Detailansicht 2012

2011
12.5

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Der Weidenhof bringt Almhüttenflair an den Stadtrand von Klagenfurt, resche Kellnerinnen im Dirndl eilen von Tisch zu Tisch. Wir nahmen in einer der gemütlichen Zirbenstuben Platz und probierten zunächst eine Variation von Tafelspitzsülzchen und Essigfleisch, das bei unserem Besuch deutlich zu viel von der namensgebenden Essenz abbekommen hatte. Es blieb aber bei dem einen Ausrutscher, denn der darauf folgende Wildhase, bekannt dafür leicht auszutrocknen, war punktgenau getroffen und fand in Rahmmorcheln, Semmelknödeln und Rotkraut eine klassische wie feine Ergänzung. Ein Muss für Schokoladetiger ist das Soufflé zum Abschluss, besondere Erwähnung verdient der trotz Vollbetriebs souverän agierende Service.

2009
12

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Nach einer Neuübernahme ist der Weidenhof schnell zur beliebten Ess-Adresse am Wörthersee-nahen Stadtrand von Klagenfurt geworden. Freundlich eingerichtete Zirbenstuben, nicht zu großes, ansprechendes Speisenangebot und netter Service sind wohl die Eckpfeiler des Erfolges. Vorweg wird würzige, grobe Leberwurst gereicht, die aufgeschnittene Semmel dazu kann aber sicher nicht der Weisheit allerletzter Schluss sein. Danach mundeten kräftige Frittatensuppe und ein feines Matjesfilet mit "Hausfrauensauce" (Sauerrahm, Gurkerl, Apfel, Zwiebel). Der Koch geht's überhaupt gern bodenständig an, seine Rindsroulade mit kräftig einreduziertem Rotweinsafterl und Kartoffelpüree schmeckt erstklassig "wie bei Muttern", die auf der Haut gebratene Wörthersee-Reinanke mit Zitronenbutter war aber etwas zu lange gebraten, wie man das bei Fisch leider so oft erlebt. Ohne Tadel dagegen die Crème brûlée mit Sauerkirschen und Eis, etwas ausbaufähig vielleicht noch die Weinkarte.

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Weidenhof Erika und Hans Mair

Nachdem die Initialpanne – man hatte uns zunächst entgegen unserer Bestellung bei den Rauchern platziert – behoben, das unvollständige Besteck ergänzt und der Wein zum Hauptgang gleichzeitig mit dem Aperitif serviert worden war, fand der Service zu seiner gewohnten Souveränität zurück und gestaltete unseren weiteren Aufenthalt durchaus angenehm. Leider beeinträchtigten auch beim Essen einige Schwachpunkte den Gesamteindruck: Da laborierte die Paradeissuppe an leichter Fadesse, war das Rosarot des Kalbsmedaillons schon am Verblassen und die dazu servierten Teigwaren gerieten reichlich trocken. Nichts auszusetzen gab es an den getrüffelten Nudeln sowie am saftigen Heilbutt. Bei den Desserts (Crème brûlée, Tiramisu, Sorbets) hätte etwas mehr Kreativität nicht geschadet.

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