Detailansicht 2012

2011
12.5

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Hoch über Bozen im Stadtteil Haslach thront die Haselburg, deren Ursprung bis ins 12. Jh. zurückreicht. Mit viel Liebe zum Detail wurde das alte Gemäuer vor einigen Jahren restauriert und mit einem Restaurant und Konferenzräumen ausgestattet. Wir genossen den wunderbaren Ausblick und begannen mit einem Spargelcremesüppchen mit Räucherlachsstreifen und Schüttelbrotbandnudeln mit Rehragout und Preiselbeer-Espuma. Als Hauptspeise wählten wir Spargel mit Hausschinken, Salzerdäpfeln und Bozner Sauce und das rosa gebratene Lammnüsschen mit Püree von Pustertaler Rüben und gegrillten Knödeln. Die Kombinationen gelingen gut, hier werden traditionelle Gerichte mit einer modernen Note versehen.

2010
12

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Der schöne Panorama-Blick über die Stadt Bozen und Umgebung macht die steile und enge Anfahrt wett. Die vor einigen Jahren restaurierte und neu eingerichtete Haselburg bietet ein beeindruckendes Ambiente. Die unterschiedlich großen Speiseräume sind auf verschiedene Ebenen verteilt und gekonnt in die Steinmauern mit Holz und Glas eingebaut. Im Frühling und Sommer speist man auch auf der Terrasse. Aus dem Burgkeller kommen Kaminwurzen, Speck und Käse, die Küche bietet regionale Gerichte mit mediterraner Note. Unaufgeregt und gefällig werden Nocken, Nudeln, Knödel, Risotti und Fleischgerichte gekocht. Etwas langweilig war der Hirschschinken mit Grünspeck und aromatisiertem Ziegenfrischkäse, besser die hausgemachten Ravioli mit weißem Spargel. Begeistert waren wir auch von der Dattelsauce, die den saftig gegarten Lammkoteletts eine zusätzliche fruchtige Note gaben. Einfach, aber köstlich: warme Waldfrüchte mit Vanilleeis in hausgemachter Hippe.

2009
12

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Ritterlich geht es auf der Haselburg oberhalb Bozen zu und es ist eine Freude, mit wie viel Sachkenntnis und Liebe zum Detail die verfallene Burg vor einigen Jahren saniert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Vor allem für Feiern und besondere Anlässe ist die Burg ideal. Und trotzdem gaben sich die Pächter fast schon im Jahresrhythmus die Klinke in die Hand und das, obwohl das Speisen-Repertoire von fein bis rustikal reichte. Die neue Führung versucht es mit einer klassischen, unprätentiösen Speisekarte: Lammkoteletts, Rindsfilet, Knödel, Gulasch und Nudelgerichte sowie Risotto. Gut waren das Erdbeertiramisu und die Profiteroles. Der Zweigelt wächst direkt an der Burg und ist einen Versuch wert.

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Haselburg Gerhard Stecher

Die Haselburg ist ein Paradebeispiel mustergültiger Restaurierung. An der emblematischen Burg oberhalb von Bozen hatte der Zahn der Zeit schon arg genagt, glücklicherweise wurde die mittelalterliche Feste aber von Grund auf erneuert und 2002 wieder für die Öffentlichkeit frei gegeben. Moderne architektonische Elemente wurden gekonnt in die jahrhundertealte Struktur eingebunden, und auch die hiesige Küche zeigt sich durchaus zeitgeistig. Die Terrine von Frischkäse mit Basilikum und Paprika im Zucchinimantel hätte zwar etwas würziger und weniger oberslastig auf den Tisch kommen sollen, doch die Essenz passte. Sehr gut gebraten erwies sich die Tagliata vom Rind (aufgeschnittenes, gebratenes Rindfleisch, in der Regel Entrecôte) mit den Beilagen dieses italienischen Klassikers in Form von Parmesanhobeln und Rucola. Das Bemühen von Küche und Servicecrew ist redlich, und die Kreativität der Speisekarte (z.B. Rehkeule in einer Cassis-Sauce, Hühnchentempura mit Ananasdressing, Carpaccio vom Thunfisch mit Korianderdressing etc.) verheißt eine interessante Zukunft. In der Ausführung braucht es noch ein wenig mehr Konstanz. Schöne, wohl überlegte Weinkarte.

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