Detailansicht 2012

2011
14 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Im gutbürgerlichen Haus des bekannten Filmemachers Reinhard Schwabenitzky setzt Küchenchef Alexandar Joncic die Tradition des Hauses, beste österreichische und italienische Küche, gekonnt fort. Neben einem preisgünstigen Bistromenü bewies das unser Einstieg mit einem im Glas servierten, ausgezeichneten Latte macchiato von der Petersilie mit Zander-Sandwich. Das kurz gegrillte Steak vom Yellowfin-Thunfisch war hervorragend, die dazu servierten Knoblauch-Chili-Soba-Nudeln mit Mais-Bohnen-Gemüse und feinem Knoblauchschaum passten gut dazu. Als Dessert ließen wir uns die vom freundlichen und flinken Service empfohlenen köstlichen Topfenknödel auf Beerensauce schmecken. Die Auswahl an erstklassigen Weinen und Schnäpsen wird ergänzt durch ein interessantes Biersortiment. Regelmäßig finden auch Jazz-Brunches und Filmfrühstücke statt.

2010
14 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Der als traditionsreiches Vorstadtwirtshaus alt gewordene Itzlinger Hof strahlt seit seiner Runderneuerung in frischem Glanz, sympathischerweise ohne seine Vergangenheit verleugnen zu wollen. Chef ist hier in der Nachfolge seiner Mutter der Filmemacher Reinhard Schwabenitzky, der Österreich u. a. den „Mundl geschenkt hat. Und so wie das Gasthaus heute dasteht, muss die Rolle des Wirtes für den jetzigen Hausherrn mehr als nur eine Laune gewesen sein. Die Küche ist durchaus eine der interessanteren in Salzburg. Das Ambiente reicht von gehobenem Beisl im Schankraum, in dem man auf blankem Holz auch einfach ein Bier heben kann, bis zur fast luxuriösen Aufmachung im großen Raum. Die Küche bietet Köstliches von Zwiebelrostbraten bis Langostinos auf Saubohnencreme, Filet vom Branzino auf Kalamati-Oliven-Risotto und geschmorten Schulterscheiben vom Tauernreh. Nach einer mild-sämigen Topinamburschaumsuppe interessierte uns die Bauernentenbrust auf Asiatisch mit Koriander, Nishikireis und delikat gedünstetem Schmorgemüse. Eigenständig, unverwechselbar, spannend. Genauso wie das mit Chili gewürzte Quittensorbet. Wir waren begeistert.

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Itzlinger Hof

Der Itzlinger Hof liegt etwas abseits der touristischen Pfade Salzburgs. Aus diesem Grund ist wahrscheinlich das Preisniveau – bei Speisen und Getränken – ein sehr vernünftiges geblieben. Bei der Qualität des Gebotenen tut sich das Haus schon schwerer. So war der aus der Tageskarte gewählte Schweinsbraten dieses Jahr keine Offenbarung. Das Fleisch war sehr bissfest und die dazu servierten Semmelknödel alles andere als flaumig. Die vor dem Ausrutscher servierte Variation vom Polarlachs, die Schaumsuppe vom Kren mit Selchfleischravioli und die Crêpinetten vom Tauernlamm mit kaum spürbarem tasmanischem Pfefferjus zeigten das Potenzial, das in der Küche steckt. Die abschließende Panna cotta sowie das Orangen-Campari-Sorbet konnten wir ohne Einschränkungen genießen. Der finale Coretto hingegen hatte nur flüchtig mit Grappa Bekanntschaft gemacht. Schade.

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