Essen mit hohem Entspannungsfaktor: Das bietet diese fast schon kitschig idyllisch gelegene historische Taverne mit traumhaftem Blick übers Rosental vor allem im gut beschatteten Gastgarten. Die Küche ist für ihre Flusskrebse aus der Drau berühmt, diese werden klassisch zubereitet und mit Mayonnaise serviert. Ein zarter Genuss. Auch das Carpaccio vom Kärntner Rind mundete, die gegrillten Lammkoteletts konnten in puncto Zartheit allerdings nicht mit den Flusskrebsen mithalten. Die hausgemachte Mohntorte besserte diesen Schnitzer aber gleich wieder aus, sie ist ein Klassiker des Hauses und ein süßes Musterbeispiel an Verführungskraft.
Taverne Nepomuk „Anno 1504“ Anette und Alexander Weckerlein
Draußen schnattert die Schneckenpolizei, drinnen, im ehemaligen Schweinestall mit Gewölbe, geben Trüffel aus Istrien von der Pasta bis zum Käse den Ton an. Gemäß der Philosophie der kurzen Wege sind sie die am weitesten gereiste Konstante auf der kleinen Karte. Zweite Konstante ist die Qualität der Gerichte aus Frau Weckerleins winziger Küche: So irritierte das Mayonnaise-Gitter auf dem Carpaccio nur optisch, vorsichtig deftig war der lauwarme Kalbskopf mit ordentlich Trüffel-Dosierung. Wiesenkräuter bedufteten den saftigen Saibling in der Folie. Verlockend die Weine und hausgebrannten Schnäpse – den Leitspruch „Je weniger Kilometer, desto besser“ sollte man also auch für die Heimfahrt beherzigen.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
Kommentare werden geladen...