Das Takenoko überraschte uns diesmal mit einer völlig neuen Karte. Zur Vorspeise genossen wir ein Suzuki Sashimi mit Wolfsbarsch, Ingwer-Sauce, Vogerlsalat und einem Wafu-Salat (Rettichsalat mit Thunfisch, Anm.). Als Zwischengericht bekamen wir exquisite Black-Tiger-Garnelen mit Gazpacho-Sauce und Wasabi-Mayonnaise, Chicoree, Cocktailtomaten, Gurken und englischem Zeller. Auch die Tom-Yam-Kung Suppe war optimal in Konsistenz und Geschmack. Das Kalbsfilet auf einer Creme aus Ingwer und Olivenöl, Shii-take Pilzen, Spargel, Alfalfa-Sprossen war so zart, dass man die Filets auch mit den japanischen Stäbchen zerkleinern konnte. Auch das Rindsfilet mit Melone und Sojapudding, Koriander, rotem Pfeffer, Gurke, Knoblauch und Limettendressing war erstklassig. Der georderte Puligny Montrachet wurde in Riedel-Gläsern serviert, was in Kroatien eher selten ist. Der Service unter der Leitung des bewährten Mario Minder präsentierte sich erneut erstklassig und außerordentlich aufmerksam. Zum Abschluss genossen wir noch eine Topfentorte mit Himbeeren und können unsere vorjährige Bewertung nur bestätigen.
Takenoko 1 Hokkaido d.o.o., Mario Minder
Trotz der Neueröffnung des zweiten Standbeins in einem neuen Zagreber Businessviertel hat das Takenoko 1 offensichtlich nicht gelitten. Bei unserem Besuch war das Lokal nahezu völlig ausgelastet, so dass für das Takenoko – für Zagreb sicherlich außergewöhnlich – eine Reservierung unbedingt erforderlich ist. Nach einem Shimejaki Oroshi – marinierter Lachs mit Gurke, Miakame-Algen und Daikonkresse – und einem Wafusalat (Rettich, Thunfisch, Zwiebel) mit exzellenten Cherrytomaten servierte man als Zwischengericht Jakobsmuscheln mit Kapernessig, Limetten und Safran auf Rucola. Dem folgte als Hauptgericht ein perfektes Steak nach Wafu-Art mit Daikon und Wasabi-Soja einerseits und andererseits ein Hamono Tataki Umari-Fu – Entenbrust vom Grill, serviert auf Limetten und Gemüse-Sauce. Den Abschluss machte Tiramisu auf Carolans-Sauce, das Ganze begleitet von einem wohl der besten dalmatinischen Rotweine von Zlatan Plenkovi?, dem Zlatan Plavac Grand Cru 2007 von der Insel Hvar. Somit war unser diesjähriger Besuch eine Bestätigung der bisherigen Bewertungen.
Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität
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