Detailansicht 2012

2011
16 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Sagen wir: Die Leichtigkeit des Seins ist hier Programm. Stil und Ambiente des hellen, in Creme- und Brauntönen gehaltenen Restaurants unter der Leitung von Günter Faderl lassen das Stimmungsbarometer nach oben ausschlagen. Die Servicebrigade las uns jeden Wunsch von den Augen ab – dezent, kompetent, unaufdringlich. Und Küchenchef André Stahl verwöhnt auf eine Art, die dem feinsinnigen Genuss verschrieben ist und keine Reue kennt. Er kombinierte geflämmte Jakobsmuscheln mit Zitronenespuma und Thunfischtatar und setzte diesen furiosen Dreier auf gestampfte Erdäpfel. Er dämpfte die sanfte Bissigkeit eines geräucherten Rindsfilets mit Erdäpfel-Vanille-Espuma – eine hinreißende Paarung. Der Steinbutt in Pancetta-Mantel, leicht papriziert und zitronig, vollführte die schier unglaubliche Grätsche, gleichzeitig schlank und vollkommen rund zu schmecken. Elegant die Zitronensuppe. Selbst der schlicht angekündigte Sankt Petersfisch hatte Pfiff: Weißweinrisotto und Püree vom roten Paprika schmeichelten sich so richtig dazu. Exquisit und exakt temperiert war das Käseangebot. Die Weinkarte wiegt schwer – da wird man in allen Preiskategorien fündig.

2010
16 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Hubert Wallner hat das schicke Caramé verlassen, um fortan im noch schickeren Aenea in Reifnitz die schickste Klientel zu beglücken. Der neue Küchenchef André Stahl darf sich als Wörthersee-Profi bezeichnen, war er doch zuvor in den Schlössern Seefels und Leonstein durchaus positiv aufgefallen. Gleich zu Beginn ging es geschmacklich voll zur Sache: Kalbscarpaccio mit Gänseleberstrudel und Sommertrüffel – klingt nach Routine, schmeckte aber eigenständig und pfiffig. Gleich darauf der Höhepunkt des Abends: Die gelierte Ochsenschleppessenz mit Tatar vom Almochs und Kaviar wurde mit einem Wachtelei serviert und beeindruckte nicht nur durch verschwenderischen Materialeinsatz, sondern erwies sich als tolle Kombination, von der man nicht genug bekommen konnte. Der offene Raviolo vom Zander und Spinat-Salat zeigte, dass Stahl auch subtileren Stil beherrscht, der Steinbutt auf Steinpilzen harmonierte großartig mit den dazu gebratenen Pfirsichscheiben, und der Weidelammrücken in Pommery-Senfkruste wurde von einem Selleriepüree perfekt abgerundet. Bei den Desserts begeisterte uns die Pfirsich-Variation noch mehr als die nicht ganz so spannende Schoko-Zwetschken-Kombination. Alles in allem: So gut und nicht nur chic war es im Caramé noch nie.

2009
16 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Der Abend im hauptsächlich schwarz-weiß gehaltenen Restaurant Caramé begann zumindest optisch kontrastreich, sonst aber harmonisch. Die freundliche Servicebrigade legte eine ausgezeichnete Mischung aus guter Beratung und unauffälliger Dienstbarkeit an den Tag. Die Karte vielseitig und es mangelte auch nicht an luxuriösen Zutaten, wie man sie am Wörthersee halt gerne zu sich nimmt. Vorweg wurde uns ein safranisierter Heilbutt, ein Gemüsemaki und die Essenz aus Paradeisern serviert, alles makellos bis auf das vielleicht zu bissfeste Maki. Die Vorspeise aus roh mariniertem Thunfisch mit Kren, einem Tatare und einer Praline desselben Fisches, ersteres verbrämt mit ein wenig Beluga, letzteres mit einer süß-sauren Sauce, war zart und abwechslungsreich. Aber auch die Torte von der Gänseleber mit hausgemachtem Brioche, hervorragend, der Gewürztraminer vom Roten Haus aus Wien-Heiligenstadt dazu ideal, der Milchreis mit Kirsche gewöhnungsbedürftig. Sowohl Paprika- als auch Kohlrabischaumsuppe konnten überzeugen, besonders durch die Beigaben: Ricottaravioli und gebratene Jakobsmuschel. Ebenso eindrucksvoll die Hauptgänge mit einem herrlichen Stückerl Rehfilet mit Kartoffeltascherl, gefüllt mit braunen Schalotten, und einem zarten Kalbsrücken mit Petersil-Risotto, letzteres leider misslungen. Sehr schön auch die raffinierte Käseauswahl und der karamellisierte Brillat-Savarin auf Erdbeer-Minzsalat und Ziegenkäse mit Pinienkruste.

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Caramé Julischka Politzky, Günter Faderl

Das vom kongenialen Duo Politzky-Faderl mit angenehm ruhiger Eleganz geführte Restaurant beeindruckt uns immer wieder aufs Neue. Küchenchef André Stahl überzeugt mit Ehrlichkeit und weiß, mit neuen Kompositionen auf höchstem Niveau zu überraschen. Die Speisekarte wird hier übrigens in Form eines iPad gereicht, traditioneller dann das Hauptprogramm: Aus der Küche kam eine Mousse von der weißen Tomate, schmolz am Gaumen und hinterließ eine angenehm prickelnde Schärfe ebenso wie das Karotten-Ingwer-Süppchen. Das Tatar vom Rinderfilet mit Chili-Rührei, eine perfekte Kombination, rassig, einfach top. Von vollendeter Perfektion die gebratene Rotbarbe mit Thymian-Gnocchi und mediterranem Gemüse, Letzteres ein Mille-feuille von der Aubergine und knackige Brunoise. Einzig die gebratene Gänseleber war beim kritischen Hinsehen vielleicht etwas zu gar geraten. Als Abschluss servierte man uns Holunder und Himbeere, eine fulminante Trilogie aus Schaum, Mousse und Gelee, ein Hochgenuss.

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