Detailansicht 2012

2011
15 Hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität

Bewertung aus
GAULT MILLAU Österreich 2011.


Mit der Übernahme des Kommandos in der Küche durch David Kostner, zuletzt Souschef bei niemand Geringerem als Gordon Ramsay in London, hat das kulinarische Niveau mit jenem des Weinkellers gleichgezogen; mit 850 Positionen ist dieser einer der führenden in Tirol. Im modern gestalteten Speiseraum mit Tal-Panorama-Glasfront werden internationale Gerichte mit deutlichen mediterranen Akzenten aufgetischt, charakterisiert durch Top-Materialien, Frische, Kreativität und Harmonie. Elegant schmeckten die Mille-fanti-Suppe und die bissfesten Gnocchi Frutti di mare in einer grandiosen Sauce. Das Weichselsorbet als erfrischender Zwischengang zeichnete sich durch brillanten, originären Geschmack aus. Würzig gerieten die Kalbfleischröllchen nach Saltimbocca-Art mit pfiffigem Kohlrabigemüse-Risotto. Vom Brett konnte man sich feinsten Käse aus Österreich, Frankreich und Italien holen, garniert mit Haselnüssen und wunderbaren Chutneys. Die Panna cotta von der Zartbitterschokolade mit delikatem Mascarponeeis zerfloss auf der Zunge. Der Service war fachlich versiert, insbesondere was die Weinauswahl betraf.

Das Genießer-Hotel hebt sich durch seine moderne Architektur von den meisten Stubaitaler Häusern wohltuend ab. Weitere Trümpfe sind die attraktive Hanglage, der große Garten mit Lounge, Kuschelinseln und Teich sowie das Wellnessareal mit dem Technogym-Fitnessraum. Freunde schneller Autos können tageweise einen Ferrari mieten. Der aktive Gast kann wandern, biken, auf drei Plätzen in der Umgebung golfen und in der kalten Saison skisporteln.

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Genießerhotel Oberhofer

Schon der gelierte Tafelspitz im Glas mit herzhaften Blattsalaten und hausgemachtem Kürbiskernbrot verriet das Können von Küchenchef David Kostner, der unter anderem im Adler und bei Gordon Ramsay gelernt hat. Ein weißes Tomatensüppchen mit Basilikum-Espuma, perfekt temperiert und fruchtig, puristisch präsentiert in eleganten, runden Tellern, ästhetisch stimmig mit der Architektur des Hauses. Als Hauptspeise wurde zarte, rosa gebratene Lammkrone mit lauwarmen Birnenspalten auf bissfesten Taglioni und Balsamico-Portwein-Glace gereicht. Die Süße der Birnen war zwar fast zu viel des Guten, mit einem Schluck Pinot Noir aber schließlich gut zu ertragen. Das Talent der Küche offenbart sich hier nicht durch aufwendige Techniken oder Dekorationen, sondern durch den unverblümt klaren, frischen und harmonischen Geschmack der Gerichte. Die Weinkarte ist von beachtlichem Umfang und sehr interessant, da auch kleine, unbekannte Weingüter vertreten sind, die Hausherr Dominik Oberhofer gerne bewirbt. Geboten wird ein Drei- oder Sechs-Gänge-Menü, Aperitif inklusive. Jeweils zwei Rot- und Weißweine werden täglich auf die Speisen abgestimmt.

Für Tiroler Verhältnisse in unüblicher Schlichtheit gehalten, wurde dieses so modern anmutende Hotel schon 1968 erbaut. Von der Terrasse offenbart sich die ländliche Idylle, im Haus hängt kein Kitsch wie sonst, statt Jagdtrophäen finden sich Menükarten von Paul Bocuse, Thomas Keller und Michel Roux an den Wänden. Das Hotel zeichnet sich durch klare Linien und helle Räume, exzellente Küche, freundlich-kompetenten Service und einen 600 m² großen Wellness-Bereich aus.

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