Seit Jahren schätzt das treue Stammpublikum aus dem Meraner Raum am Restaurant Trauttmansdorff die konstant hervorragende Küche und das legere Ambiente. Und auch bei unserem heurigen Besuch wurden wir nicht enttäuscht. Außerhalb der Speisekarte wird einiges geboten – man empfahl uns einen lauwarmen Hummersalat, der Freude auf mehr machte. Auch das Zitronenrisotto mit Seeteufel und Garnelenspieß traf ganz unseren Geschmack und unterstrich die Vorliebe des Küchenchefs für mediterrane Gerichte. Zart und sehr saftig gelang die Tagliata vom Rindsfilet mit Tomaten-Rucola-Salat und Erdäpfeln. Zum Schluss entzückte uns die Kombination aus Himbeerhalbgefrorenem und Mousse von der Valrhona Grand Cru. Mit der Digestif-Empfehlung kann man den Abend an der Bar des Lokals ausklingen lassen.
Trauttmansdorff
Wer es in der Gastronomie über viele Jahre schafft, Qualität und Professionalität zu vereinen und damit bei seinen Gästen ungebrochen beliebt bleibt, der muss wohl ein Erfolgsrezept haben. Im Trauttmansdorff ist dieses neben einem Angebot von sehr gutem Essen wohl die Entspanntheit, die Nachtschwärmer wie Gourmets, Freunde wie Verliebte hier genießen. Ein weiteres Plus: Die Küche hält bis nach Mitternacht offen, eine Ausnahme für den Meraner Raum. Konkreter Stil lässt sich in dem unkonventionellen Lokal keiner festmachen, Orientalisches wird mit Avantgarde, Uriges mit Dekadentem zusammengeführt. Die mediterran-asiatisch geprägte Speisekarte verspricht einiges und kann diese Versprechen halten. Die gebratene Gänsestopfleber war von sehr guter Qualität, allein das dazugereichte Selleriepüree nicht passend. Ein hervorragendes Nudelgericht waren die hausgemachten Tagliolini mit Garnelen und Scampi in kräftig-würziger Tomatensauce. Fleischgenuss pur versprach und hielt das mit Olivenöl beträufelte Nebraska-Rindsfilet mit Kartoffelpüree. Den würdigen Abschluss bildete das Passionsfrucht-Tiramisu.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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