Die olympische Bewegung machte Igls einst weltberühmt. Ruhm ist aber vergänglich, und so herrschte an unserem Besuchstag im ganzen Ort fast erschreckende Leere. Manchmal tut es aber gut, sich der Hektik der Großstadt zu entziehen, und um dieses entspannte Gefühl noch zu verstärken, ließen wir es auch im Restaurant Batzenhäusl mit einem Glas Sekt bewusst langsam angehen. Die Küche zeigte zunächst keine Apathie und erfreute uns mit gebratenem Thunfisch sowie mit einem marinierten Landfrischkäse, dessen milder Geschmack durch den beigegebenen Balsamico harmonisch unterstrichen wurde. Leider ging es nicht gänzlich in dieser Tonart weiter: Die kräftige Wildconsommé mit gefüllten Morcheln kam gerade noch lau und das Kalbsfilet leider etwas zu trocken auf den Tisch. Ein gänzlich anderes Bild zeigte sich bei den Lammkoteletts mit würzigem Honig-Lavendel-Jus. Jeder Bissen war ein geschmackliches Vergnügen. Diese Feststellung machten wir auch bei der mit Pfifferlingen gefüllten Perlhuhnbrust und den abschließenden, flaumigen Quarkknödeln. Vielleicht können wir kommendes Jahr von Eierschwammerln und Topfen berichten ...
Batzenhäusl
Im Batzenhäusl zu Igls herrschte nicht gerade Hektik. Als Vorspeise wählten wir einerseits eine Karotten-Kokos-Suppe mit in Vanille gebratenen Jakobsmuscheln und Garnele. Die drei beigelegten Meeresfrüchte schmeckten hervorragend, die Suppe war aber undefinierbar und geschmacklos. Das Beef Tatar mit Senfcreme auf Kartoffelrösti ließ keine Wünsche offen. Als Hauptspeise wurden uns Carpaccio vom Seeteufel und Kalbsfilet mit Ananas-Chutney serviert. Leider war auch dieses Gericht ohne Geschmack. Was man bei den geschmorten Scheiben vom Viller Lamm mit Johannisbeersauce an Bärlauchspätzle und Frühlingsgemüse nicht behaupten konnte. Die drei kleinen Stückchen Fleisch mundeten hervorragend. Um nicht zu verhungern, genossen wir zum Abschluss noch ein Duo vom Topfen mit Vanille-Espuma und Früchtedekor sowie ein ziemlich scharfes Rhabarber-Erdbeer-Kompott mit Mango-Chili-Eis.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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