In Prag gibt es bereits zwei davon, in Bratislava eröffnete das erste Kogo 2006. Auf der in italienischer Sprache mit slowakischen Untertiteln gehaltenen Speisekarte finden sich Risotti, Paste und zahlreiche Salatvariationen neben Hummer, Langostinos, Oktopus, Branzino, Orata, Rombo und anderem Seafood. Wir entschieden uns für einen „Branzino arrosto con finocchio, olive e limone”. Der im Rohr gebratene ganze Fisch nahm fast den gesamten Platz auf dem Teller ein und der von der Hitze des Tages und vom Ansturm der Touristen überforderte Kellner sah sich nicht in der Lage, beim Filetieren behilflich zu sein. Mit etwas Olivenöl beträufelt, schmeckte der Fisch dennoch köstlich, das Fleisch fast weiß, bissfest und saftig. Die mit dem Fisch geschmorten grünen Oliven und der am Rost gebratene Fenchel ergaben ein legeres Gericht, das gut in ein Strand-Restaurant gepasst hätte, hier durch das Fehlen jeglicher Präsentation aber etwas nachlässig wirkte. Den gleichen Eindruck erweckte die „Parmigiana di melanzane”, bestehend aus einer einzigen Auberginenscheibe, die unter einer schweren, alles dominierenden Mozzarella-Haube erstickte. Auch die Auswahl an Desserts gab sich kompromisslos italienisch: Panna cotta, Sorbet, Ricotta-Walnuss oder Schokotarte – und natürlich Tiramisu, das in einer Schale serviert und mit Erdbeeren und Minzblatt hübsch garniert wurde. Interessante Weinkarte mit Fokus auf Neue Welt, Italien, Spanien, Frankreich, Kroatien, Slowakei und Österreich, sympathisch auch das große glasweise Angebot.
Kogo Zuzana Gergelová
Will man in der slowakischen Hauptstadt ein Gefühl von italienischer Lebensqualität erleben, dann sollte man im Restaurant Kogo einen Tisch reservieren. Das Fischtatar war puristisch und nur mit etwas Olivenöl und Zitronensaft angemacht, und die Calamari fritti gelangen unglaublich zart. Das Filet vom Steinbutt wurde mit schwarzen und grünen Oliven sowie einer großen Schüssel gemischten Salats serviert, beides bestens. Die Dorade – schonend in der Salzkruste gegart – überzeugte durch die Qualität des Fisches und durch die gekonnte Umsetzung dieses Küchenklassikers. Für Erfrischung sorgte der hervorragende Sauvignon Blanc aus heimischen Rieden und das abschließende – leider nicht hausgemachte Vanilleeis – mit in Grappa eingelegten Edelkastanien.
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet
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