Das Schlossstern gehört mit Sicherheit zu den exklusivsten Adressen unseres Landes. Dementsprechend aufwendig agierte bei unserem Besuch der Service, der uns und den wenigen anderen Gästen scheinbar jeden Wunsch von den Augen ablas. Während wir vom Balkon des Restaurants unzählige Nobelkarossen vorbeiziehen sahen, ließ der junge Küchenchef Silvio Nickol zunächst ein Feuerwerk an kleinen Aufmerksamkeiten servieren: Eine Crème brûlee von der Gänseleber mit Rhabarber, ein mit Entenfleisch gefülltes Teigtascherl und ein erfrischendes Joghurteis erfüllten schon zu Beginn unsere hohen Erwartungen. Ein weiteres Highlight folgte schon mit der Symphonie von Neuseelandlangusten: Die weitgereisten Schalentiere wurden einmal zu einem pikant gewürzten Tatar verarbeitet. Den Kontrast dazu bildete eine Mousse, die durch den geschickten Einsatz diverser Gewürze und durch eine hauchdünne Schicht Kiwi-Gelee besondere Geschmackserlebnisse ermöglichte. Fast schwarz – und dementsprechend intensiv – kam die essenzielle Bouillon vom Nuarter Milchlamm auf weißem Minzflan auf den Tisch. Bis zu diesem Zeitpunkt konnten wir auch keinen noch so kleinen Ausrutscher feststellen, der sich jedoch beim soufflierten Maibockmedaillon mit Rouennaiser Sauce einstellte. Das Fleisch war zwar wie erwartet perfekt gebraten und die Sauce ein Gedicht, doch der Geschmack der dazu gereichten Pilze getrübt: Zu viele Röstaromen – wir wollen noch nicht von angebrannt sprechen – schaden einfach jedem Genuss. Diesen ermöglichte jedoch uneingeschränkt die mit exotischem Früchteragout gefüllte Tamarillo, die mit einem erfrischenden Mango-Campari-Sorbet für einen bekömmlichen und leichten Abschluss unseres Dinners sorgte.
Freiherr Bartholomäus Khevenhüller leistete sich im 16. Jahrhundert den Luxus, ein Schloss direkt an den Gestaden des Wörthersees zu errichten. Das historische Gebäude erlebte im Laufe seiner Geschichte schöne, jedoch auch weniger glorreiche Zeiten. Seit – nach einer aufwendig durchgeführten Renovierung – das Schloss Velden von der renommierten Capella-Hotel-Gruppe geführt wird, scheinen die tristen Zeiten anscheinend endgültig überwunden. Zumindest für die Gäste, die sich den Luxus eines Aufenthaltes leisten können. Wem die Standardzimmer und gewöhnlichen Suiten für einen entspannenden Aufenthalt nicht reichen, der kann sich mit dem nötigen Kleingeld die Kaiser-Suite leisten. Die exklusivste Suite des Hauses bietet 300 m2 Wohnfläche, zwei Schlafzimmer, ein großes Wohnzimmer und darüber hinaus ein Arbeitszimmer mit separatem Besprechungs- und Speisezimmer.
Höchste Kreativität und Qualität, bestmögliche Zubereitung
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