Abseits von Touristenströmen tut sich das Lalessandra nicht leicht. Der zufällige Gast kehrt hier sicher nicht ein. Wohl aber jener, der Fisch liebt und in einer familiär geführten Trattoria à la Adriaküste speisen will. Der lebhafte Patron Nilo Sangiorgi verleiht dem Lokal seine ganz persönliche Note und erkennt jeden Gast spätestens beim dritten Besuch wieder. Der Lebemann aus Latina fand mit seiner Familie in Meran seine zweite Heimat und kredenzt seinen Gästen, meist Stammgästen, vorzugsweise Fisch-Spezialitäten. Die gratinierten Jakobsmuscheln waren gut durchgebraten, ohne Fehl und Tadel zeigte sich auch die Fischplatte vom Grill. Die Desserts bereitet die Hausherrin höchstpersönlich zu. Mit Erfolg, schmeckte die Panna cotta mit Kiwi-Sauce doch vorzüglich. Alles in allem: eine verlässliche Adresse für Fischliebhaber, die die persönliche Note eines familiär geführten, einfachen Gastlokals lieben.
Lalessandra
In einem unscheinbaren Lokal in Untermais, etwas außerhalb des Zentrums von Meran, verwöhnt Nilo, ein römischer Wirt wie aus dem Bilderbuch, sein Publikum schon seit Jahren mit typisch italienischen Spezialitäten. Es sind vor allem Stammgäste, die hierher pilgern, schließlich ist es so gut wie unmöglich, in Meran und Umgebung eine derart sympathische Trattoria mit entsprechend gutem Essen zu finden. In seiner direkten, aber herzlichen Art hilft Nilo treffsicher beim Wählen der Gerichte und Weine. Schon die Antipasti ließen das Herz höherschlagen: Tintenfisch in Tomaten-Erbsen-Sud, lauwarmer Pulpo mit Kartoffelcoulis, Garnelen und Zitrusfrüchte auf Rucola, fein abgeschmeckt mit bestem Olivenöl und Zitrone. Die absolute Stärke der Küche sind wohl die Vorspeisen, allen voran die Spaghetti alla Nisida, also auf den Punkt gekochte Spaghetti mit ausgezeichneten Meeresfrüchten, oder die Linguine mit Hummer. Aber auch die Hauptspeisen enttäuschten nicht: gefüllte Schwertfischröllchen oder Goldbrasse im knusprigen Kartoffelmantel. Typisch italienisch sind auch die Desserts: Amaretto-Parfait mit ausreichend flüssiger Bitterschokolade oder die „Marjolenne“, eine leichte Chantilly-Creme mit Erdbeeren und hausgemachtem Mandelgebäck. Und was darf in der Trattoria nie fehlen? Der eisgekühlte Limoncello, mit dem das vergnügliche Essen bei Nilo einen gelungenen Abschluss fand.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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