Detailansicht 2012

2011
13 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


In Prag gibt es bereits zwei davon, in Bratislava eröffnete das erste Kogo 2006. Auf der in italienischer Sprache mit slowakischen Untertiteln gehaltenen Speisekarte finden sich Risotti, Paste und zahlreiche Salatvariationen neben Hummer, Langostinos, Oktopus, Branzino, Orata, Rombo und anderem Seafood. Wir entschieden uns für einen „Branzino arrosto con finocchio, olive e limone”. Der im Rohr gebratene ganze Fisch nahm fast den gesamten Platz auf dem Teller ein und der von der Hitze des Tages und vom Ansturm der Touristen überforderte Kellner sah sich nicht in der Lage, beim Filetieren behilflich zu sein. Mit etwas Olivenöl beträufelt, schmeckte der Fisch dennoch köstlich, das Fleisch fast weiß, bissfest und saftig. Die mit dem Fisch geschmorten grünen Oliven und der am Rost gebratene Fenchel ergaben ein legeres Gericht, das gut in ein Strand-Restaurant gepasst hätte, hier durch das Fehlen jeglicher Präsentation aber etwas nachlässig wirkte. Den gleichen Eindruck erweckte die „Parmigiana di melanzane”, bestehend aus einer einzigen Auberginenscheibe, die unter einer schweren, alles dominierenden Mozzarella-Haube erstickte. Auch die Auswahl an Desserts gab sich kompromisslos italienisch: Panna cotta, Sorbet, Ricotta-Walnuss oder Schokotarte – und natürlich Tiramisu, das in einer Schale serviert und mit Erdbeeren und Minzblatt hübsch garniert wurde. Interessante Weinkarte mit Fokus auf Neue Welt, Italien, Spanien, Frankreich, Kroatien, Slowakei und Österreich, sympathisch auch das große glasweise Angebot.

2010
14 Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2010.


An einem heißen Augusttag ist das Kogo sicherlich wert, von Wien nach Bratislava zu reisen, um sich dann im Schatten der Platanen zurückzulehnen, dem Plätschern der Brunnen zuzuhören und auf die Terracottatöpfe mit blühenden Rosen, Oleander und Rosmarin zu blicken. Kogo ist so etwas wie ein Markenzeichen. In Prag gibt es bereits zwei davon, in Bratislava eröffnete 2006 das erste. Wer immer hier die Entscheidungen trifft, er oder sie hat Geschmack und das betrifft sowohl das Interieur als auch die Speisekarte. Darauf finden sich Risotti, Pasta und interessante Salatvariationen neben Hummer, Langostinos, Oktopus, Seewolf, Orata, Rombo und anderem Seafood. Wir entschieden uns für einen Seeteufel in Parmaschinken. Das im Ganzen gebratene Filet kam appetitlich portioniert nur mit Knoblauchscheiben, etwas Öl und Zitronensaft auf den Tisch. Die Garzeit hatte man in der Küche gut erwischt, das Fleisch war bissfest und saftig wie ein Steak. Bei der „Verdura mista” als Beilage hätten wir allerdings mehr Sorgfalt erwartet. Die Paprikaschoten waren nachlässig geputzt und hatten zu lange am Grill gelegen. Von mehr Finesse zeugten die hauchdünn geschnittenen Melanzani und der leicht blanchierte und dann kurz angebratene Fenchel. In der Schale aufgeschichtet und mit Erdbeere und Minzblatt hübsch garniert, präsentierte sich das Tiramisu. Wir hätten uns eine etwas cremigere Konsistenz und mehr Kaffee-Aroma gewünscht. Aufmerksamer und kompetenter Service, der in der Lage ist, bei der Zusammenstellung der Menüs zur Seite zu stehen. Interessante Weinkarte mit Fokus auf „Neue Welt”, Italien, Spanien, Frankreich, Kroatien, Slowakei und Österreich. Sympathisch auch das große glasweise Angebot, das neben Weinen aus der neuen Welt auch einen slowakischen Riesling und einen Chablis umfasst.

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Kogo Zuzana Gergelová

Will man in der slowakischen Hauptstadt ein Gefühl von italienischer Lebensqualität erleben, dann sollte man im Restaurant Kogo einen Tisch reservieren. Das Fischtatar war puristisch und nur mit etwas Olivenöl und Zitronensaft angemacht, und die Calamari fritti gelangen unglaublich zart. Das Filet vom Steinbutt wurde mit schwarzen und grünen Oliven sowie einer großen Schüssel gemischten Salats serviert, beides bestens. Die Dorade – schonend in der Salzkruste gegart – überzeugte durch die Qualität des Fisches und durch die gekonnte Umsetzung dieses Küchenklassikers. Für Erfrischung sorgte der hervorragende Sauvignon Blanc aus heimischen Rieden und das abschließende – leider nicht hausgemachte Vanilleeis – mit in Grappa eingelegten Edelkastanien.

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