Urig und nett. Dies gilt für das Restaurant wie auch für den Chef. Der Rote Wolf hat uns in seinem – gleich neben der Schnellbahn gelegenen – Lokal sehr freundlich und mit charmantem Witz empfangen. Man fühlt sich von Beginn an wohl, und das trotz der etwas aus der Mode gekommenen Einrichtung. Der Rote Wolf macht es mit seiner sehr persönlichen Art wieder gut. Schon beim Lesen der Speisekarte kommt Vorfreude auf, und obwohl übersichtlich, fällt die Wahl schwer, da uns vieles anspricht. Wir entschieden uns zu Beginn für das gebackene Ei mit Trüffelöl und grünem Spargelsalat. Eine gute Wahl. Das Ei wachsweich, der Spargel bissfest und das Gericht insgesamt sehr aromatisch. Die kleinen Grammelknödel mit Sauerkraut waren jede Kalorie wert – für Grammelliebhaber ein wahrer Genuss. Der Wels mit Zitronengras, frisch und auf den Punkt gebraten, wurde von köstlichen Asia-Nudeln mit Zitronengras und Ingwer geadelt – eine Geschmacksexplosion im Mund. Die Lammstelze mit Fisolen war allerdings zu durch und etwas trocken. Ein Highlight beim Dessert: ein Minzeeis mit Schokostücken, das zur Cognac-Schokoladetorte mit marinierten Erdbeeren serviert wurde.
Zum Roten Wolf Susanne & Johannes Böck
Der „Rote Wolf“ hätte den Vorteil, dass man direkt mit dem Zug fast vor die Eingangstüre fahren könnte, aber das wird kaum ausgenützt. Gäste, die mit dem Auto kommen, finden selbstverständlich genügend Parkraum, liegt das Restaurant doch am Ortsrand von Langenlebarn. Die Küche orientiert sich an einem gelungenen Mix aus heimischer und asiatischer Küche. Die Grammelknödel auf mildem Rahmgurkensalat schmeckten brav, hier hätte man durchaus mehr Kräuter zum Einsatz bringen können. Ganz im Gegensatz zum Schweinsfilet, das mit Eierschwammerln gefüllten und mit Parmesan gratinierten Cannelloni serviert wurde. Hier sorgte jeder Bissen für einwandfreien Genuss. Eine leichte asiatische Süße war bei der zarten in Sesamkruste gebratenen Entenbrust bemerkbar. Ein kräftiger Veltliner aus der interessant zusammengestellten Weinkarte war der ideale Begleiter des Essens und schmeckte auch ausgezeichnet zu den knusprigen Strudelteigblättern, die mit Zitronengrasobers gefüllt waren.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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