Die Villa Verdin gehört zu den glanzvollen Bauwerken am Millstätter See. Der Traumblick zum See und die kunterbunte Dekoration schaffen eine heitere Atmosphäre, die sich in unserem Fall auf dem Teller jedoch nicht fortsetzen konnte. Gar nicht so schlecht, muss man sagen, denn das Brot, das zum Gruß aus der Küche gereicht wurde, war vorzüglich, die Frittatensuppe dafür mäßig – viele Frittaten, kaum Suppe. Die Miesmuscheln – Achtung, Knoblauch! – gaben weniger Anlass, etwas auszusetzen, das Couscous mit Gemüse und Huhn allerdings schon: Es schmeckte trocken und langweilig. Fein dann wieder die mit Zitrone gefüllte Orata, die den Abend rettete.
Anarchisch, unnachahmlich und überhaupt ein Mosaik an Lebenslust und familiärer Freundlichkeit – so ist die sympathische, grandiose Villa am Millstätter See. Sämtliche Zimmer sind Unikate genauso wie die Masterminds Gianni und Thomas, die einen so herzlich behandeln wie alte Freunde. Gespeist wird hier gleichwohl herzhaft (Fisch und Pasta!), und das bei täglich wechselnder Karte. Beste Weine, herrlicher Kaffee und viel Temperament.
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