Das Restaurant „Das Cottage, das in einer schmucken, ruhigen Randlage des gleichnamigen Nobelviertels von Währing gelegen ist, punktet mit gemütlicher Atmosphäre, einem überaus sympathischen Patron und einer ausgewogenen, passablen Speisenauswahl. Interessant ist die Weinkarte, die Weinkompetenz des Personals ist angemessen. Einzig der Wahlspruch „Perfektion ist unsere Passion wirkt etwas aufgesetzt. So konnte uns die Sulz vom Kalbsbries für die Küche gewinnen, auch der Salat vom Oktopus gelang gut, das Koriander-Limetten-Dressing passte dazu. Die Maishendlbrust war etwas fest, der Safranreis dazu aber schön al dente, das Grillgemüse wohlschmeckend. Auch die Kalbsleber mit Basmatireis konnte den Haubeneindruck bestätigen: saftig und mit mollig-aromatischer Sauce. Einzig die Desserts fielen etwas ab – die Bananen-Karamell-Törtchen konnten nicht vollends überzeugen. Dies tat jedoch unserem Gesamteindruck keinen Abbruch, besonders die empfohlenen Weine konnten diesen nachdrücklich unterstreichen.
Das Cottage Michael Breitschopf
Das Cottage zeigte sich bei unserem Besuch von einer sehr zwiespältigen Seite. Einerseits versuchte man, uns mit typischem Wiener Schmäh zu gewinnen, andererseits verärgerte man mit einem unzulänglichen Service und einer Weinkalkulation, die einem die Freude am Weingenuss gänzlich verderben könnte. Das Essen glich einer Hochschaubahn, wobei sich die meisten Gerichte jedoch unter dem bisherigen Niveau zeigten. Die Spargelcremesuppe schmeckte intensiv, und das Beuschel mit Semmelknödel war passabel. Den zu kurz gebratenen Zwiebelrostbraten hätte man gerade noch durchgehen lassen können, doch die gebratene Goldbrasse enttäuschte völlig. Der Fisch war zu stark angebraten und innen an vielen Stellen noch roh. Das abschließende Honig-Marillen-Parfait war steinhart gefroren und reihte sich somit nahtlos in die negative Serie ein. So sollte es nicht weitergehen, hoffen wir zumindest.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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