Detailansicht 2012

2011
13 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Wer in Österreichs Gourmetgasthausszene reüssieren will, sollte über artistisches Talent verfügen. Es gilt, den Spagat zwischen Bodenständigkeit und Kreativität möglichst schmerzfrei zu absolvieren. Beim Novak gelingt die Übung perfekt, zwischen amtlichen Zwiebelrostbraten und Jakobsmuschel passt hier kein Blatt Speisekarte, interessanter geriet trotzdem Letztere: Sie wurde leicht paniert, kurz gebraten, mit Grammeln und vakuumiertem Apfel sehr schön kontrastiert. Etwas weniger glücklich fiel die Kombination aus knusprig gebratenem Zander und Spargel-Erbsenschoten-Orecchini aus, die klassisch flaumige Marmeladepalatschinke glich das allerdings problemlos aus. Allez hop!

2010
13 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Der Novak ist ein alteingesessenes, gutbürgerliches Wiener Gasthaus, daran konnte auch ein modernistischer Umbau vor drei Jahren zum Glück nichts ändern. Seit 2007 betreiben die Wahlwiener Duško Novakovic und Samir Masic das Lokal und bieten zusätzlich zu den unverwüstlichen Wiener Klassikern kreative, im besten Sinn moderne adriatische Gerichte. Und sie beherrschen beide Tonarten eindrucksvoll: Flaumige Mini-Grammelknödel bildeten mit würzig-fruchtigem Sauerkraut eine anregende Vorspeise. Witzig aber auch das „Paella-Risotto“ – Huhn, Garnele und Lachswürfel mit cremigem Safranreis. Sehr überzeugend danach das in Rotwein geschmorte Rindsbackerl: zartes Fleisch, harmonisch-weinige Sauce, pikanter Gemüse-Kontrapunkt. Das subtile Kalbsbutterschnitzel allerdings wurde eigenartigerweise von allzu kräftigem, dunklem Jus überdeckt. Positiv erwähnt muss die umfangreiche, günstig kalkulierte Weinkarte werden.

2009
13 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Das "Speisenhaus am Seidengrund" war seit Jahrzehnten und über mehrere Generationen hinweg beliebt für seine gutbürgerliche Wiener Küche. Vor zwei Jahren wurde modernisiert und umgebaut, vergangenes Jahr schließlich verkauft. Die beiden Neubesitzer starteten vorerst mit dem gewohnten Programm von Grammelknöderl, Tafelspitz, Zwiebelrostbraten & Co, erweiterten dieses Jahr aber um eine mediterrane Linie und schließlich um ein bemerkenswertes Degustationsmenü, das tatsächlich alle Stückeln spielt: Die Rahmsuppe leicht und nur zart vom Kümmel beduftet, eine "Carbonara" mit Tintenfisch und knusprigem Speck - klingt schlimm, erwies sich aber als köstliches Pastagericht -, die Mousse-Variation eher durchschnittlich. Die Weinkarte verdient die Bezeichnung bemerkenswert, kalkuliert ist sie - wie auch die Speisen - fantastisch. Eine tolle Steigerung.

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Beim Novak Samir Masic und Duško Novakovic

Nahe der geschäftigen Mariahilfer Straße gelegen, überrascht das Restaurant „Beim Novak“ mit Sicherheit mit einem: Das Preis-Leistungs-Verhältnis beeindruckt trotz der zentralen Lage. Davon abgesehen überzeugte dieses Jahr auch die Küche: Nach einer intensiv schmeckenden Paprika-Zitronengras-Schaumsuppe und kleinen Grammelknödeln zergingen das Kaninchen im Speckmantel sowie das in Rotwein geschmorte Schulterscherzerl förmlich auf der Zunge. Die „Altwiener Krautfleckerln“ schmeckten ebenso vorzüglich. Das günstig kalkulierte Menü wurde durch ein erfrischendes hausgemachtes Topfeneis mit Marillenkompott abgeschlossen.

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