Detailansicht 2011

2010
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Das im Vorjahr neu entdeckte Ta? weist nicht nur eine Leistungssteigerung auf, sondern beweist auch, dass die Familie von Tihomir Mileti? in den Meeresgewässern quasi zu Hause ist. Diesmal entschieden wir uns nämlich nicht für die berühmten Fleischspeisen, sondern widmeten uns ausschließlich den Meerestieren. Es begann mit völlig frischen, rohen und im Ganzen servierten Scampi, dazu das beste Olivenöl der Insel Bra? oder alternativ eines der besten Öle Istriens. Dem folgte eine Buzara mit Steinbohrermuscheln (prstaci), die wahrscheinlich eine der besten Prstaci Buzara war, die wir jemals probiert haben. Als Hauptgericht wurden große Filets vom „Gof“ mit Mangold und Erdäpfeln sowie frischem gemischten Salat vom Markt serviert. Begleitet wurde dies von einem ausgezeichneten Mali Plavac Tomi? von der Insel Hvar, Jahrgang 2006, und dem neuen Shootingstar der istrischen Winzer, Roxanich Merlot 2005. Dass hier die Preise auch den Leistungen entsprechen, muss nicht erst betont werden. In Erwartung, dass dies einen weiteren Ansporn bringt, vergeben wir heuer 15 Punkte und zwei Hauben.

2009
13 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2009.


Dass auch ein Wochenende in Zagreb kulinarisch interessant sein kann, beweist das von Vesna und Tihomir Mileti? anspruchsvoll geführte Gasthaus Ta?. In den Hügeln oberhalb der Altstadt wird gutbürgerliche Küche in Reinkultur aufgetragen. Diesmal reichte man uns zur Vorspeise eine exzellente Entenpastete, die 12 Stunden lang in dem bekannten kroatischen "Portwein" Pro?ek abgelegen wurde und zwei Stunden im Speckmantel. Dazu servierte man selbst gebackene Vara?diner Kipferl. Als Höhepunkt sollten wir einerseits eine Kalbsstelze, andererseits ein Kalbfleisch "ispod peke" (Fleisch samt Beilagen in einer Bratpfanne unter Holzkohlenasche) erleben. Offensichtlich musste aber die Kalbsstelze auf den hier zu recht berühmten heißen Erdäpfel etwas zuwarten, was aber sofort behoben wurde. Dieses Missgeschick im Finale brachte aber die sichere Haube dennoch nicht zu Fall. Nachdem auch die Bouteille Malvazija 2007 vom berühmten istrischen Winzer Gianfranco Kozlovich geleert war, schlossen wir diesen schönen Tag mit frischen einheimischen Erdbeeren auf Limone und einer überraschend guten Piña Colada auf Waldbeerensauce ab. All das für ? 40,- pro Person zeigt, dass man hier auch preismäßig am Boden geblieben ist.

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Ta?

Während auch die gehobene Gastronomie der kroatischen Metropole nicht nur stagniert, sondern einige Betriebe vor dem Zusperren stehen, gehen im Ta? die ehrgeizigen Ambitionen erkennbar in Richtung dritter Haube. Da das Preisniveau gleich geblieben ist, wundert es nicht, dass das Restaurant entsprechend viele Gäste anzieht. Diesmal kredenzte man uns zunächst einen Spinatstrudel mit Spargel und Topfen, dem folgte istrischer Frühjahrsspargel auf Frittaja. Der Höhepunkt war wohl die vorzügliche, mit Erdäpfel gebundene Brennnesselsuppe. Als Hauptgericht genossen wir einen Truthahn gerollt mit Spargel und Ombolo (Schweinelende) sowie gegrilltes Lamm von der Insel Cres (das Rohprodukt war erstklassig), mit den berühmten Erdäpfeln aus der Lika, der Heimat des Chefs Tihomir. Dass auch die Weinbegleitung sich im Vergleich zu unserem Vorjahresbesuch im Rahmen der Auswahl gesteigert hat, ist ein Verdienst des Juniorchefs und Sommeliers Tin. Begleitet wurde unser Menü von einem vorzüglichen Brut von Miran Sirk aus dem slowenischen Colliogebiet (Weingut Bjana) sowie einer raren Mali-Plavac-Cabernet-Sauvignon-Cuvée vom Tomi? von der Insel Hvar. Die Symbiose von Küche und Keller, präsentiert durch die Familienmitglieder Vesna, Tihomir, Tin und Josip Mileti?, sollte ein Garant für eine weitere Steigerung bei unserem nächsten Besuch sein.

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