Detailansicht 2012

2011
13 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Die Brasserie LATE Stein in Krems offeriert seit 2006 ein Gastro-Angebot, das bis dahin in der Region gefehlt hatte: zeitgenössisches Design am Donauufer, eine Bar als Kommunikationstreffpunkt, eine Küche, die neugierig, aber nicht dick macht, sowie eine umfassende Aperitif- und Weinauswahl (glasweise stehen neun Weiße aus der Wachau, dem Kamptal und dem Kremstal zur Auswahl, bei den Roten sind es vier, vorwiegend aus dem Burgenland). Charly Teuschl – Patron und Chefkoch in einer Person – bringt das alles unter einen Hut, wobei, wie es scheint, ihm die Ideen niemals ausgehen. Die Frühlingsröllchen zum Zander füllt er mit frischem, sehr fein gehobeltem Kraut, fügt Grammeln hinzu und würzt das Ganze traditionell-österreichisch statt asiatisch. Die Steaks vom Ibérico-Schwein (zart, kein bisschen faserig) bettet er auf Safranrisotto, mischt etwas Chorizo darunter, erzeugt dadurch Schärfe, die er mit der gebratenen Garnele on top auch gleich wieder mildert. Bei den Desserts entwickelte er eine Lemongrass-Creme im karamellisierten Strudelblatt und wagte damit so etwas wie die Neuinterpretation der Wachauer Cremeschnitte. Für die Exotik sorgt er mit Mangosorbet und marinierten Bananenstückchen. Dass die Hauptspeisen auch als kleine Portionen angeboten werden, ist ein weiterer sympathischer Zug.

2010
13 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


Hier sitzt man in wohltuend zeitgeistigem Ambiente oder – wenn es das Wetter zulässt – auf einer Terrasse mit Donau-Blick. Was uns diesmal nicht vergönnt war. Kaum Platz genommen, wird man prompt vom freundlich-professionellen Service umsorgt und über die Angebote des Tages informiert. Davon wählten wir einerseits gebackenen Kalbskopf mit Eierschwammerltatar, andererseits Traunsteiner Schaffrischkäse auf Junggemüsesalat mit Marillenkernöldressing. Beides mit Saucenmalerei nett angerichtet. Mediterran anmutend dann die Picotta-Ravioli mit Eierschwammerln, Parmesan und Pinienkernen, alles geschwenkt in brauner Butter und schön deftig. Stimmig der Hauptgang: Geschmortes und Gebratenes vom Waldviertler Reh, das mit Schupfnudeln, schwarzen Nüssen, Pfirsich und Cranberries auf einer feinen Sauce aufgetragen wurde. Zum Dessert traf Himbeere Schokolade in Form eines Brownie, Fruchtgelee mit Bergpfeffer und weißer Schokomousse. Auch dies war kreativ ausgedacht und angerichtet, ließ uns aber wieder mutmaßen, der Küchenchef lege mehr Wert auf Optik denn auf Nachhaltigkeit. Alles in allem ein wunderbarer Abend mit schönem (sic) Essen und feinen Weinen.

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LATE Stein Brasserie

Die Alltagssorgen bleiben im Restaurant Late vor der Tür. Dafür verantwortlich ist einerseits eine vorzügliche Weinauswahl, die etwa interessante Weißweine aus dem Kremstal bereithält. Auf der anderen Seite überzeugte heuer auch die Küche durchaus. Zuerst einmal mit in Kokosnuss frittierten Garnelen, die mit einer süß-säuerlichen Mangosauce und gedünsteten Salatherzen serviert wurden. Dann mit dem Paellarisotto mit Jakobsmuscheln, Calamari und Pata-Negra-Schinken sowie dem zarten Rücken vom Iberico-Schwein – begleitet von einer Kapern-Oliven-Paradeiser-Sauce und Conchiglie (Teigmuscheln). Beide waren perfekt gewürzt und optisch ansprechend arrangiert. Für das süße Ende sorgte schließlich ein Gelee vom Waldmeister, das durch al dente gekochten Rhabarber auf Milchreis ergänzt wurde. Aufmerksamer Service.

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