Für Liebhaber perfekt zubereiteter Meeresfrüchte ist das Ristorante Rossini ein Muss. Die Küche geht so sanft und gekonnt mit den Pulpi, Calamari und den frischen Fischen um, dass der Gaumen jubiliert. Sowohl der Pulpo als auch die gegrillten Calamari waren besonders geschmackvoll und gekonnt gegrillt. Fegato alla Veneziana (Kalbsleber) schmeckte uns ebenso gut wie der Spargel-Prosciutto-Teller oder die Gamberetti mit Avocados. Wer es einfacher möchte – die Pizzas sind im Rossini hervorragend, aber Achtung: Freitagmittag ist der Pizzaofen außer Betrieb. Einzig Wein-Connaisseur darf man im Rossini nicht sein: Die Weinkarte ist überschaubar, und alles wird ohne Jahrgangsbezeichnung angeboten. Reservierungstipp: Wenn der Pizzaofen in Betrieb ist, den Nichtraucherbereich meiden, dort ist es dann sehr heiß.
Rossini
Seien wir ehrlich: Es hat einfach seinen Reiz, wie die ganz klassische italienische Küche mit ihren Antipasti-Platten, den Spaghetti vongole, dem gegrillten Branzino samt Limonenscheibe allen kulinarischen Umbrüchen trotzt. Es soll daher als Lob verstanden werden, dass sich im Ristorante Rossini nichts verändert hat – abgesehen vom neuen Gastgarten über der Straße. Die Pizzen gehören zu den besten der Stadt, was in Wien vor allem einmal bedeutet, dass Tomaten, Basilikum und andere Zutaten frisch auf die Fladen kommen und das Feuer wirklich heiß genug ist, um eine ordentliche Kruste zu erzeugen. Unter den Vorspeisen erwiesen sich die Melanzane alla parmigiana als enttäuschend lustlos gewürzt, wogegen die Gnocchi sorrentina (Mozzarella, Tomaten, Basilikum) mit molliger Konsistenz und frischem Kräuteraroma erfreuten. Der Branzino alla griglia wurde gerade noch rechtzeitig vor dem Trockenwerden vom Feuer genommen, die Saltimbocca alla Romana geriet sehr fein mit kräftigem Salbeiaroma und dezenter Weißwein-Sauce. Die Weinkarte des Rossini begnügt sich mit ein paar ordentlichen Gewächsen aus Friaul und der Toskana, die sehr gut zur hier gebotenen Küche passen.
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