleiche galt für das Filet vom Schwein, das als „G’spitztes Brat’l“ mit Speck umwickelt und auf warmem Kraut serviert wurde. Die flaumigen Topfenknödel mit in Amaretto marinierten Erdbeeren sowie das bekömmliche Mus vom Spargel waren zeitgemäße Desserts mit klassischen Ansätzen und schmeckten vorzüglich. Zuvorkommender und aufmerksamer Service.

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